Foto: Metso Corporation

Prüftechnik

Siebe fein gecheckt

Um Schwingsiebe präzise messen und analysieren zu können, hat Metso ein tragbares Prüfgerät mit automatisierter Software entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Siebmaschinen werden regelmäßig im Bergbau und in der Zuschlagstoffproduktion eingesetzt, um Gestein, Erze und andere Materialien nach Kornform und -Größe zu trennen. Unabhängig vom spezifischen Bestimmungszweck einer jeden Siebstation zählen Produktivität und Lebensdauer zu den wichtigsten Aspekten, die den Anlagenbetreibern im Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit besonders wichtig sind. Doch welche Faktoren beeinflussen die Langlebigkeit einer Siebmaschine? Hier steht vor allem die Schwingbewegung und ihre Auswirkung im Vordergrund. Die Charakteristika der Schwingung, wie Schwingweite, Drehzahl und Beschleunigung bestimmen die Funktionstüchtigkeit einer Anlage. Deshalb ist es wichtig, dass diese Parameter regelmäßig durch Fachpersonal überprüft werden, wenn man drohendem Verschleiß oder Selbstzerstörung und damit unnötigen Reparaturkosten vorbeugen bzw. seine Siebergebnisse optimieren möchte.

Neues Prüfgerät für Siebe entwickelt

Bei der Analyse des Schwingverhaltens stehen mit der Drehzahl und Drehrichtung sowohl Art (kreisförmig, elliptisch bzw. linear) als auch deren Schwingweite und die daraus resultierende G-Force im Vordergrund. Diese Faktoren bestimmen die Transportgeschwindigkeit, die Kontakthäufigkeit sowie Materialverteilung auf den jeweiligen Siebdecks und die Qualität des Endproduktes. Im Idealfall sind Drehzahl, Schwingweite sowie der Neigungsgrad der Maschine so optimal auf die verwendeten Siebmedien und die Kornform des Materials abgestimmt, dass sie bei Produktion unter Material außerhalb der zerstörenden Eigenresonanz der schwingenden Struktur betrieben wird. Um Schwingsiebe präzise messen und analysieren zu können, hat Metso mit „ScreenCheck“ ein tragbares Prüfgerät mit drahtlosen elektronischen und magnetischen Sensoren sowie entsprechend automatisierter Software entwickelt, das Metso Servicetechniker überall, wo es notwendig ist, verwenden.

Durchführung der Analyse

Zur Analyse bringt der Servicetechniker den Messwertgeber des magnetischen Prüfgeräts an definierten Punkten der Seitenwände einer Siebmaschine an, um die Charakteristik der Vibrationsübertragungen sowie deren Folgen zu ermitteln. Ein Vergleich der linken und rechten Orbits gibt beispielsweise bei Kreisschwingern Aufschluss über die erforderliche Symmetrie des Schwingverhaltens. Mit dem sogenannten „Bumptest“ als weitere Funktionsüberprüfung des neuen Prüfgeräts steht die Ermittlung der Eigenfrequenz und der entsprechend kritischen Drehzahl im Vordergrund. „Mit Screencheck lassen sich Rückschlüsse darauf ziehen, ob die Maschine bereits unter Idealbedingungen arbeitet oder ob ein Service, eine Anpassung der Parameter oder ein Austausch erforderlich ist“, erklärt der Hersteller.

Nach Aussage von Metso trägt eine regelmäßige Überprüfung mit dem Gerät dazu bei, dass Siebmaschinen stets mit konstant hoher Betriebseffizienz arbeiten, Verschleiß minimiert und die Lebensdauer einer Anlage erhöht wird. Das Prüfgerät kommt für Werksabnahmen, Inbetriebnahmen vor Ort oder für regelmäßige bzw. allgemeine Wartungen oder Kontrollen zum Einsatz. Das Menü führt den erfahrenen Servicetechniker schnell durch alle verfügbaren und empfohlenen Tests. Das Prüfgerät eignet sich für alle Marken und Fabrikate. (Ralf Goffin)

Foto: Foto: Kreisel

Archiv

Auf dem Weg zur optimal ausgelegten Anlage

Schüttgüter stellen Anlagenbetreiber und -planer immer wieder vor unerwartete Herausforderungen. Sinnvoll ist es, die wesentlichen Anlagenteile bereits während der Planungsphase mit dem tatsächlichen Schüttgut zu testen und weiterhin die Anlage auch energieeffizient auszulegen. Für solche Versuche hat die Firma Kreisel in Krauschwitz bereits vor vier Jahren ein Schüttgut-Technikum in Betrieb genommen.

Foto: Foto: Kreisel

Archiv

Auf dem Weg zur optimal ausgelegten Anlage

Schüttgüter stellen Anlagenbetreiber und -planer immer wieder vor unerwartete Herausforderungen. Sinnvoll ist es, die wesentlichen Anlagenteile bereits während der Planungsphase mit dem tatsächlichen Schüttgut zu testen und weiterhin die Anlage auch energieeffizient auszulegen. Für solche Versuche hat die Firma Kreisel in Krauschwitz bereits vor vier Jahren ein Schüttgut-Technikum in Betrieb genommen.

Bivitec Siebmaschinen sind auf Marsh Mellow Gummihohlfedern gelagert, um ein geräuscharmes Arbeiten und lange Standzeiten zu gewährleisten.
Foto: Binder+Co AG

Aufbereitungstechnik

So lagert Ihr Sieb richtig

Bei der Lagerung von Siebmaschinen herrschen nicht immer märchenhafte Zustände. Diese Tools schaffen Abhilfe.

Archiv

Geballte Siebpower am Polarkreis in Norwegen

Größter skandinavischer Eisenerzproduzent setzt auf Siebtechnologie von JÖST. Das Millionenprojekt umfasst eine schlüsselfertige Sieb- und Förderanlage zur Aufbereitung von Eisenerzpellets vor der Schiffsverladung.

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.