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Verschiebbares Ingenieurbauwerk

Um die innerstädtischen Verkehrsströme in St. Augustin besser fließen zu lassen, wird ein lästiger Bahnübergang durch eine Unterführung der Stadtbahnlinie 66 ersetzt. Dazu muss die Stadtbahnlinie unterquert werden. Denn mit der Vitalisierung eines Shoppingcenters wird mit einem weiteren Anstieg des Individualverkehrs gerechnet.

Um die wichtige Bahnverbindung zwischen Siegburg und Bonn nur kurzzeitig zu unterbrechen, wird das Brückenbauwerk „neben“ seinem künftigen Einsatzort fast fix und fertig als Stahlbetonkonstruktion erstellt. Gebaut wird es von der Strabag AG, der Direktion: Hessen/Rheinland-Pfalz/Saarland, Gruppe: Sonderbau.

Als Partner für den Bereich Schalung und Lastabtragung in der Bauphase wählte der verantwortliche Bauleiter, Guido Bender, PaschalL aus. Die Systeme des Herstellers kennt er seit Jahrzehnten. Anfang August 2016 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Die gesamte Brückenkonstruktion besteht aus zwei Brückenbauwerken, die lediglich durch eine Trennfuge, als zwei Bauwerke betrachtet werden. Eine Brücke, trägt später die Gleiskörper, die andere Brücke ist aufgeteilt in einen Rad- und Fußweg.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit

Wie so oft beim Bauen zeigten sich auch bei dieser Baumaßnahme während der Tiefbauarbeiten weitere Herausforderungen. Trotz fixiertem Termin für die Bauwerksverschiebung und der Inbetriebnahme der Unterführung kam es bei den Baubeteiligten zu keiner Hektik. Die „Baubeschleunigung“ wurde seitens der Auftraggeber genehmigt. Strabag reagierte mit Personalaufstockung mit eigenen Baufacharbeitern und Stahlbetonbauern und Paschal lieferte unmittelbare weitere Schal- und Abstützungssysteme.

Dieses Zusammenspiel war die einzige Möglichkeit die Bauausführung zu beschleunigen. Der Abbindeprozess des Betons konnte nicht beschleunigt werden, da die Betonkonstruktionen möglichst spannungsfrei zu erstellen waren. So wurde extra ein langsam abbindender Beton der Güteklasse C40 eingesetzt und der Erhärtungsverlauf digital überwacht.

Auftraggeber und das betreuende Ingenieurbüro stellten an die Oberflächengestaltung der Betonkonstruktionen detaillierte Anforderungen. Die verschiedenen Bauteilflächen waren in unterschiedlicher Oberflächenoptik gewünscht, von schalungsrau bis zum glatten Sichtbeton. Deshalb wurde das Wandschalungssystem Logo.3 bauseits je nach Einsatzort belegt.

Verschiebbares Brückenwerk als Rahmen

Um das gesamte Brückenbauwerk verschieben zu können, musste es hydraulisch um ca. 30 cm angehoben und dann per Seilzugtechnik in fünf Stunden um 22,00 m an seinen endgültigen Einsatzort verschoben werden. Im Vorfeld der Bauausführung wurden alle Belange unter den Baubeteiligten, dem Ingenieurbüro, der Bauunternehmung, der Logistikunternehmung und Schalungsplanung abgestimmt.

Um das Verschieben zu ermöglichen, wurde unter dem eigentlichen Fundament ein „Hilfsfundament“ als Streifenfundament hergestellt. Darauf wurde für die „Verschiebung“ ein Doppel-T-Träger positioniert.

Die eigentlichen Brückenfundamente wurden wegen der anspruchsvollen Geometrien mit der Universalschalung Raster im System geschalt. Dazu wurden rund 100 m² Universalschalung Raster zur Baustelle in St. Augustin geliefert.

Die beiden Brückenfundamente wurden sicherheitshalber mit drei Zerrbalken kraftschlüssig verbunden, um beim Anheben jegliche Rissbildung zu vermeiden. Auch diese Hilfskonstruktionen wurden mit der Universalschalung Raster geschalt.

Zum Schalen der vier Flügelwände kam das Schalungssystem Logo.3 mit rund 500 m² in abgestufter Elementhöhe zum Einsatz. Zur Ausbildung des Wandabschlusses wurde die Deckenrandschalung verwendet und teilweise mit rund 20 lfdm Kletterkonsolen kombiniert.

Um die temporären Lasten beim Betonieren der Deckenplatte sicher abzufangen, wurde auf einer Grundfläche von ca. 185 m² das Allround-Traggerüst TG60 eingesetzt.

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Kunststoff macht das Rennen an der A 485

Bei der Sanierung der Entwässerung auf der A 485 am Gießener Südkreuz setzt der Bauherr auf Kunststoff-Systeme. Sie sind leicht und damit zügig zu verlegen. Der Hersteller, die Fränkische Rohrwerke, lieferte gleich ein komplettes Paket von aufeinander abgestimmten Produkten.

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Positive Zahlen – positive Stimmung

Die Mitgliederversammlung der RAL-Gütegemeinschaft Güteschutz Kanalbau fand in diesem Jahr in Düsseldorf statt. Über die Arbeit und Entwicklung der Gütegemeinschaft berichteten der Vorstandsvorsitzende, Dipl.-Ing. MBA Ulf Michel, der Obmann des Güteausschuss, Dipl.-Ing. Uwe Neuschäfer, der Beiratsvorsitzende, Dipl.-Ing. Rudolf Feickert M.A. sowie der Geschäftsführer Dr.-Ing. Marco Künster. Neben der Beschlussfassung zu Haushalt und Wirtschaftsplan standen in diesem Jahr die Wahlen der Mitglieder von Vorstand und Güteausschuss im Mittelpunkt der Veranstaltung.

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Separations-Straßenablauf Combipoint (SSA) von Aco

Die Zunahme versiegelter Flächen hat eine Erhöhung der Einleitung von Niederschlagswasser und damit auch verschiedener Schadstoffe zur Folge. Im Gegensatz zum konventionellen Straßenablauf mit Schlammraum ist der Aco-Separations-Straßenablaufs Combipoint (SSA) dank seiner drei Separationsstufen in der Lage, mit dem Straßenabfluss transportierte Schwimmstoffe und sedimentierbare Feststoffe mit den partikulär gebundenen Schadstoffen sicher zurückzuhalten. Darüber hinaus werden Mobilisierungen der bereits im Schlammraum abgelagerten Feststoffe auch bei Starkregenereignissen unterbunden.

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Steigerung der Asphalteinbauqualität

Der konstruktive Straßenbau beinhaltet die Dimensionierung, die Herstellung und die Erhaltung des Verkehrswegenetzes für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger. Die Herstellung der Verkehrswege kann auf verschiedene Arten mit unterschiedlichen Baustoffen erfolgen. In Europa sind 80% aller Straßen mit Asphalt befestigt. Diesem Baustoff kommt daher hier eine besondere Bedeutung zu.