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Foto: PCI

Straßenbau

Wasserdurchlässigkeit: So trotzt Pflaster allen Belastungen

Die Wasserdurchlässigkeit von Bettung und Tragschicht ein ist wichtiger Faktor, damit Wasser von der Oberfläche sicher durch die Unterkonstruktion abfließen kann. Weiterer wesentlicher Punkt: die Ausführung der Pflasterfugen.

Egal ob gebundene oder ungebundene Bauweise – die Wasserdurchlässigkeit der Tragschicht ist für die Langlebigkeit von Pflasterbelägen von großer Bedeutung. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sich Haarrisse in den Pflasterdecken und Plattenbelägen bilden und somit das Eindringen von Wasser in die Konstruktion unvermeidbar ist. Deshalb müssen Bettung und Tragschicht ausreichend und im gleichen Maße wasserdurchlässig ausgebildet sein. Darüber hinaus ist die Stabilität des Oberbaus ein Garant für dauerhafte Pflasterfugen. Als Bemessungsgrundlage gelten in Deutschland die Richtlinien für die Standardisierung des Oberbaus von Verkehrsflächen (RStO 01).

Standardbauweise ist die ungebundene Ausführung

Am häufigsten kommt im Pflasterbau die ungebundene Bauweise zum Einsatz. Von der Tragschicht bis zum Fugenmaterial setzt sich dieser Aufbau aus ungebundenem Material zusammen. Die Pflastersteine werden in ein loses Splittbett (empfohlene Körnung 0/5 Sand) eingerüttelt und anschließend mit Brechsand (z.B. Körnung 0/2) verfugt. Die Ausführung der ungebundenen Bauweise wird in der VOB Teil C der DIN 18318 „Verkehrswegebauarbeiten – Pflasterdecken und Plattenbeläge in ungebundener Ausführung, Einfassungen“ beschrieben. Als Ausnahme in diesem Regelwerk werden Entwässerungsrinnen im Straßenverkehr und Randeinfassungen beschrieben, die in gebundener Bauweise ausgeführt werden müssen. In der Vergangenheit hat sich jedoch gezeigt, dass die ungebundenen Bauweisen durch immer stärker werdende Verkehrsbelastungen an ihre Grenzen stoßen. Auch in Anbetracht der zunehmenden Wetterextreme weisen ungebundene Konstruktionen Nachteile auf. Herkömmliche Sandfugen werden schnell „Opfer“ von Wetterphänomenen wie z.B. Platzregen, die das erneute Einfegen des Quarzsandes in die Fugen erforderlich machen.

Vorteile der gebundenen Ausführung

Bei der gebundenen Bauweise erfolgt die Verlegung der Pflastersteine auf eine feste Tragschicht bzw. Bettung. Vorzugsweise werden dafür wasserdurchlässige Drainbetonschichten oder Drainasphalte verwendet. Ein Vorteil der gebundenen Bauweise ist die höhere Belastbarkeit. Diese Ausführung ist vor allem dort notwendig, wo starke Kräfte auf den Belag einwirken, z.B. im Kreisverkehr oder in Schleppkurven. Die vielseitigen Vorteile gebundener Fugenfüllungen basieren auf der engen Bindung, die Fugenmörtel und Pflaster eingehen. So erhält man z.B. ein dauerhaft gleichmäßiges Fugenprofil, das auch starken Beanspruchungen mit hohen Fahrgeschwindigkeiten (Saugwirkung der Reifen), starken Regenfällen und Reinigungsarbeiten mit einem Hochdruckreiniger standhält. Auch die Lärmbelastung ist durch den Fugenabschluss auf Pflasterebene geringer als bei einem ungebunden verlegten Pflaster. Typische Reinigungs- und Instandhaltungsarbeiten wie Entfernen von Moos- und Wildkräuterbewuchs oder Nachverfugen entfallen – die Unterhalts- und Wartungskosten sind somit deutlich geringer.

Ausführung einer drainfähigen Verfugung

Bei den gebundenen Fugenmörteln muss zwischen der drainfähigen und der nicht drainfähigen Ausführung unterschieden werden. Voraussetzung für eine technisch und optisch einwandfreie Verfugung des Pflasterbelages ist in jedem Fall die richtige Einbettung der Pflastersteine. Dazu muss die Bettungsschicht ausreichend wasserdurchlässig und so bemessen sein, dass keine schädlichen Verformungen entstehen. Starre Fugenmörtel können Bewegungen der Steine nicht kompensieren. Abhängig von der Belastung haben sich hier PCI Pavifix 1K, PCI Pavifix 1K Extra für Gehwege, Terrassen und Auffahrten und PCI Pavifix PU für stark beanspruchte Bereiche als sehr geeignet erwiesen. Die erforderliche Fugenfülltiefe liegt – abhängig vom Material und der Beanspruchung – zwischen 25 und 40 mm. Beim Verfugen der Pflastersteine in losem Splittbett hat sich in den letzten Jahren folgende Vorgehensweise bewährt: Im ersten Arbeitsschritt werden zunächst die Pflastersteine in das vorbereitete Bettungsmaterial im gewünschten Format mit dem Hammer festgeklopft. Anschließend erfolgt das Abrütteln des gesamten Belages. Um das Verschieben einzelner Pflastersteine zu vermeiden werden die offenen Fugen mit einem groben Kies gefüllt, was dem Belag ausreichend Stabilität beim Abrütteln gibt. Anschließend muss die ausreichende Fugentiefe wieder hergestellt werden, indem der überschüssige Kies aus den Fugen entfernt wird. Hierzu wird der Kies entweder mit einem geeigneten Sauggerät abgesaugt oder mit einer sogenannten „Fugenhexe“ auf die erforderliche Tiefe mittels Pressluft herausgeblasen und entfernt.

Ausführung einer wasserundurchlässigen Verfugung

Voraussetzung für den Einsatz von zementären wasserundurchlässigen Fugenmörteln ist eine ausreichend feste gebundene Bettung der Pflaster oder Platten. Bei breiteren Fugen kann der Fugenmörtel neben der klassischen Einschlämmmethode für große Flächen auch in der Gießvariante eingebracht werden. Ist das Material angezogen (Fingerkuppentest), wird es abgestochen. Danach wird der Plattenbelag mit einem Schwammbrett abgezogen. Bei der Gießvariante hat sich speziell PCI Pavifix CEM Rapid bewährt. Darüber hinaus kommen für wasserundurchlässige Pflasterbeläge PCI Pavifix CEM ROC und PCI Pavifix CEM Rapid zum Einsatz.

Fazit:

Wenn man sich an das einschlägige Regelwerk hält und sein Handwerk beherrscht, sind wesentliche Voraussetzungen für den sicheren Aufbau von Pflasterbelägen gegeben. Qualitativ hochwertige Baustoffe erleichtern zudem das Gelingen des Bauwerks. PCI bietet für den Pflasterer eine Reihe von Materialien, die, einfach in der Anwendung, wirtschaftliches Arbeiten ermöglichen. Und die Ergebnisse sind nachhaltig. Denn der Pflasterbelag trotzt allen Belastungen.

Tipp:

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