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Foto: Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt
In der Mitte der Trasse in Sachsen-Anhalt kann nun gebaut werden

Autobahnbau

Weiterer Spatenstich für die Nordverlängerung der A 14

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Sachsen-Anhalts Verkehrsminister Thomas Webel und Vertreter der Autobahn GmbH des Bundes gaben den offiziellen Startschuss für den Bau zweier weiterer Abschnitte der A 14.

Die beiden Abschnitte führen von Lüderitz bis Osterburg. Die Strecke von Lüderitz bis Uenglingen (Verkehrseinheit 1.5) ist 13 km lang, das anschließende Stück bis Osterburg (VKE 2.1.) misst knapp 18 km. Bis 2025 sollen zunächst die 6 km bis zur Anschlussstelle Stendal (B 188) fertig sein. Im Jahr 2027 soll der Verkehr dann bis Osterburg rollen. Dann wird auch Stendal durch die westlich gelegene Autobahn vom Durchgangsverkehr entlastet. Für die jetzt begonnenen insgesamt gut 30 Autobahnkilometer sind derzeit Baukosten in Höhe von 330 Millionen Euro veranschlagt, 50 Mio. Euro mehr als ursprünglich angedacht. Zwischen Lüderitz und Stendal müssen 18 Brücken gebaut werden, u.a. müssen damit eine ICE- und 2 DB-Stammstrecken gequert werden. Im Abschnitt von Stendal bis Osterburg müssen 17 Brücken gebaut werden. Aktuell laufen vor Ort in beiden Abschnitten die bauvorbereitenden Maßnahmen, wie Kampfmittelberäumung oder archäologische Erkundungen.

Hohe Umweltstandards

Der Baubeginn wurde von einer symbolischen Baumpflanzung begleitet, was auf die hohen Umweltstandards des Projektes hinweisen sollte. Neben Schutzbauten für Tiere sind umfangreich Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen geplant.

Die insgesamt 97 km Neubautrasse, die in Sachsen-Anhalt verlaufen, gehen mit mehr als 1.000 einzelnen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen einher. Sie ergeben zusammenhängend eine Gesamtfläche von 1.300 ha. Insbesondere Naturschützer gingen und gehen gegen die Autobahn vor. Die beiden noch nicht planfestgestellten Abschnitte werden beklagt. So wurde auch der Spatenstich begleitet von Protesten von Gegnern der Autobahn. Ein Demonstrant besetzte ein Bühne, woraufhin die Veranstaltung in ein vorbereitetes Zelt umzog.

Der Lückenschluss

Der Lückenschluss zwischen den Autobahnkreuzen Magdeburg und Schwerin, den die A-14-Nordverlängerung darstellt, ist der derzeit längste Autobahnneubau Deutschlands. Aktuell sind 53 der insgesamt 155 km langen Neubaustrecke in Betrieb. Die 26 km in Mecklenburg-Vorpommern und die Hälfte der 32 km im Land Brandenburg sind bereits fertig. In Sachsen-Anhalt rollt inzwischen zwischen den Anschlussstellen Wolmirstedt und Tangerhütte auf 15 von insgesamt 97 km der Verkehr. Auf insgesamt 57 km wird nun gebaut.

Foto: LSBB

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Planfeststellungsbeschluss für weiteren Abschnitt der A 14

Mit dem Planfeststellungsbeschluss für einen weiteren Abschnitt der A 14-Nordverlängerung liegen nun die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Weiterbau der Trasse von Lüderitz bis Stendal (Verkehrseinheit 1.5) vor.

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Immer mehr Baustellen rund um die Uhr

Die Zahl der Autobahn-Baustellen, auf denen rund um die Uhr gearbeitet wird, ist im laufenden Jahr deutlich gestiegen. Etwa die Hälfte der Bundesländer verzichtet allerdings nach wie vor auf dieses Instrument.

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