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Foto: Staatskanzlei/Polizei RLP
Rund 200 Mio. Euro wird allein für die Wiederherstellung der Straßeninfrastruktur im zerstörten Ahrtal kosten

LBM_Projektbüro

Zügiger Wiederaufbau der Straßen im Ahrtal

Der rheinland-pfälzische Landesbetrieb Mobilität (LBM) wird für den Wiederaufbau der Straßen und Brücken im Hochwassergebiet ein eigenes Projektbüro mit Sitz im Ahrtal einrichten.

Das Wiederaufbau-Büro des LBM mit Standort im Ahrtal wird sich zentral um den Aufbau der Straßen und Brücken an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen kümmern und sich eng mit den Baulastträgern der übrigen zerstörten Versorgungsinfrastrukturen wie beispielsweise (Ab-)Wasser, Gas oder Telekommunikation sowie dem für Gemeindestraßen verantwortlichen kommunalen Stab abstimmen.

„Wir bündeln alle Kräfte für den Wiederaufbau der Infrastruktur im schwer getroffenen Ahrtal und den Nebentälern“, erläuterte die rheinland-pfälzische Verkehrsministerin Daniela Schmitt. „Der Wiederaufbau der Straßen ist enorm wichtig für die Erreichbarkeit der Regionen, für die Logistik des Wiederaufbaus, für die Lieferketten der Unternehmen. Mit dem neuen Projektbüro des LBM werden wir den Wiederaufbau der Straßen und Brücken so zügig und effizient wie nur möglich gestalten. Wir wollen schnell anpacken und loslegen“, sagte Schmitt.

Viele Stellen

Das neue Projektbüro „Wiederaufbau Ahrtal“ des LBM wird sich ausschließlich dem Aufbau der Straßen und Brücken an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen im schwer getroffenen Ahrtal widmen. Neben der internen Umsetzung bestehender Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LBM ins Ahrtal werden auch Stellen extern zeitnah ausgeschrieben. Zunächst wird es Aufgabe des LBM-Projektbüros sein, die laufende Schadensaufnahme zu komplettieren und die Verkehrswege an Bundes-, Landes- und Kreisstraßen, wo noch nicht geschehen, provisorisch wiederherzustellen, bevor die Wiederaufbauplanung starten kann. Das Projektbüro soll in den nächsten Wochen die Arbeit aufnehmen.

Das Projektbüro, wird organisatorisch an die regionale Dienststelle Cochem-Koblenz des Landesbetriebs Mobilität (LBM Cochem-Koblenz) angegliedert. Als Dienstort ist Sinzig vorgesehen. Derzeit werden geeignete Büroräume gesucht.

Viele Aufgaben

Die Flutkatastrophe hat in den Zuständigkeitsbereichen der regionalen Dienststellen des LBM in Cochem-Koblenz, Gerolstein und Trier weite Teile des Straßennetzes erheblich beschädigt. Aufgrund der Fluten wurde auf über 70 km die Straßeninfrastruktur der Baulastträger Bund, Land und des Landkreises Ahrweiler inklusive der Brücken und Stützwände beschädigt oder zerstört.

Die Kosten zur Beseitigung der Schäden am klassifizierten Straßennetz (Bundes-, Landes-, Kreisstraßen) belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf mindestens 200 Mio. Euro. Diese verteilen sich auf die Baulastträger Bund, Land sowie die betroffenen Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Bernkastel-Wittlich, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel, Trier-Saarburg und der Stadt Trier. Für den Zuständigkeitsbereich des LBM Cochem-Koblenz (insbesondere im Ahrtal), wird derzeit eine bisherige Schadenshöhe von ca. 145 Mio. Euro prognostiziert. Diese Schätzungen sind noch nicht abschließend, da die Schadensermittlung noch andauert.

Neben dem klassifizierten Straßennetz sind die kommunalen Straßen gleichermaßen betroffen. Ebenso das Schienennetz sowie die versorgungstechnische Infrastruktur (Wasser, Gas, Strom). Die Planung sowie der Wiederaufbau aller genannten Infrastrukturprojekte wird eine enge und verzahnte Zusammenarbeit der einzelnen Baulastträger erforderlich machen. Das LBM-Projektbüro vor Ort im Ahrtal dient auch der besseren Koordination mit den verschiedenen Organisationseinheiten.

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