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Foto: Charles Batenburg
Annemieke den Otter.

Interview mit Annemieke den Otter, Ahoy.

Infratech zeigt kompletten Prozess

Interview mit Annemieke den Otter, Ahoy.

Die Infratech feiert vom 11. bis 13. Januar in Essen ein kleines Jubiläum: Sie findet dann bereits zum 5. Mal im Zweijahresturnus in Essen statt. Wird sie an die Erfolge der Vergangenheit anknüpfen können? Aussteller und Veranstalter geben sich optimistisch.

Frau den Otter, sind Messen in Zeiten der Pandemie noch eine geeignete Plattform, um Produktanbieter und interessierte Besucher zusammenzubringen?

Den Otter: Auf jeden Fall! Wir sehen zwar, dass in den vergangenen zwei Jahren viel online stattgefunden hat, doch wir erkennen anhand der zahlreichen Vorab-Besucherregistrierungen für die Infratech 2022, dass es ein sehr großes Interesse unserer Zielgruppe an Live-Messen gibt.

Wie sieht Ihr Hygienekonzept aus?

Den Otter: Das basiert auf der Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen für Corona, die alle vier Wochen aktualisiert wird. Wir können darum noch nicht abschließend definieren, wie sich das Hygienekonzept im Januar nächsten Jahres gestalten wird. Auf Basis der heutigen Bestimmungen wird vor dem Eingang der Halle 3 der 3-G-Check stattfinden. Im Foyer befinden sich dann ausreichend Stationen mit Desinfektionsmitteln. Beim Gang durch die Halle muss ein Mundschutz getragen werden. Wer auf den Ständen der Aussteller sitzt oder steht oder das Vortragsprogramm verfolgt, kann die Maske abnehmen.

Insgesamt sind diese Einschränkungen aus unserer Sicht für die Messebesucher und Aussteller ziemlich entspannt.

Die letzte Veranstaltung hatte unmittelbar vor Corona stattgefunden und erneut Zuwächse bei Ausstellern und Fachpublikum gebracht. Werden Sie im kommenden Januar daran anknüpfen können?

Den Otter: Wir hoffen das sehr und glauben, dass wir den positiven Trend fortsetzen können. Die Basis der Vorabanmeldungen, die deutlich über denen vor zwei Jahren liegt, bestätigt unsere Einschätzung. Aber wir können leider nicht in eine Glaskugel schauen, um zu sehen, wie sich die Pandemie in den vor uns liegenden Wintermonaten entwickelt und welche Auswirkungen das auf die Infratech haben kann.

Insgesamt sind wir jedoch sehr optimistisch, eine erfolgreiche Messe durchführen zu können. Wir werden in dieser Einschätzung von den Ausstellern unterstützt, die darauf brennen, ihre Angebote endlich wieder vor Publikum präsentieren zu können. Wir hatten wegen der Pandemie mit mehr  Hürden gerechnet. Doch gerade der besondere Charakter der Messe, die wohl eine der ersten Messen sein dürfte, die nach Corona in einem halbwegs „normalen“ Rahmen stattfindet, beflügelt alle Beteiligten, sich maximal einzubringen.

Mit wie vielen Besuchern rechnen Sie?

Den Otter: Wir hatten 2020 rund 8.000 Besucher. Wir denken, dass wir dieses Ergebnis erneut erreichen werden. Auf der anderen Seite kommen Besucher mit einer konkreten Kaufabsicht auf die Messe, um zu netzwerken und um qualitative und inhaltliche Gespräche zu führen. Somit steht auch für die Aussteller einer erfolgreichen Messe nichts im Wege. 

Wie ist der aktuelle Stand der Ausstelleranmeldungen?

Den Otter: Da tut sich im Augenblick noch sehr viel. Zurzeit haben 182 Aussteller fest gebucht. Damit liegen wir auf einem von uns erwarteten Niveau. Rund 80% der Standflächen sind bereits jetzt vergeben. Wir sehen vor allem in den letzten Wochen eine große Zunahme an Anfragen und Buchungen, und es werden sicherlich noch einige Spät- und Spontanbucher dazukommen.

Was bietet die Infratech, was andere Messen nicht haben?

Den Otter: Die Infratech bildet in einer Messehalle die komplette Prozesskette des Infrastrukturbaus ab – von der Planung über die Ausschreibung, Vergabe bis hin zum Bauprozess und der Dokumentation. Das ist für diese Branche einmalig. Hier kommen Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen. Dazu spielt der Austausch von Informationen bei unserem inhaltlich anspruchsvollen Vortragsprogramm eine große Rolle. Das alles fokussiert auf eine relativ eng umrissene Thematik, die sich auf klar definierte Zielgruppen konzentriert. Zu guter Letzt bietet die Infratech Innovationen und Trends ein großes Podium mit unserem Innovationspreis und unserem Pionierviertel. In diesem können kleine und neue Unternehmen mit geringem Aufwand an der Messe teilnehmen – Plätze sind hier noch verfügbar

Die Infratech hat neue Partner gewonnen. Wer sind diese, und was bringt das für die Besucher?

Den Otter: Wir sind stolz darauf, dass wir die Autobahn GmbH des Bundes und Straßen NRW mit einem Stand ins Boot holen konnten. Damit haben wir zwei sehr relevante und große Auftraggeber auf die Messe gebracht und geben den Besuchern, also den Auftragnehmern, somit die Möglichkeit, mit diesen in Kontakt zu treten.

Außerdem haben wir weitere Branchenvereinigungen gewinnen können. Da sind zu nennen die Gesellschaft zur Förderung des deutschen Baugewerbes, die den Treffpunkt IT am Bau bespielen wird, sowie die Fachvereinigung Betonrohre und Stahlbetonrohre, FBS.

Welche thematischen Schwerpunkte setzen Sie im begleitenden Vortagsprogramm?

Den Otter: Ein Thema bleibt die Digitalisierung am Bau. Denn hier bedarf es noch erheblicher Kraftanstrengungen, bis diese Branche zum Standard anderer Wirtschaftszweige aufgeschlossen hat.

Dazu kommt die Problematik der Starkregenereignisse, die Teile von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ganz bitter getroffen haben. In diesem Zusammenhang werden Fragen wie nachhaltiges Bauen aufgegriffen und Lösungsansätze gegen die Folgen der urbanen Sturzfluten vorgestellt.

Viele Veranstaltungen laufen aktuell hybrid ab. Auch Sie setzten auf eine mediale Begleitung. Was ist hier konkret geplant, und welche Ziele verfolgen Sie damit?

Den Otter: Vorrangiges Ziel bleibt es, den Besuchern eine Live-Messe als Plattform anzubieten und so den direkten Austausch zu ermöglichen. Daneben möchten wir in unserem Infratech-Studio vor Ort Videos mit messerelevanten Themen produzieren. So können wir die Fragen und Probleme, die auf der Messe diskutiert werden, inhaltlich weiter aufarbeiten und der gesamten Branche zur Verfügung stellen.

Und wie erreichen Sie mit diesen Videos Ihre Zielgruppe?

Den Otter: Wir nutzen dazu alle denkbaren digitalen Kanäle wie unsere Web-Seite, Social Media, Newsletter und unsere Medienpartner, mit denen wir sehr eng zusammenarbeiten.

www.infratech.de

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Foto: Volker Müller Annemieke den Otter (r.) bei einer Beiratssitzung zur Infratech 2022.
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Foto: Volker Müller Abstimmung des Vortragprogramms zur Infratech.
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Foto: Volker Müller Die Infratech 2020 war gut besucht.
Foto: Logo: Easyfairs Switzerland

Archiv

Fachmesse zeigt Prozesstechnik

Die mittlerweile 5. Fachmesse für Granulat-, Pulver- und Schüttguttechnologien zeigt die gesamte Bandbreite der mechanischen Verfahrenstechnik. Der Anspruch der Veranstalter lautet: „Für jeden Prozess die richtige Technik“ zu zeigen. Der zentrale Branchenevent für Entscheider und Anwender aus verschiedenen Industrien bietet einen Mix aus Fachausstellung und Wissenstransfer auf einer Innovation-Center-Bühne.

Gert-Jan van den Nieuwenhoff.
Foto: cbimages.eu

Interview mit Gert-Jan van den Nieuwenhoff

Die Infratech ist etabliert

Die Vorbereitungen zur Infratech 2020 vom 14. bis 16. Januar in Essen laufen auf Hochtouren. Und die Veranstalter sind sehr erfolgreich. Es gibt deutlich mehr Aussteller als noch vor zwei Jahren. Auch das begleitende Programm mit Kongressen, Fachtagungen und Vorträgen wurde weiter ausgebaut. Zudem bietet die Messe eine Plattform für den interessierten Fachkräftenachwuchs.

Foto: Foto: MWAEV

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Komplettierung der A 8

Nach jahrzehntelangem Einsatz startete die Komplettierung der A 8 bei Merzig. Anke Rehlinger, Saarlands Ministerin für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, nahm gemeinsam mit Norbert Barthle, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, den Spatenstich für das 44 Millionen Euro Bauprojekt vor.

Foto: Foto: DBT/Werner Schring

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Verkehrsausschuss komplett

Der Bundestag hat seine Ausschüsse gebildet. Der Ausschuss für Verkehr und digitale Infrastruktur ist mit 43 Mitgliedern der fünftgrößte unter den 28 Ausschüssen, dem Cem Özdemir vorsteht.

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