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Deutschlands höchste Brücke wieder fit

Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann und Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, gaben gemeinsam symbolisch den Verkehr auf der Kochertalbrücke bei Geislingen wieder frei.

Die Kochertalbrücke wurde nach über 30 Jahren grundlegend saniert. Zum Abschluss der Hauptbauarbeiten der Instandsetzung und Ertüchtigung der Brücke wurde eine neu gestaltete Info-Tafel zum Bauwerk und zur Baumaßnahme enthüllt.

Bei den routinemäßig durchgeführten Bauwerksprüfungen waren zahlreiche Schäden und Mängel festgestellt worden, die eine Instandsetzung der Brücke notwendig machten. Zusätzlich zur Ertüchtigung wurde geplant, das Lastniveau der Brücke anzuheben und an das derzeit gültige Regelwerk anzupassen. Die Instandsetzung und Ertüchtigung der Kochertalbrücke erfolgte in drei Bauphasen unter Verkehr mit Aufrechterhaltung der jeweils beiden vorhandenen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. Die Arbeiten wurden Ende Juni 2013 begonnen. Restarbeiten im Hohlkasten in der Brücke finden noch bis Anfang 2016 statt.

Nach der Instandsetzung und Ertüchtigung wird die Kochertalbrücke weiterhin mit zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung und Standstreifen betrieben. Im Zuge des sechsstreifigen Ausbaus der A 6 ist vorgesehen, die Kochertalbrücke mit drei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ohne Standstreifen zu nutzen.

Die Instandsetzung und Ertüchtigung hat gezeigt, dass die Nutzbarkeit vorhandener Bausubstanz durch innovative und kreative Ingenieursleistungen nachhaltig verlängert werden kann. Dazu wurde die Brücke mit zusätzlichen Betonstegen und Bodenplatten verstärkt und somit die Tragfähigkeit deutlich erhöht. Die Nominierung für den Deutschen Brückenbaupreis 2016 wertete Hermann als „großes Zeichen der Anerkennung“. Das Bundesverkehrsministerium finanziert die Gesamtbaukosten der Sanierung von 22,4 Mio. Euro komplett aus dem Sonderprogramm Brückenertüchtigung.“

Die Kochertalbrücke befindet sich auf dem Streckenabschnitt der A 6 zwischen Heilbronn und Nürnberg und stellt als Teilstück der Europastraße E 50 zwischen Brest (Frankreich) und Machatschkala (Russland) ein wichtiges Verbindungsstück zwischen West- und Osteuropa dar. Sie überbrückt auf einer Länge von 1.128 m das Kochertal sowie zwei Straßen. Mit einer maximalen Höhe von 185 m ist das Bauwerk die höchste Talbrücke in Deutschland. Der höchste Brückenpfeiler hält mit 178 m bislang den weltweiten Höhenrekord für Pfeiler von Balkenbrücken und überragt sogar den höchsten Kirchturm der Welt des Ulmer Münsters um 6 m. Fortschrittliche technische Verfahren wurden erstmals beim Neubau von 1976 bis 1979 eingesetzt.

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