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Kramer: „Oktoberfest der Innovationen"

Lederhose und Dirndl ausdrücklich erwünscht: Zünftig ging es zu bei der Vorstellung neuer Maschinen bei Kramer in Pfullendorf. Das „Oktoberfest der Innovationen" im großen Festzelt moderierte Geschäftsführer Karl Friedrich Hauri. Bei Blasmusik, Bier und deftiger Brotzeit verfolgten rund 2.000 Gäste die Vorstellung der neuen Radlader, Teleradlader und Teleskoplader.

Tags drauf wurden die Maschinendetails im Kramer-Werk mit Vorträgen und Vorführungen erläutert. Für alle Maschinen des Herstellers gilt ab sofort die Änderung der Typenbezeichnungen: Statt 50er und 80er Serie lauten die Bezeichnungen nun schlicht 5 oder 8. Dabei steht die 5 für die Economy- und die 8 für die Premium-Ausführung.

Lader-Generation mit Abgasstufe 3B

Kramer bringt die ersten Radlader und Teleradlader der Abgasstufe 3B heraus und überarbeitet auch den Markennamen und die Maschinenbezeichnungen. „Im Zuge der zunehmenden Internationalisierung haben wir uns dazu entschieden, unseren Markennamen zu vereinfachen: Künftig steht die Marke Kramer allein, ohne den Zusatz Allrad. Unsere Kunden sprechen ohnehin von Kramer, und ein kürzerer Name kann besser auf unseren Produkten positioniert werden“, meint Karl Friedrich Hauri, Sprecher der Geschäftsführung der Kramer-Werke GmbH. „Im gleichen Schritt passen wir unsere Maschinenbezeichnungen an, damit unsere Kunden die Größenklassen besser zuordnen können.“

So steht 8095T z. B. für ein Produkt der 8er-Serie, also Premium, mit 0,95 m³ Schaufelinhalt; das T steht für Teleradlader.

Die neue Radladergeneration

Die neuen Radladermodelle der 5er-Serie, 5075, 5085, 5085T und 5095 mit Schaufelgrößen von 0,75 bis 0,95 m³ wurden vollständig überarbeitet: Von der Kabine über den Motor bis hin zum Antriebsstrang wurden die Radlader weiterentwickelt. Die zentrale Komponente der größeren Modelle 5085T und 5095 ist ein ladeluftgekühlter 4-Zylinder-Turbomotor mit 55 kW bzw. 75 PS Leistung. Im Vergleich zu den Vorgängermotoren konnte hier das Drehmoment um bis zu 17% erhöht werden, was eine deutlich kraftvollere Leistungsentfaltung mit sich bringt. Für Bauunternehmer ebenso wichtig wie die Leistung: Mit dem neuen Motor sind sie effizienter im Einsatz, da dank des wartungsfreien Diesel-Oxidationskatalysators (DOC) keine Stillstandzeiten entstehen. Denn mit DOC ist – im Vergleich zur alternativen Technologie mit Dieselpartikelfilter (DPF) – keine aktive Freibrennung nötig. Ein zusätzlicher Vorteil von DOC ist die Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs. Generell sparen Unternehmer mit den neuen Modellen deutlich an Kraftstoff ein. Der Hersteller spricht von rund 10%

Im Rampenlicht der engen Bhne demonstriert der 5055 seine Wendigkeit.Foto: Fotos: baunetzwerk.biz/Mller

Für mehr Flexibilität im Einsatz kann der größte Radlader 5095 mit der Volvo-TPV-Schnellwechselplatte ausgestattet werden. Außerdem sind für einige Rad- und Teleradladermodelle künftig auch Schnellwechselplatten im Kompaktlader-Standard (SSL-Schnellwechselplatte) – also kombiniert mit Fasterblock und 14-poligen Steckdosen – erhältlich. Außerdem wird nun für die Radlader 5055 und 5065 optional die Common-Rail-Technologie und DPF angeboten. Die Technologie sorgt für eine verbesserte Laufruhe des Motors sowie geringere Geräuschbelastungen. Gerade für den Einsatz in Kommunen oder bei Indoor- Anwendungen in der Industrie zahlt sich das System aus. Die beiden Radlader bieten zudem eine intuitive Bedienung: Durch die Anordnung der Bedienelemente auf der rechten Kabinenseite hat der Fahrer alle wichtigen Funktions- und Überwachungsinstrumente, wie etwa die Abgasreinigungstemperatur und die Regeneration des Diesel-Partikelfilters, stets im Blick.

Die 5er-Serie von Kramer umfasst insgesamt sieben Modelle mit einer Schaufelgröße von 0,35 bis 0,95 m³. Bei der neuen Kabinenausstattung wurde großer Wert auf Komfort- und Ergonomieaspekte gelegt. Das gesamte Design und die Anordnung der Bedienelemente wurden so gestaltet, dass der Fahrer sich intuitiv zurechtfindet.

Die beiden Kramer-Geschftsfhrer Karl Friedrich Hauri und Martin Eppinger erlutern Details zu den neuen Maschinen.Foto: Foto: baunetzwerk.biz/Mller

Multifunktionsjoystick, Handgas, Langsamfahreinrichtung und Laststabilisator sind so in der Kabine platziert, dass der Fahrer sie bequem erreichen kann. Die größeren Radlader ab Modell 5075 verfügen zudem optional über drei Lenkarten: Je nach Anforderung kann die Maschine in Allrad-, Vorderrad- oder Hundeganglenkung gefahren werden. Flexibilität und Manövrierfähigkeit nehmen damit weiter mehr zu. Für alle Modelle der 5er-Serie ab dem Radlader 5055 bietet der Hersteller optional eine lange Ladeanlage an. Die neuen Radlader der 5er-Serie sind ab März 2015 verfügbar.

Radlader der Premium-Serie

In der Premiumserie – ehemals 80er- nun 8er-Serie – werden die sieben Radladermodelle von 8075 bis 8115 neu eingeführt. Auch bei diesen Maschinen werden moderne Motorentechnologie, jahrzehntelange Erfahrung und Know-how in der Entwicklung allradgelenkter Radlader vereint. Bei diesen Modellen kommt eine neue Motorengeneration, mit drei unterschiedlichen Motorvarianten, zum Einsatz. Im Radlader 8075 arbeitet ein Yanmar-Motor mi 35 kW. Dieser entspricht den Anforderungen der Abgasstufe IIIA. Die anderen sechs Radlader- bzw. Teleradladermodelle 8085, 8085T, 8095, 8095T, 8105 und 8115 sind serienmäßig mit dem Deutz-Motor TCD 2.9 mit einer Leistung von 55 kW ausgestattet. Die Abgasnachbehandlung erfolgt über die DOC-Technik, die komplett wartungsfrei ist. Im Vergleich zum Vorgängermodell werden mit diesem Motor etwa 17% mehr an Drehmoment und bei Nennleistung rund 10% weniger Kraftstoffverbrauch erreicht. Der Motor wird bei den größeren Modellen der Serie, wie den Rad- und Teleradladern 8105, 8115 und 8095T, optional mit 100 PS angeboten.

In der Premiumserie ? nun 8er-Serie ? werden die sieben Radladermodelle von 8075 bis 8115 angeboten.Foto: Foto: baunetzwerk.biz/Mller

Ebenfalls optional: Die Leistungshydraulik Powerflow, die für nahezu alle Modelle der 8er-Serie angeboten wird. Der Anwender kann damit auch leistungsstarke hydraulische Anbaugeräte wie Asphalt- oder Schneefrässchleudern mit bis zu 120 l Volumenstrom problemlos betreiben. Eine Neuheit bei den Teleradladern ist die Endlagendämpfung, die Fahrer und Maschine schont, indem sie das sichere Bewegen der Ladung unterstützt und beim Ein- bzw. Austelekopieren zu mehr Komfort für den Fahrer und zu einer geringeren Maschinenbeanspruchung beiträgt. Für schnelles und flexibles Rangieren verfügen die Radlader der Modelle 8075 bis 8115 optional über die drei Lenkarten Allrad-, Vorderrad- oder Hundeganglenkung. Für einige Modelle der 8er-Serie bietet der Hersteller zudem optional eine lange Ladeanlage und die Volvo-TPV-Schnellwechselplatte an.

Die Kramer-Radlader basieren auf dem Prinzip des ungeteilten Rahmens, der für höhere Standsicherheit sorgt. Sowohl beim Fahren auf unebenem Gelände als auch beim Manövrieren großer Gewichte bei vollem Lenkeinschlag ist der Radlader besonders standsicher. Die Allradlenkung sorgt für enge Wenderadien von 1,9 und 2,9 m und damit für eine hohe Wendigkeit. Dadurch eignen sich diese Maschinen auch für Arbeiten auf engem Raum und erleichtern so dem Fahrer die Arbeit. Die Radlader können optional auch als Zugmaschine zugelassen werden.

Teleskoplader 3007 und 3507
Maschinenvorfhrung im DemogelndeFoto: Kramer Maschinenvorfhrung

Parallel wurde in diesem Jahr die Teleskoplader-Serie ausgebaut und um die zwei Teleskoplader 3007 und 3507 mit Hubhöhen von bis zu 7 m erweitert. Die Teleskoplader 3007 und 3507 mit einem Betriebsgewicht von 6,7 und 6,95 t bewältigen danke ihres Motors mit 122 PS (90 kW) Nutzlasten von bis zu 3 beziehungsweise 3,5 t. Dank Allradlenkung liegt der Wenderadius bei nur 3,8 m. In Kombination mit einer Breite von 2,3 m sind die beiden Modelle sehr beweglich und können auch in engen Einsatzgebieten problemlos manövrieren.

Die neuen Teleskoplader verfügen über die Kramer-typischen Konstruktionsmerkmale. Ein niedriger Schwerpunkt bringt hohe Standsicherheit. Der Teleskoplader 3007 beschleunigt mit dem serienmäßigen Hydrostat-Antrieb stufenlos von 0 auf maximal 30 km/h. Optional kann auch das Modell 3507 mit dem Ecospeed-Getriebe ausgestattet werden, womit die Maschine stufenlos von 0 auf 40 km/h beschleunigen kann. Treibstoffsparendes Fahren und Arbeiten ermöglicht zudem die automatische Motordrehzahlanpassung der Ecospeed-Version. Gemäß der aktuellen Abgasstufe 3B, fahren die beiden Teleskoplader mit neuer Motorentechnik und mit einem Dieseloxidationskatalysator (DOC). Dabei sind die Abgasnachbehandlung und die dazugehörigen Komponenten wartungsfrei – das bedeutet, dass die Maschine keine Stillstandzeiten benötigt und mehr Zeit im Einsatz verbringen kann.

Mehr Sicherheit für Fahrer und Maschine bietet das Fahrerassistenzsystem Smart-Handling in der zweiten Generation, das auf die Anforderungen der neuen Maschinen hin optimiert wurde. Während im Schaufelmodus der Teleskoparm beim Absenken automatisch eingezogen wird, teleskopiert die Maschine im Stapelmodus beim Heben und Senken selbständig ein und aus. Dabei bewegt sich die Schnellwechselplatte immer auf einer vertikalen Linie. So bleibt der Schwerpunkt der Last unverändert, und der Teleskoplader arbeitet mit hoher Sicherheit. Im manuellen Modus werden die hydraulischen Funktionen beim Erreichen der Überlast gestoppt, der Fahrer muss die Last manuell reduzieren, z.B. durch Einteleskopieren.

Rund 2.000 Besucher lockten die Kramer-Neuheiten nach Pfullendorf.Foto: Foto: baunetzwerk.biz/Mller

Das Bedienen der Teleskoplader 3007 und 3507 erleichtern durchdachte Funktionen und Technologien. Die große Auswahl an Anbaugeräten erhöht die Vielseitigkeit der Maschinen und macht Unternehmer flexibler. Damit der Fahrer die Teleskoplader intuitiv bedienen und präzise steuern kann, wurde ein ergonomischer Schieberegler für Handgas und Langsamfahreinrichtung direkt an der Joystickkonsole angebracht. Die jeweils erforderliche Hydraulikölmenge wird individuell geregelt und ist für jeden Steuerkreis anpassbar. Das An- und Abkoppeln der Anbaugeräte erleichtert ein einzigartiger außenliegender Druckentlastungsmechanismus, und die von Kramer entwickelte Smart-Loading-Funktion erlaubt eine schnelle und automatische Rückführung der Schaufel und anderer Geräte auf die jeweilige Sollposition.

Eine Endlagendämpfung in Hub-, Teleskop- und Kippzylindern schützt die Maschine und den Fahrer vor Erschütterungen. Die Kabinen bieten darüber hinaus standardmäßig einen hohen Arbeitskomfort. Dass die Kabine zu einem komfortablen Arbeitsplatz wird, dafür sorgen auch die hängenden Pedale und der niedrige Geräuschpegel von 79 dBA bei einer Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h. Neu sind auch weitere optionale Funktionen wie die permanente Ölstandüberwachung für das Hydrauliköl, zusätzliche Halogen- oder LED-Scheinwerfer für Nachtarbeiten sowie ein vergrößerter Stauraum hinter dem Fahrersitz mit einem Volumen von 23 l inklusive Kühlung.

Teleskoplader mit Hubhöhen bis 9 m
Standfest auch in Schrglage. Der 8105 zeigt, was in ihm steckt ?Foto: Foto: baunetzwerk.biz/Mller

Die drei Teleskoplader 4407, 5507 und 5509 bewältigen Nutzlasten zwischen 4,3 und 5,5 t und erreichen Hubhöhen von 7 bis 9 m. Damit sind sie die stärksten Teleskoplader des Baumaschinenherstellers. Zudem sind sie emissionsarm und treibstoffsparend und ermöglichen dank Ecospeed-Getriebe ein bequemes und wirtschaftliches Arbeiten. Mit Ecospeed lässt sich die Geschwindigkeit stufenlos von 0 auf 40 km/h steigern ohne Zugkraft einzubüßen. Die automatische Motordrehzahlanpassung Smart Driving ermöglicht treibstoffsparendes Fahren, da sich die Motordrehzahl bei gleichbleibender Geschwindigkeit auf 1.800 U/min absenkt.

Für den Fahrer besonders interessant ist die einfache Bedienbarkeit der Teleskoplader: So sorgt eine ergonomische Joystickkonsole mit 16 Funktionen dafür, dass er die hydraulischen Anbaugeräte präzise steuern kann. Die Schaufelrückführautomatik ermöglicht das schnelle Erreichen der Sollposition von Anbaugeräten. Durch die Druckentlastung direkt neben der Schnellwechselplatte ist das An- und Abkoppeln der hydraulischen Anbaugeräte mit wenigen Handgriffen erledigt. Die notwendige Ölmenge kann individuell reguliert werden und ist für jeden Steuerkreis über ein Potentiometer und Display anpassbar.

Die Kabine wurde ergonomisch und funktional gestaltet. Der Joystick ist beispielsweise direkt am Sitz angebracht, sodass ihn der Fahrer bequem bedienen kann. Farblich codierte Schalter vereinfachen die Bedienung zusätzlich. Des Weiteren sorgen ein niedriger Geräuschpegel in der Kabine (78 dBA bei 40 km/h) für stressfreies Arbeiten. Die großflächige Panoramaverglasung bietet dem Fahrer eine gute Rundumsicht

Die Allradlenkung sorgt auch bei diesen Teleskopladern für kleine Wenderadien zwischen 3,75 und 4,35 m. Hier kommen auch die schnellen Ladezyklen zum Tragen: Der Teleskoparm mit Hubhöhen von bis zu 9 m sorgt für ein einfaches Befüllen von Lagerbereichen, auch in großen Höhen. An Reichweite schaffen die drei Modelle bis zu 3,8, 3,9 bzw. 4,8 m.

Unter schweren Arbeitsbedingungen macht sich die Loadsensing-Arbeitshydraulik verdient. Die Hub-, Teleskop- und Kippzylinder sind mit Endlagendämpfung ausgestattet und schonen so Maschine und Fahrer vor Erschütterungen.

Das Smart Handling-Überlastsystem der zweiten Generation stellt drei unterschiedliche Arbeitsmodi zur Verfügung, die Fahrer und Maschine schützen und für mehr Komfort im Arbeitsablauf sorgen. Im Schaufelmodus zieht der Teleskoparm beim Absenken automatisch ein und kann so im abgesenkten Zustand maximale Schub- und Reißkräfte aufnehmen. Beim Stapelmodus teleskopiert die Maschine beim Heben und Senken selbständig ein und aus, während sich die Schnellwechselplatte auf einer vertikalen Line auf und ab bewegt. So gelingt das Stapeln von Materialien schneller und sicherer. Im manuellen Modus werden die hydraulischen Funktionen beim Erreichen der Überlast gestoppt, der Fahrer muss die Last manuell reduzieren, z. B. durch Einteleskopieren.

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