Mecklenburg-Vorpommern

Kurzarbeit im Straßenbau

Aufgrund von Auftragsrückgängen am Bau haben laut Branchenverband in Mecklenburg-Vorpommern erste Unternehmen Kurzarbeit angemeldet. Betroffen ist der Straßenbau.

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Die Umsatzsteigerung der Branche betrug im Zeitraum Januar bis Juli 2019 zwar 25,8 % im Vergleich zum Vorjahr, sie geht aber seit Monaten kontinuierlich zurück. Sie setzte sich im Juli nicht so fort, wie es notwendig wäre, um den Investitionsstau in Mecklenburg-Vorpommern abzubauen.

„Leider greifen die Investitionsankündigungen der Öffentlichen Auftraggeber ins Leere“, so der Hauptgeschäftsführer des Bauverbandes Mecklenburg-Vorpommerns, Jörg Schnell in Schwerin. Die öffentliche Hand hat im Juli 34,1 % weniger Aufträge ausgelöst als im Juli 2018. Der Straßenbau ist mit minus 40,2 % besonders stark betroffen.

Diese Zahlen belegen statistisch was die Unternehmen seit geraumer Zeit beklagen, nämlich dass nur geringe Auftragszuwächse vorhanden sind und das Polster, das zu Beginn des Jahres vorhanden war, abschmilzt.

Auftragseingang

Die Auftragseingänge gingen im Juli im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 8 % zurück. Erschreckend sind die Zahlen beim Öffentliche Bau (-34,1 % insgesamt weniger, -40,2 % im Straßenbau). Die Branche fragt sich, wer dafür verantwortlich ist, so mit öffentlichen Mitteln umzugehen. Wenn entsprechend der Bekundungen der Politik genügend öffentliche Investitionsmittel vorhanden sind, kann es nicht hingenommen werden, dass diese nicht in Aufträge umgesetzt werden.

„Es kann nicht sein, dass Firmen, nur weil Baugenehmigungen und Planungen nicht kontinuierlich bearbeitet werden, Kurzarbeit anmelden müssen. Hier muss endlich die Politik einschreiten und Genehmigungsverfahren vereinfachen und Vorratsplanungen in Auftrag geben. Bekundungen, dass das Geld vorhanden sei, helfen unserer Branche nicht, wenn daraus letztlich keine Aufträge entstehen", so Schnell weiter. Der Investitionsstau im Land droht sich weiter zu vergrößern.

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