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Foto: David Spoo

Kennen Sie die bauma – Teil 3:

Logistische Meisterleistungen

Es gibt kaum einen Artikel über die bauma, in dem nicht Superlative verwendet werden, um die Messe zu beschreiben. Wirklich gigantisch ist der logistische Aufwand der betrieben werden muss, damit zum Messestart jedes Exponat am vorgesehenen Platz steht.

Vor allem die Großmaschinen, die nicht alle Tage zu sehen sind, erweisen sich bei jeder bauma-Ausgabe als Publikumsmagnet Eine solche, einfamilienhausgroße Maschine ist der Mining-Bagger PC4000-11. Normalerweise ist Komatsus größtes Ausstellungsstück der diesjährigen bauma-Ausgabe für Maschinentests, Kundenvorführungen und Technikerschulungen im Steinbruch der Kalkwerke Oetelshofen bei Wuppertal beheimatet. Nun wurde die 400 t schwere und 1.400 PS starke Maschine auf ein Dutzend Tieflader sowie mehrere Lkw verteilt und nach München gebracht.

150 Tieflader bringen die Exponate

Bei Wirtgen wurden für die diesjährige bauma-Ausgabe allein 150 Tieflader benötigt, um die Exponate und Komponenten an das Ausstellungsgelände zu liefern. Waren es zur bauma 2016 insgesamt 13.000 Lkw und mehr als 600 Schwertransporte, die auf das Messegelände rollten, dürften es in diesem Jahr noch etliche mehr werden. Die Transporte finden meist in den Nachtstunden statt, denn tagsüber würden sie einen Zusammenbruch der ohnehin verkehrsgeplagten Autobahnen rund um die bayerische Landeshauptstadt verursachen. Ein 70 t schwerer Volvo-Bagger wurde 2016 auf einem über 30 m langen und 4 m breiten Tieflader nach München gebracht. Als dabei Brücken passiert wurden, mussten auf Anordnung der Straßenverkehrsbehörden teils alle drei Spuren der A9 für den nachfolgenden Verkehr gesperrt werden – es versteht sich von selbst, dass dies tagsüber gar nicht möglich ist. Die Herausforderungen an die Lieferlogistik enden allerdings nicht an den Toren des Messegeländes. Durch ein ausgeklügeltes Check-In-System wird sichergestellt, dass am Bestimmungsort der Maschine gerade Platz für die Anlieferung ist, denn Staus auf dem Gelände würden den Fortschritt der Aufbauarbeiten massiv behindern.

Der Aufbau beginnt im November

Seit November 2018 werden große Baumaschinen auf das Gelände der Messe München gebracht, wo an den Ständen von Ausstellern wie Liebherr, Wirtgen oder Zeppelin bereits reges Treiben herrscht. Manche der Maschinen müssen so früh geliefert werden, da die Stände um sie herum entstehen und einige Stände sind so groß, dass ihr Aufbau so frühzeitig starten muss. Zum Konzept des 13.500 m2 großen Messestands von Liebherr gehört seit 2010 ein zweiteiliger, mehrstöckiger Gebäuderiegel mit einer Bruttogesamtfläche von mehr als 5.000 m2, der einem Shop, einem Café, Lounges und Konferenzräumen Platz bietet. Das vom Architekturbüro Kauffmann Theilig & Partner entworfene leicht wirkende Ensemble wird auf Fundamente aufgesetzt, die sich dauerhaft im Grund des Ausstellungsgeländes befinden. 70 km Kabel werden allein auf diesem Messestand verlegt. Es ließen sich viele weitere unglaubliche Zahlen nennen – so stand etwa Benninghovens Asphaltmischturm bei der bauma 2016 auf einem Fundament aus 700 t Beton.

Wenn die bauma 2019 für die Besucher schließlich am Abend des am 14. April zu Ende geht, wartet noch viel Arbeit auf das Abbaupersonal. Bis zum 24. April sollen die Arbeiten in den Hallen erledigt sein, auf dem Freigelände wird es noch länger dauern - hier kann bis zum 6. Mai gearbeitet werden. Vom ersten Handschlag bis zum besenreinen Verlassen des Geländes wird dann ein halbes Jahr vergangen sein. Die Planer der Messe und der Unternehmen sind noch weitaus länger mit der weltgrößten Baumaschinenmesse beschäftigt.

Lesen Sie in der kommenden Ausgabe unserer bauma-Serie, wie oft die bauma umzog und ob mit dem Messegelände in Riem ein dauerhafter Standort gefunden wurde.

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