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Mit neuem IT-System in die Zukunft

Ein neues IT-System für den Betrieb der Verladeanlage bei der Kies- und Baustoffwerke GmbH & Co. KG beinhaltet dank des Service-Pakets auch künftige Aktualisierungen und Anpassungen.

„Wir wollten ein neues IT-System für den Betrieb unserer Verladeanlage, das technisch auf dem aktuellsten Stand ist und einfach an verschiedene Anforderungen angepasst werden kann, auch wenn diese jetzt noch nicht benötigt und daher auch nicht genau beschrieben werden können“, erläutert Dr.-Ing. Claus Heidecke, Geschäftsführer der Kies- und Baustoffwerke GmbH amp; Co. KG aus Barleben. Bisher habe man hier mit einer EDV-Lösung gearbeitet, die vor über 20 Jahren eingeführt wurde, aus heutiger Sicht nur noch wenig komfortabel und sich nur wenig aktualisieren ließ. Die Kies und Baustoffwerke Barleben gehören zum Hülskens Firmenverband mit Sitz in Wesel, einem Familienunternehmen mit einer über 100-jährigen Tradition in der Gewinnung, Aufbereitung und Vermarktung von Kies und Sand. Bis zu 1,5 Mio. t Sand und Kies jährlich werden durch Nassgewinnung in drei Tagebauen der Kies- und Baustoffwerke Barleben aufbereitet und fast vollständig lokal vermarktet.

Bei seinen Recherchen für das neue Verladesystem stieß Dr. Heidecke auf die Praxis EDV-Betriebswirtschaft- und Software-Entwicklung AG aus dem thüringischen Pferdingsleben. Mit der „WDV 2017“ wurde hier eine kaufmännische und betriebswirtschaftliche Lösung angeboten, die bei voller Nutzung von der Ausschreibung über die Waage, Vertriebsarbeit, Angebot, Auftrag bis letztendlich zum wirtschaftlichen Controlling reicht. „Da wir im Unternehmensverbund aber mit einem sehr gut eingeführten, umfangreichen und gruppenübergreifenden Standardsoftwarepaket arbeiten, nutzen wir nur einen Teil von der WDV-Software.“ So wurde nach der Installation als eine der ersten Maßnahmen von dem Software-Spezialisten eine Schnittstelle gebaut, um einen reibungslosen Datenaustausch mit dem vorhandenen SAP-System zu ermöglichen.

Überzeugender Support

Der große Unterschied zu anderen vergleichbaren Anbietern sei der „Support“, den das Unternehmen aus Pferdingsleben zu allen Produkten liefere. Neben individuellen Anpassungen der Software an die betriebliche Praxis in Barleben würden kontinuierlich Aktualisierungen bei neuen Normen und Vorschriften erfolgen. Von wichtiger Bedeutung sei auch eine lückenlose Dokumentation zu den erfassten und verarbeiteten Daten des Verladesystems, die beispielsweise von den Steuerbehörden auch gefordert wird. Diese Qualifikation wurde in verschiedenen mitgelieferten Zertifikaten auch von offiziellen Stellen bestätigt. Dazu komme eine umfangreiche und durchdachte Schulung, die von den Mitarbeitern sehr gut angenommen wird.

Auch der eigentliche Wechsel und die praktische Einführung seien „sehr gut“ gelaufen. „Der Übergang erfolgte reibungslos, so dass es zu keinem Bruch kam“, ist Dr. Heidecke zufrieden. Um die nächsten Jahre möglichst gut abzusichern, habe man ein mehrjähriges komplettes Service-Paket gekauft, welches alle Aktualisierungen und Anpassungen beinhaltet.

Mit einer eigenen Chipkarte kann sich Andreas Voigt im System anmelden.Foto: Foto: Michael Schlutter

Geringerer Aufwand

Die Bedienung durch die Fahrer der Lkw ist im Wesentlichen vom Ablauf her gleich geblieben, was wichtig für die schnelle Akzeptanz des neuen Systems war. „Jeder Fahrer hat eine eigene Chipkarte, mit der er sich aus dem Fahrzeug heraus an einem Scanner identifizieren und anmelden kann. Über ein Menü auf einem Touchscreen kann er dann selbständig die Art und Menge seiner Beladung festlegen“, erläutert Andreas Voigt, der mit seinem Fuhrbetrieb und Baustoffhandel seit 1998 für das Unternehmen Kies und Sand an Vertragskunden ausliefert. Für alle vom Kunden gewünschten Kiessandgemische sind Rezepturen hinterlegt, die sofort abgerufen werden können. Nach Bestimmung des Fahrzeugleergewichtes ermittelt das System die zulässige Gesamttonnage und der Beladevorgang kann an einer Anzeige verfolgt werden. Nach etwa vier Minuten ist das Fahrzeug fertig beladen und an der Ausfahrt des Beladebereiches erhält der Fahrer aus einer Entnahmeklappe des Druckerterminals die vom Kunden individuell angeforderte Anzahl der Lieferscheine. „Früher musste von der Spedition immer ein unterschriebener Lieferschein zurück an das Kieswerk. Das ist jetzt nicht mehr notwendig, da jetzt alles digital verwaltet wird“, freut sich Voigt über den geringeren Aufwand.

Das System wurde nicht unter der Zielvorgabe verbesserter Kosteneffizienz eingeführt. Leitmotiv war und ist die Umstellung auf ein zukunftssicheres Verladesystem mit ausgezeichneten und verlässlichen Support gepaart mit der Möglichkeit weitere Standorte zu integrieren und zentral zu verwalten.
„Wir würden diese Entscheidung wieder so treffen“, lautet Dr. Heideckes Fazit nach inzwischen zehn Monaten Regelbetrieb und sechs Wochen Einführungs- und Testphase. Bereits jetzt stehen Überlegungen an, das System in einem weiteren Kieswerk einzuführen.

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