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Seit dem 11. April fährt der Verkehr über die Baustellenbrücke
Foto: Astra
Seit dem 11. April fährt der Verkehr über die Baustellenbrücke

Baustellen

Mobile Brücke über die Baustelle im Einsatz

Bei der Sanierung auf der Schweizerischen A 1 zwischen Recherswil- und Luterbach wird erstmals die „Astra-Bridge“ eingesetzt. Seit heute fährt der Verkehr über eine mobile Brücke, während darunter die Bauarbeiten laufen.

Hintergrund für die Entwicklung der Brücke ist, dass Unterhaltsarbeiten auf Autobahnen mit Einschränkungen von Spuren mittlerweile wegen des starken Verkehrsaufkommens tagsüber kaum mehr möglich sind. Doch auch die Zeitfenster für Nachtarbeiten werden immer kürzer. Die mobile Astra-Brdge dient dazu, eine Sanierung des Fahrbahnbelags auf der Autobahn zu ermöglichen, ohne den Verkehr zu behindern oder einen Stau zu erzeugen. Denn: Oben wird gefahren, unten gebaut.

Die Astra-Bridge sorgt nicht nur für eine hohe Verkehrskapazität. Durch die räumliche Trennung von Baustelle und Fahrbahn erhöht sie die Arbeitssicherheit für die Bauarbeiter.

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Im Arbeitsraum unterhalb besteht beste Sicherheit für das Baustellenpersonal
Foto: Astra
Im Arbeitsraum unterhalb besteht beste Sicherheit für das Baustellenpersonal

Die Brücke auf Rädern besteht aus einer Auffahrrampe, 18 Portalen, 19 Zwischenstücken und eine Abfahrrampe. Die Entscheidung zum Bau der Brücke fiel 2019. Im Herbst letzten Jahres wurde sie zum ersten Mal aufgebaut und getestet. Die „Astra-Bridge" kostet rund 20 Mio. Franken (19,5 Mio. Euro).

Platz für den Verkehr

Die Astra-Bridge wird über der zu sanierenden Fahrbahn aufgebaut. Die Brücke ist knapp 240 m lang, 7,3 m breit und kann mit 50 bis 60 km/h zweispurig befahren werden. Die Auffahrts- und Abfahrtsrampen weisen ein Gefälle von gut 6 % auf.

Das Funktionsprinzip der Baustellenbrücke erklärt die Astra so.

Platz für die Baustelle

Unter der 4,32 m hohen Brücke stehen 100 m für die eigentlichen Bauarbeiten zur Verfügung. Die Ver- und Entsorgung der Baustelle erfolgt über eine Logistikspur neben der Brücke.

Die Brücke ist mit einem Fahrwerk ausgerüstet, durch das sie hydraulisch um 10 cm angehoben und in Längs- und Querrichtung fahren kann.

Wenn die Sanierungsarbeiten unter der Brücke beendet sind, so fährt die aus verschiedenen Modulen bestehende Brücke per GPS ferngesteuert 100 m weiter für den nächsten Abschnitt.

Premierenbaustelle

Zum ersten Mal zum Einsatz kommt die Astra-Bridge auf dem 1,5 km langen Sanierungsabschnitt der A 1 zwischen Recherswil- und Luterbach. Der Zeitplan sieht vor, dass zwischen April und Oktober zunächst der Belag der Normalspur Fahrbahn Bern und der Überholspur Fahrbahn Zürich ersetzt wird. Im kommenden Jahr wird dann der Belag der Überholspur Fahrbahn Bern und die Normalspur Fahrbahn Zürich ersetzt. Die Kosten für das Erhaltungsprojekt belaufen sich auf 22 Mio. CHF (21,3 Mio. Euro).

Die ersten Aufnahmen inklusive Überfahrt von „Telebärn“:

Erster Einsatz der Astra Bridge

Die Astra Bridge wird zum ersten Mal auf der A1 bei Luterbach eingesetzt: Dank der Wunderbrücke können die Autos über der Baustelle durchfahren.
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Der zuletzt 2006 erneuerte Belag auf der Strecke hat das Ende seiner Lebensdauer erreicht. Als Deckschicht wird ein lärmarmer Asphaltbelag eingebaut. Zudem wird der grüne Mittelstreifen zwischen den Fahrbahnen entfernt und die Strassenentwässerung und das Fahrzeugrückhaltesystem angepasst.

Eine umfangreiche Erklärung der Vorteile der Baustellenbrücke hat das SRF kürzlich zusammengefasst.

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