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Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller auf der 2. Nachhaltigkeitskonferenz
Foto: HDB/Mark Bollhorst
Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller auf der 2. Nachhaltigkeitskonferenz

Inhaltsverzeichnis

Ausschreibung

Nachhaltigkeit in öffentlichen Ausschreibungen

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie veröffentlichte das Impulspapier „Klimaverträglich bauen mit einem Schattenpreis für CO2-Emissionen.Wie die öffentliche Hand Bauprojekte ausschreiben kann, um ihre Klimaschutzziele zu erreichen“.

Es wurde auf der 2. Nachhaltigkeitskonferenz des Verbandes am 12. Oktober präsentiert. Das 113seitige Positionspapier enthält Vorschläge für eine klimagerechte Vergabe, die gemeinsam mit der KPMG Law Rechtanwaltsgesellschaft mbH erarbeitet wurden. Hintergrund ist, dass die öffentliche Hand laut Klimaschutzgesetz bei ihren Beschaffungen neben der Wirtschaftlichkeit auch den Klimaschutz beachten muss.

Tipp: Das Impulspapier können Sie unten Herunterladen.

Schattenpreis als Diskussionsangebot

Das Papier zeigt, welche Handlungsmöglichkeiten und Beispiele für eine klimaverträgliche öffentliche Beschaffung bereits bestehen und welche Unbekannten einer weiteren Analyse bedürfen. Es beschreibt, welche Überlegungen ausschreibende anstellen müssen, damit eine klimafreundliche Ausschreibung erfolgen kann, erläutert, wie eine Ökobilanz erstellt werden kann, welche Zuschlagskriterien bewertet werden sollten und stellt Mustertexte für den Hoch- sowie den Infrastrukturbau dazu vor. Die Grundlage dazu ist ein gemeinsam mit Auftraggebern, Mitgliedsverbänden und Unternehmen entwickelter erster vergabe- und haushaltsrechtlich zulässiger Ansatz für den deutschen Markt: der Schattenpreis für CO2-Emissionen. Dieser wird bereits erfolgreich im europäischen Ausland angewandt.

Egal, in welche Richtung die Diskussion mit den öffentlichen Auftraggebern und allen weiteren relevanten Akteuren läuft, der Hauptverband der deutschen Bauindustrie definiert 3 Leitplanken, um eine zukunftsgerichtete und klimagerechte öffentliche Beschaffung voranzubringen:

  • Fairness – Unternehmen können nur für eigene wahrheitsgemäße Angaben zur Emissionsreduktion der ausgeschriebenen, eigenen Bauleistungen (und Logistik) verantwortlich sein. Nicht aber für Emissionen im Verantwortungsbereich Dritter, etwa aus dem Baustoffbereich, wo verlässliche Angaben der Hersteller eine ausreichende Grundlage sein müssen.
  • Transparenz – Auftraggeber müssen einen verbindlichen CO2-Preis und eine entsprechende Datengrundlage (etwa Herstellererklärungen, Ökobaudat) für eine Vergleichbarkeit der Angebote vorgeben.
  • Unbürokratisch – Auftraggeber müssen eine Berechnungssystematik, bestenfalls in Form eines Berechnungsprogramms, vorgeben, das die Unternehmen unkompliziert nutzen können, um den Aufwand größtmöglich zu reduzieren. Begonnen werden sollte dabei mit den „großen Stellschrauben“ eines Bauwerks, um mit den Auftraggebern gemeinsam zu lernen. (MAI/RED)

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