Foto: STEFFEN FUCHS

Beton

Neuer Betonbelag für die A 5 bei Ladenburg

Innerhalb von 6 Tagen wurde der 3,2 km lange Abschnitt der A 5 zwischen Hirschberg und Ladenburg in Fahrtrichtung Frankfurt-Karlsruhe erneuert.

Der gegenüberliegende Fahrbahnabschnitt in Fahrtrichtung Nord wurde bereits im vergangenen Jahr im 24-Stunden-Betrieb gebaut. Mit der Bauweise im Tagbetrieb in Fahrtrichtung Süd wollte der Auftraggeber prüfen, ob sich der Mehraufwand eines 24/7-Einbaus überhaupt lohnt. „Von der Zeit liegen wir absolut im Soll, und ein Bau im 24-Stunden-Betrieb ist meines Erachtens nicht erforderlich, da der Zeitgewinn im Verhältnis zum Mehraufwand minimal ist, erst recht bei einem so kleinen Bauabschnitt“, betont Bauleiter Jörg Müller-Rochholz von Berger Beton.

Maximale Sicherheit und Stabilität

Rund 2.000 m3 Beton wurde pro Tag verbaut, das entspricht einer Einbaustrecke von 500 m Länge. Dazu sind 600 bis 700 t Zement erforderlich, also 26 Silozüge. „Der Zement stammt aus unserem Werk in Schelklingen. Diesen Zement zeichnet ein niedriger Alkaligehalt aus, wodurch das Risiko einer Alkali-Kieselsäure-Reaktion (AKR) deutlich reduziert und die Dauerhaftigkeit des Betons maximiert wird“, erläutert Dr. Klaus Felsch, Produktmanager Verkehrswegebau HeidelbergCement.

„Um Bauverzögerungen durch Lieferengpässe – etwa aufgrund von Staus – zu vermeiden, wollten wir kein Risiko eingehen und haben an der mobilen Mischanlage vor Ort zusätzlich zu den 3 Zementsilos von Berger Beton 3 Puffersilos von uns installiert“, ergänzt der Beton- und Bau-Experte. Diese Strategie habe sich bei vielen Bauvorhaben bewährt, weil sie einen reibungslosen Rohstoffnachschub sicherstellt. Ein Vorteil war auch der Standort der Mischanlage nahe des Einbauabschnitts gewesen.

Am Ende wird abgebürstet

Der Einbau durch die beiden Gleitschalfertiger lief kontinuierlich. Zunächst wurde eine 22 cm starke Schicht Unterbeton und darüber eine 5 cm mächtige Lage Oberbeton eingebaut. Dieser Oberbeton besteht aus einer alkaliresistenten Gesteinskörnung mit besonderem Frost-Tausalz-Widerstand. In einem dritten abschließenden Arbeitsschritt bürstete die Firma Otto Alte-Teigeler die Betonoberfläche aus und legte dabei die Gesteinskörnung frei. Die so erzielte Texturtiefe liegt bei ca. 1 mm. Die Ausbildung einer Waschbetonstruktur reduziert die Reifen-Fahrbahngeräusche deutlich. Die Waschbetonoberflächen haben einen vergleichbaren D-stro-Wert von -2,0 db(A).

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