Foto: Nynas

Bitumen

Nynas: Meilenstein im Zuge der Reorganisation

Der Bitumenhersteller Nynas wurde komplett von der Sanktionsliste des US-Finanzministeriums gestrichen. Dies versetzt das Unternehmen in eine bessere Position für die Vollendung der Reorganisation.

Hintergrund der Sanktionen durch die OFAC (die Kontrollbehörde des Finanzministeriums der USA) seit 2017 war, dass die Hälfte der Anteile des schwedischen Unternehmens von der venezolanischen PDVSA gehalten wurden. Petróleos de Venezuela S.A. ist die größte Erdölgesellschaft Lateinamerikas und Venezuelas größter Exporteur. In dieser Zeit wurde Nynas daran gehindert, Rohöl aus Venezuela zu kaufen. Dies hatte zu erhöhten Rohstoffkosten für Nynas und zu finanziellen Verlusten geführt. Die Versorgung der Kunden mit Bitumen konnte während der schwierigen Zeit aufrechterhalten werden.

Die Streichung von der Sanktionsliste wurde durch die Reduzierung des Eigentumsanteils der PDVSA an Nynas auf 15 % ermöglicht. Die von PDVSA veräußerten 35 % werden nun von einer unabhängigen schwedischen Stiftung kontrolliert, auf die PDVSA keinen Einfluss hat und die vermutlich einen Zwischenschritt darstellen wird. Die Streichung von der Sanktionsliste versetzt Nynas nun in eine bessere Verhandlungsposition gegenüber Banken und möglichen Investoren.

„Wir konzentrieren uns jetzt darauf, den laufenden Reorganisationsprozess erfolgreich zu beenden“, erläutert Nynas Präsident Bo Askvik. „Unsere Marke ist stark, und dies ist das Ergebnis der Bemühungen aller Mitarbeiter von Nynas und treuer Kunden. Wir sind jetzt bereit, unsere verlorenen Marktanteile zurückzugewinnen und wieder zu wachsen", zeigt sich Bo Askvik zuversichtlich.

Der Bitumenspezialist beschäftigt an die 1.000 Mitarbeiter, von denen etwa die Hälfte in Schweden arbeitet. Die Produktion von Bitumen erfolgt in 3 eigenen Raffinerien in Nyhäshamm, Göteborg und Hamburg sowie mit einer Beteiligung in Großbritannien

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