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Bitumen

Nynas schließt Reorganisation erfolgreich ab

Nach einer Gläubigerversammlung, bei der ein Vergleichsvorschlag angenommen wurde, entschied das Amtsgericht Södertörn, dass die Reorganisation des Bitumenherstellers Nynas abgeschlossen ist.

Die Entscheidung des Gerichts trat am 21. Dezember in Kraft, und seitdem ist Nynas nicht mehr durch die Reorganisationsbestimmungen eingeschränkt.

„Ich freue mich, diesen sehr wichtigen Schritt für Nynas ankündigen zu können. Gemeinsam mit unseren treuen Kunden und Lieferanten werden wir entschlossen vorangehen und unser Geschäft auf allen unseren Märkten weltweit weiterentwickeln. Wir sind bereit, verlorene Marktanteile zurückzugewinnen und dann weiter mehrere“, kommentierte Bo Askvik, Präsident und Vorstandsvorsitzender von Nynas, die Entscheidung.

Gestärkt aus der Krise

Während des Reorganisationsprozesses führten umfangreiche Arbeiten zu entscheidenden Fortschritten. Nach Eigentümerwechseln unterliegt Nynas seit Mai nicht mehr den US‐Sanktionsbestimmungen. Dies hat dazu geführt, dass das Unternehmen Rohöllieferungen vertraglich vereinbaren und die Finanzierungsgespräche zu günstigeren Bedingungen fortsetzen konnte.

Außerdem ist es Nynas während die Reorganisation gelungen, eine gute Liquidität und einen guten Cashflow zu sichern, und zwar durch eine erhebliche Verringerung der überfälligen Kundenzahlungen, einen gewährten Steueraufschub und eine Vereinbarung über die Bestandsfinanzierung.

Nynas geht somit aus der Umstrukturierung als ein stärkeres Unternehmen mit 5‐jähriger gesicherter Finanzierung und einer starken Bilanz hervor.

Erfolgreicher Wechsel beim Rohölbezug

Die wichtigste Veränderung ist jedoch die erfolgreiche Umstellung auf neue Bezugsquellen für Bitumen im Jahr 2019. Dies wurde aufgrund der US‐Sanktionen auf den Export von venezolanischem Rohöl, das früher Hauptrohstoff für Nynas war, notwendig.

Nach Veränderungen in den Raffinerien und den Lieferketten kann Nynas in seinen Raffinerien jetzt zu 100 % mit nicht‐venezolanischen Rohstoffen verarbeiten, ohne dass die strengen Anforderungen an eine gleichbleibende Produktqualität beeinträchtigt werden. Alle notwendigen behördlichen Genehmigungen, die für die Verwendung neuer Rohstoffe erforderlich sind, wurden erteilt. Die Produktrezepturen wurden in Rekordtempo angepasst und Nynas verfügt über die erforderlichen Genehmigungen seiner Kunden aus aller Welt.

Möglichkeiten des Wachstums sind gegeben

Mit dem neuen Rohstoff‐Portfolio und den gewonnenen Erkenntnissen über die weitere Optimierung der Produktion in den Raffinerien ist Nynas in der Lage, die Auslastung zu erhöhen und zu optimieren. Kapazitäten für höhere Volumina wurden geschaffen.

Die anhaltende Umstrukturierung der Raffinerieindustrie in Folge der IMO‐2020‐Gesetzgebung und strengeren Leistungsanforderungen wird zu einer höheren Nachfrage bei spezialisierten Herstellern sowohl von Bitumen als auch von Spezialölen führen. Dieser Wandel wird durch die Covid‐19‐Pandemie noch verstärkt. Anlagen, die Öle der Gruppe I verarbeiten, werden früher als erwartetet abgeschaltet. Um dem Mangel an Gruppe-I-Ölen zu begegnen, hat Nynas die Nybas‐Produktlinie mit ähnlichen Eigenschaften und Leistungen entwickelt. Nynas erwartet zudem ein Wachstum auf dem Bitumenmarkt, vor allem durch höhere Ausgaben für die Straßeninstandhaltung.

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