Foto: Asphaltbau und Mischwerke GmbH

Asphaltkonzept

Offenbach baut erste Fläche mit Klimaphalt

Ende Mai erfolgte die erste Vorführung, Ende August wurde eine Teststrecke mit Klimaphalt in der Stadt am Main gebaut.

Mit Klimaphalt, der mehrere ökologische Vorteile verknüpft: Hinter dem zum Patent angemeldeten Verfahren steckt die Idee, die Straße mit den Funktionen eines Feldes auszustatten und gleichzeitig als Verkehrsweg zu benutzen. Als entsiegelte Fläche, die Regenwasser speichern kann und die Sonnenstrahlen wie ein unbestelltes Feld reflektiert. Nicht nur, dass damit insbesondere bei Starkregenereignissen die Kanäle nicht überlaufen, bei hohen Temperaturen kann das Regenwasser wieder verdunsten und kühlt somit die Umgebungstemperatur.

Klimaphalt ist deshalb keine Mischgutrezeptur, sondern ein Konzept, erdacht und erprobt von Lutz Weiler. Die erste Testfläche baute Weiler mit seinem Team am Firmensitz der A&M Asphaltbau und Mischwerk GmbH. Im Mai folgte eine erneute Vorführung des Klimphaltes, bei der das Wasser „aus vollem Rohr“ sofort in der Fläche verschwand. Augenzeugen waren Vertreter der Offenbacher Stadtservice ESO. Kurz entschlossen, weil überzeugt, wurde Ende Juni innerhalb von 4 Tagen eine erste Probestrecke an der Oberen Grenzstraße in Offenbach gebaut.

Rein rechnerisch

Die 150 m2 große Testfläche wird auch durch Busse befahren. Es wird also getestet werden, ob der Belag auch bautechnisch hält, was es verspricht. Zielsetzung ist die Anwendbarkeit mindestens bis zur Bk3,2. Ein Ingenieurbüro begleitet den Versuch. In ein paar Jahren werden belastbare Daten vorliegen, die Aufschluss darüber geben, wie der Asphalt auf dauerhafte Belastung und Wetterveränderungen reagiert und ob er beispielsweise seine Griffigkeit behält. Die Laborergebnisse stimmen schon jetzt optimistisch, KlimaPhalt ist bis Bk1,8 freigegeben und kann in städtischen Hotspots oder zur Verminderung von Hitze und Hochwasser eingesetzt werden.

Ist die Fläche, die aus Klimaphalt aufgebaut ist 350 m2 groß kann sie eine Wassermenge von etwa 70 m³ aufnehmen. Ein entsprechendes Regenrückhaltesystem müsste dafür 10 m lang und 3 m im Durchmesser betragen. Nur wäre das Wasser dann weg, da es ja der Kanalisation zugeführt wird. Im Klimaphalt-Paket können 28 m³ Wasser verbleiben, das später Verdunstungskälte erzeugt und dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt wird, das nicht gespeicherte Regenwasser versickert. Ein Quadratmeter Klimaphalt nimmt ca. 150 l/m2 auf und speichert über 80 l/ Wasser, was etwa 17,5 % der Jahresniederschlagsmenge von Offenbach entspricht.

Wenn dann die Sonne scheint verdunstet das gespeicherte Regenwasser und es entsteht Verdunstungskälte. Das sorgt dafür, dass die sich immer weiter erhitzenden Städte im Umfeld einer Klimaphalt-Fläche etwas abkühlen. Inwieweit sich die entstehende Luftfeuchtigkeit an Aerosolen kondensiert und feinstaubentlastend wirkt, muss noch untersucht werden.

Wie das Konzept des Klimaphalt genau aussieht, lesen Sie ausführlich in der Ausgabe 4 der Fachzeitschaft „Asphalt & Bitumen“.

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Hier geht’s zu weiteren Informationen:

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