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Der Kalksteinbruch Eigenrieden der Mineral Baustoff GmbH in Thüringen
Foto: Strabag
Der Kalksteinbruch Eigenrieden der Mineral Baustoff GmbH in Thüringen

Inhaltsverzeichnis

Klimaschutz

Pilotprojekt klimaneutraler Steinbruch

Die Strabag startete mit ihrer Tochtergesellschaft Mineral Baustoff GmbH im thüringischen Kalksteinbruch Eigenrieden ein Pilotprojekt zum klimaneutralen Rohstoffabbau.

In mehreren gezielten Schritten, so das ambitionierte Ziel, soll der CO2-Ausstoß bei der Gewinnung und Produktion von Baustoffgemischen und Splitt in Eigenrieden bis 2030 auf null reduziert werden. Dazu wird u.a. die Aufbereitung im Steinbruch von dieselbetriebenen Mobilgeräten auf eine hocheffiziente und stationäre Brech- und Siebanlage umgestellt, die zunächst mit grünem Strom aus Wasserkraft und mittelfristig mit Solarstrom betrieben werden soll. Die Erdarbeiten für die neue Aufbereitungsanlage haben bereits begonnen; im Herbst dieses Jahres soll sie fertiggestellt sein.

Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie

„Als Mineral-Gruppe stehen wir am Anfang der Bau-Wertschöpfungskette und sehen uns daher in der Pflicht, unseren Beitrag zu einem ressourcenschonenderen und klimafreundlichen Lebenszyklus von Bauwerken zu leisten. Dieses Projekt soll zeigen, dass es mittelfristig möglich ist, den Abbau von Rohstoffen CO2-neutral zu betreiben“, erklärt Wolfgang Wagner, Projektleiter und Nachhaltigkeitsbeauftragter der Mineral Baustoff GmbH.

Die Dekarbonisierung des Steinbruchs Eigenrieden ist ein wichtiger Baustein der Nachhaltigkeitsstrategie der Strabag-Gruppe mit dem selbstgesteckten Ziel, bis 2040 über die gesamte Wertschöpfungskette des Bauens klimaneutral zu werden. Mit der Einführung eines optimierten, sohlengetrennten Abbauregimes und digitaler Planung zur effizienten umweltschonenden Flächennutzung hat die Mineral Baustoff GmbH die ersten Schritte in Eigenrieden bereits umgesetzt.

Erste elektrische, autonome Mulde kommt bereits 2023

Ein Herzstück auf dem Weg zur Klimaneutralität ist die Einführung elektrisch betriebener und autonom fahrender Mulden zur Rohstoffförderung im Steinbruch. Dies ist zugleich das zentrale Ziel des vom Bund geförderten Forschungsprojekts Elmar (ELektrifizierung der SchwerlasttransportMAschinen in der Rohstoffindustrie), an dem neben der Mineral-Gruppe und dem Hersteller Volvo u.a. federführend die RWTH Aachen beteiligt ist. In Eigenrieden sollen insgesamt 3 elektrische, autonome Mulden schrittweise in den Forschungsbetrieb gehen, die erste bereits im Winter 2023. Zum Nachhaltigkeitsplan für den Steinbruch zählen auch die perspektivische Umstellung auf klimaneutrale Kraftstoffe für Baumaschinen und die Nutzung von Photovoltaik. (MAI/RED)

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