Image
Ralf Pomp hat die Präsidentschaft des europäischen Asphaltverbandes EAPA übernommen
Foto:
Ralf Pomp hat die Präsidentschaft des europäischen Asphaltverbandes EAPA übernommen

Inhaltsverzeichnis

EAPA

Präsident des Europäischen Asphaltverbandes kommt aus Deutschland

Ralf Pomp ist neuer Präsident der EAPA und löst damit turnusgemäß Juan Jose Potti ab.

Zum Vizepräsidenten wurde Slovenko Henigman vom slowenischen Asphaltverband ZAS gewählt. Mit Ralf Pomp übernimmt nach Dieter Schüler (von 1984-1985 sowie von 2000-2001) im 50. Jahr des Bestehens der zweite Deutsche die Führung des europäischen Asphaltverbandes. Ralf Pomp hat sich vorgenommen, ein weiteres wichtiges Thema für die Asphaltbranche verstärkt in den Fokus zu rücken, nachdem Juan Jose Potti in seiner Amtszeit „Asphalt 4.0“ voranbrachte, den Pomp seit 2021 als Vizepräsident unterstützte.

Ausgewiesener Experte für Asphalt

Ralf Pomp studierte Bauingenieurwesen an der RWTH Aachen mit dem Schwerpunkt Baubetrieb und Straßenbau. Kurz nach seinem Abschluss 1987 trat er in den Familienbetrieb, die Matthias Heyer Straßenbaustoffe GmbH, ein und leitete Betrieb und Labor, bevor er 1997 Geschäftsführer des Unternehmens in der Nähe von Mönchengladbach wurde.

Seit 1999 ist er zudem Gesellschafter der in 3. Generation zusammen mit Hans und Kenneth Heyer geführten Unternehmensgruppe Matthias Heyer. In dieser Funktion ist er für die Themen Baustofftechnik, Vertrieb und Finanzen sowie Beziehungen zu Kunden und Verbänden zuständig. Der Firmengründer Matthias Heyer prägte seinen Enkel Ralf Pomp mit seiner anpackenden Art, seiner unternehmerischen Weitsicht und vermittelte neben dem Engagement für den Straßenbau auch die Passion für den Motorsport, der in der Familie Heyer Tradition hat. „Wir sind halt eine Fuhrmannsfamilie und bei uns hat sich halt immer alles um die Autos und Lkw gedreht.“

Rund 120 Menschen arbeiten heute für das 1934 gegründete Unternehmen, das 5 Unternehmen umfasst und über 3 Asphaltmischanlagen, 2 externe Asphaltwarmhaltesilos, 3 Betonmischanlagen, 2 Kiesgruben inklusive Aufbereitungsanlagen sowie einen umfangreichen Fuhrpark verfügt. Im eigenen Baustofflabor werden nicht nur die aktuelle Produktion überwacht, sondern auch Innovationen hervorgebracht, wie beispielsweise die stoffliche Wiederverwendung von Dachbaustoffen als sekundäres Bitumen bei der Asphaltherstellung, das europaweit patentiert wurde. Selbstverständlich ist das Unternehmen Ausbildungsbetrieb.

Ralf Pomp ist seit 2002 Mitglied im Regionalvorstand (NRW/West) und heute Präsidiumsmitglied des Deutschen Asphaltverbandes und vertritt seit 2018 den DAV im Executive Commitee und der Directors Group der EAPA. Darüber hinaus engagiert sich der 60jährige im Vorstand der Bezirksgruppe Aachen der VSVI sowie als Gründungsmitglied im Vorstand der SETAC Aachen.

Attraktivität nach draußen tragen

„Wir bieten gut bezahlte, abwechslungsreiche, vielschichtige und zukunftssichere Arbeitsplätze. Und wir haben spannende Geschichten zu erzählen. Wir bedienen faszinierende Großmaschinen und nehmen die Schaufel in die Hand, um die Lebensadern unserer Gesellschaft zu bauen“, beschreibt Ralf Pomp, der 4 Fremdsprachen spricht, die Faszination der Asphaltindustrie. Eben jene, so sein Vorhaben während seiner Amtszeit, muss stärker nach außen getragen werden. Denn das Potenzial ist da. Viele kleine Kinder sehen die Leute auf den Baustellen, die Lkw und Bagger fahren, in einer Linie mit Menschen bei Polizei und Feuerwehr – als Helden. Doch während der Schulzeit geht diese Faszination verloren und die Jugendlichen streben in andere Berufsfelder. „Dreckige Hände und Schuhe sind kein Grund, sich zu schämen, sondern ein Zeichen für ehrliche, handwerkliche Arbeit, mit der man Geld verdienen kann“, so Pomp. Zudem wird im Straßenbau etwas geschaffen, was man vorzeigen, worauf man stolz sein kann. Auch weil Straßen das notwendige Rückgrat unserer Gesellschaft bilden. Deshalb braucht es weiterhin gut ausgebildete Bauleute, die ihren Job mit Begeisterung und Selbstbewusstsein erledigen. „Lets make asphalt more attractive again“ wird somit das Motto des Mannes mit Kappe und Pragmatismus in seiner Präsidentschaft sein, die mit der Übergabe am 23.5. in den Räumen der EAPA in Brüssel für 2 Jahre begann. (Maike Sutor-Fiedler)

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.
Image
Christian Schubert-Raab ist an die Spitze des ZDB gerückt

Personalie

Der ZDB hat einen neuen Präsidenten

Die Mitgliederversammlung des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe hat am 27. September 2023 in Berlin Wolfgang Schubert-Raab einstimmig zum neuen Präsidenten gewählt.

    • Verbände
Image
Die Gesamtproduktion von Heiß- und Warmasphalt in der EU-27 und der EU-27 plus Norwegen, der Schweiz, Großbritannien und der Türkei von 2008 bis 2022

Asphalt

Asphaltproduktion in Europa wieder gesunken

Die European Asphalt Pavement Association (EAPA) veröffentlichte „Asphalt in figures“ mit den europäischen Produktionszahlen für 2022.

    • Asphalt, Konjunktur, Verbände
Image
Das Jahr 2023 wird nach allen Prognosen ein Tiefpunkt bei der Asphaltproduktion markieren

Asphaltherstellung

Asphaltproduktion in Deutschland: kein Aufwärtstrend

Auf den 22. Deutschen Asphalttagen konstatierte Oliver Nohse, Präsident des Deutschen Asphaltverbandes: „Der Negativtrend setzt sich fort.“

    • Asphalt, Verbände, Verkehrspolitik
Image
Mit Europas größtem Straßenfertiger wird der Asphalt auf der A1 in einem Durchgang auf der kompletten Fahrbahnbreite inklusive des Standstreifens aufgebracht.

Rekordeinbau

Europas größter Straßenfertiger

Beim sechsstreifigen Ausbau der A1 zwischen Münster-Hiltrup und Ascheberg wird dank Europas größtem Straßenfertiger der Asphalt in einem Durchgang auf der kompletten Bandbreite der Fahrbahn inklusive Standstreifen aufgebracht.

    • Asphalt, Fertiger