Die Maschinen immer im Blick: Individueller Service online und vor Ort soll zu reibungslosen Abläufen auf der Baustelle beitragen.
Foto: Thyssen-Krupp Infrastructure

Thyssen-Krupp Infrastructure

Predictive Maintenance – vorausschauender Service

Thyssen-Krupp Infrastructure, Essen, stellt seine Service-Philosophie um. Statt auf Probleme zu reagieren, soll künftig vorausschauend agiert werden.

Inhaltsverzeichnis

Mit Müller Baggeranbauvibratoren, freireitenden Systemen und umfangreichem Zubehör bietet Thyssen-Krupp Infrastructure ein Equipment für leichte bis schwere Rammarbeiten, mit dem sich Spundwände, Rohre, Träger und andere Rammprofile einbringen lassen. Neben bewährter Technik trägt der Service zu einer wirtschaftlichen Umsetzung von Baumaßnahmen bei. „Die Kunden konzentrieren sich auf ihr Projekt, und wir erledigen den Rest“, erläutert Carola Ipsen, Leiterin Supply Chain Management, die Philosophie der Thyssen-Krupp Infrastructure GmbH. Mit dem „Rest“ ist ein Rundum-Sorglos-Paket gemeint, hinter dem ein breites Spektrum an Serviceleistungen steckt. Dessen Bandbreite reicht von Inspektion und Wartung über Reparatur, Beschaffung von Ersatzteilen und Monitoring bis hin zu Transport und Einweisung. Für die Umsetzung steht ein Team von 26 Servicetechnikern bereit, die von fünf Standorten aus die Kunden deutschlandweit betreuen.

Ausfallzeiten vermeiden

Eine Baumaßnahme unterbrechen, weil bei einer Maschine eine Wartung anfällt oder für eine dringende Reparatur ein Ersatzteil fehlt – das gehört bei einem modernen Maschinenmanagement der Vergangenheit an. Predictive Maintenance – vorausschauendes Agieren – lautet die Herausforderung, der sich das Unternehmen beim Service zukünftig stellen wird. „Was wird wann passieren? Diese Frage gilt es zu beantworten, damit wir rechtzeitig agieren können“, sagt Ipsen.

Denn Predictive Maintainance unterscheidet sich deutlich von herkömmlichen reaktiven Wartungsansätzen. Das Verfahren nutzt Echtzeit-Daten von Maschinen für die Ableitung von Wartungsinformationen. Ziel ist es, die Maschinen proaktiv zu warten und Störungszeiten zu minimieren. Im Optimalfall lassen sich Störungen vorhersagen und Ersatzteile rechtzeitig beschaffen, bevor es zu Ausfällen kommt. Informationen wie diese werden heute mittels Fernwartung und Fernüberwachung erfasst. Remote Monitoring heißt der Fachbegriff, der dahinter steht: IT-Systeme lesen dabei Daten aus, die von einer in den eingesetzten Maschinen installierten Software bereitgestellt werden. „Anhand dieser Informationen haben wir nicht nur einen Überblick über Betriebs- und Zustandsdaten“, so die Leiterin des Servicebereichs, „sie zeigen uns auch, wo eine Maschine im Einsatz ist und ob sie einwandfrei arbeitet.“

Kundenutzen optimieren

Während das System bei den Fremdgeräten – hauptsächlich Mäkler, von denen es sechs verschiedene Typen im Mietpark gibt – bereits Standard ist, ist man nun dabei, diese Technik auf die eigenen kleineren Baggeranbauvibratoren und Freireiter zu übertragen. Aktuell befinden sich Betriebsstundenzähler in der Erprobungsphase, die für diese Gerätereihen alle wichtigen Basisinformationen liefern sollen. Damit wird die Grundlage geschaffen, den Kunden bei seinem Projekt professionelle Unterstützung zu geben – im persönlichen Kontakt und individuell auf dessen Anforderungen zugeschnitten.

„Wir bieten keine Standardlösungen an, sondern gehen auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Auftraggeber ein“, stellt Ipsen fest. „Mit unserem Angebot leisten wir so einen wichtigen Beitrag, um den Nutzen unserer Kunden zu optimieren und ihre Risiken zu minimieren.

Für die Zukunft ist noch die Einführung eines Service-Koordinators geplant. Er ist dann erster Ansprechpartner für die externen und internen Kunden und kann von der technischen Beratung über die Ersatzteilbeschaffung und Terminvergabe bis hin zur Vermietung alle Anfragen organisieren.

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