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Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juli 2022 um 37,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.
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Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juli 2022 um 37,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Verbände

Preisspirale am Bau drückt die Baukonjunktur

Baumaterialen bewegen sich auf einem historisch hohen Preisniveau. Dies belegen die vom statistischen Bundesamt im August veröffentlichten Zahlen zu den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte.

Die am 19. August vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Zahlen zu den Erzeugerpreisen gewerblicher Produkte kommentiert Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe.

„Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Juli 2022 um 37,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der höchste Zuwachs gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Auch Baumaterialen bewegen sich auf einem historisch hohen Preisniveau. Baustahl liegt trotz eines Rückgangs zum Vormonat noch immer gut 23 Prozent über Vorjahresniveau. Bitumen hat zum Vormonat ebenfalls nachgelassen (-7 Prozent), ist mit +30 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aber noch immer deutlich teurer“, so Pakleppa.

Lineare Tendenz nach oben

Und Pakleppa weiter: „Auch hierzulande gewonnene oder produzierte mineralische Baustoffe, die einen hohen Energieeintrag haben, zeigen weiter lineare Entwicklungstendenzen nach oben; so stiegen die Preise für Kies um 1 Prozent und für Vliese (Dämmmaterial) um 5 Prozent. Zement und Ziegel haben ihren Sprung vom Vormonat nicht fortgesetzt und legen ‚nur' noch zwischen 1 Prozent und 2 Prozent weiter zu.

In Kombination mit den zurückgehenden Baugenehmigungen bei Einfamilienhäusern (-17 Prozent) wird die Lage gleichwohl für die Bauunternehmen zunehmend schwieriger. Wir sehen da eine beunruhigende Entwicklung, auch wenn im Mehrfamilienhausbau die Genehmigungszahlen noch nach oben weisen.

Private Bauherren und Investoren wie auch die Unternehmen brauchen stabile Rahmenbedingungen. Nach den überstürzten Umbauten der KfW-Programme kommt es jetzt mehr denn je auf eine verlässliche Förderkulisse an. Wichtig ist, dass die ab 2023 geltende Neubauförderung wie auch die Erhöhung der AfA von zwei auf drei Prozent schnell verabschiedet werden, damit Bauherren Planungssicherheit haben.“ (HD/RED)

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