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Foto: Volker Müller
Gastgeber mit neuem Zuhause: Prof. Dipl.-Ing. Thomas Wegener.

Fachtagung zieht um

Rohrleitungsforum 2022 in Weser-Ems-Hallen

Es war bereits im vergangenen Jahr geplant, das 35. Oldenburger umziehen zu lassen. Nun wird das umgesetzt: Die Kultveranstaltung findet am 27. und 28. Januar 2022 in den Weser-Ems-Hallen statt.

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben auch vor dem Oldenburger Rohrleitungsforum nicht halt gemacht. In ihrer 35. Auflage Unter dem Leitthema „Rohrleitungen und Kabel für eine nachhaltige Zukunftsgesellschaft“ widmet sich das Forum einem Megatrend der nächsten Jahre: Thematisiert werden soll der Umgang der Menschen mit den natürlichen Ressourcen, mit dem Klimawandel, mit dem Wassermangel, aber auch mit der Energiegewinnung und -verteilung.

„Nach gründlicher Diskussion mit allen Beteiligten mussten wir feststellen, dass die Durchführung der Veranstaltung Ende Januar 2022 im gewohnten Rahmen in den Räumen der Jade Hochschule nicht möglich ist“, sagt Prof. Dipl.-Ing. Thomas Wegener, Vorstandsmitglied des Instituts für Rohrleitungsbau an der Fachhochschule Oldenburg e.V. und Geschäftsführer der Iro GmbH Oldenburg. Das klingt nach Erdrutsch – dennoch war die Neuausrichtung nach Aussage des Hausherrn ohne wirkliche Alternative: Alles, was den Charme des Veranstaltungsortes „Ofener Straße“ ausgemacht hat – von den kurzen Wegen über die persönliche Betreuung durch die studentischen Hilfskräfte bis hin zu dem sprichwörtlichen Gedränge auf den Gängen – war mit Blick auf die zurzeit geltenden Auflagen nicht darstellbar.

Flair soll erhalten bleiben

Vor diesem Hintergrund wurde ein neues Konzept entwickelt. Ziel dabei war es, Bewährtes mit Augenmaß in eine neue Umgebung zu transferieren. „Wir wollen nicht eine x-beliebige Veranstaltung über die Bühne bringen, sondern alles tun, damit sich unsere Gäste wohl fühlen“, macht Wegener deutlich. Unter anderem sollen themenbezogene Areale geschaffen werden, an denen sich Aussteller und Besucher orientieren können. Möglichst viel vom einmaligen Charme der Veranstaltung soll bewahrt werden. So bleibt die Verantwortlichkeit der handelnden Personen bestehen – und damit auch ein Garant für die persönliche und sympathische Note. Konsequent werden auch weiterhin Studentinnen und Studenten den Charakter des Forums mitprägen. Und wie gewohnt sind neben einer feierlichen Eröffnung am Vorabend und einer Fülle von Fachvorträgen auch der traditionelle „Ollnburger Gröönkohlabend“ geplant.

Aus der Not eine Tugend gemacht

Die Notlösung Weser Ems Hallen schafft allerdings auch hervorragende Perspektiven – insbesondere im logistischen und sicherheitstechnischen Bereich. Mehr Fläche, höhere Räume und eine optimierte Luftqualität sowie großzügige Freiflächen vor den Hallen mit ausreichendem Platz für die dringend benötigten Parkplätze und die Exponate der Aussteller werden letztendlich auch den seit Jahren vorhandenen Wünschen von Dauerkunden nach großzügigeren Standflächen gerecht. Die Nachfrage ist nach Aussage von Prof. Wegener jedenfalls gestiegen – erstmals können auch Anfragen von Unternehmen auf der Warteliste berücksichtigt werden.

Rahmenprogramm bleibt

Auch 2022 bildet eine feierliche Eröffnung im Sitzungssaal des ehemaligen Landtags am 26. Januar den Auftakt für die Veranstaltung. Der geplante Einführungsvortrag mit dem Titel „Digitalisierung für saubere und bezahlbare Energie in einer nachhaltigen Zukunftsgesellschaft“ soll dabei für ersten Diskussionsstoff sorgen und auf wichtige Themen des 35. Oldenburger Rohrleitungsforums einstimmen.

Wasserstoff ist ein Energieträger mit Zukunft. Erhinterlässt beim Verbrennen praktisch keine Abgase. Das macht das Gas zum idealen Substitut für Kohle, Öl und Erdgas in Industrie und Verkehr somit zu einem idealen Medium für die Umsetzung der Energiewende. Die Anwendungsmöglichkeiten scheinen vielfältig: Wasserstoff kann beispielsweise tagsüber mittels Solarenergie erzeugt und gespeichert werden, um in der Nacht elektrische Energie zu liefern. Dass Wasserstoff darüber hinaus den Gasherd befeuern, ein Auto antreiben und vieles mehr kann, macht ihn zu einem der übergeordneten Themen des Forums, welches nicht nur die Gaser mit Spannung verfolgen werden.

Aus der Praxis für die Praxis

Vor diesem Hintergrund gibt das Motto „Rohrleitungen und Kabel für eine nachhaltige Zukunftsgesellschaft“ den passenden Rahmen für die in fünf Handlungsstränge eingeteilten Vortragsblöcke. Fachleute der Branche berichten vom Einfluss des Klimawandels auf Wasser- und Abwassernetze. Starkregen, Dürre, Wasserstress oder sinkende Grundwasserspiegel – wie gehen Ver- und Entsorger mit diesen Herausforderungen um, und wie werden die Netze fit für die Zukunft gemacht?

Daneben kommen Hersteller von Rohrsystemen zu Wort wie die Anbieter von grabenlosen Verlegetechniken. Digitalisierungsthemen, die Vorstellung außergewöhnlicher Bauprojekte sowie Spezialthemen wie Fernwärme und Schweißtechnik runden das zweitägige Forum inhaltlich ab.

www.iro-online.de

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Foto: Weser-Ems Halle Oldenburg GmbH & Co. KG
Ein Umzug mit positiven Aspekten: Der Veranstaltungsort 2021 bietet insbesondere im logistischen und sicherheitstechnischen Bereich hervorragende Voraussetzungen.
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Foto: Nordwest-Zeitung/Thomas Husmann
Die Überflutung ganzer Ortschaften aufgrund überlasteter Kanalisationssysteme ist eine Auswirkung des Klimawandels.

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