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Rüttelstreifen gegen Geisterfahrten

Rund 75 bis 80 Unfälle werden jährlich in Deutschland durch Falschfahrer verursacht. Oft sind die Folgen fatal. Mit neuartigen, einseitig wirkenden Rüttelstreifen aus Kaltplastik sollen solche Geisterfahrten zukünftig verhindert werden.

Entworfen wurde das innovative und bereits patentierte Straßenmarkierungssystem von einem Studenten der Hochschule der Sächsischen Polizei. Erste Tests verliefen bereits erfolgreich.

Bei den „einseitig wirkende Rüttelstreifen“ sorgt eine Kombination aus einer quer zur Fahrbahn verlaufenden 100 cm breiten und 2 cm tiefen Ausfräsung und einer speziell geformten Kaltplastikauflage mit einer unsteten, kantigen Aufwölbung beim Überfahren der Streifen in Falschrichtung für ein kräftiges haptisches und akustisches Signal, das den Geisterfahrer auf die Gefahrensituation hinweist und ihn zum sofortigen Verlassen der falschen Auffahrt auffordert. Autofahrer, die in ordnungsgemäßer Richtung unterwegs sind, werden die Rüttelstreifen hingegen kaum mehr als eine Art Bodenwelle wahrnehmen.

Auf dem ehemaligen Militärflugplatz in Rothenburg/Oberlausitz wurde ein erster Prototyp des Berkovychschken Rüttelstreifensystems, benannt nach dem Polizeikommisarsanwärter, der das Gebrauchsmuster entwickelt hat und sein eigen nennt, bereits erfolgreich auf seine Praxistauglichkeit getestet. In Zusammenarbeit mit der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) und der Firma Swarco Limburger Lackfabrik GmbH baute hier der Polizeikommissarsanwärter eine Teststrecke auf, die aus fünf einzelnen Rüttelstreifen auf rund 32 m Länge bestand. Für die Quermarkierungen kam eine extra für diese Anwendung entwickelte Kaltplastikmasse zum Einsatz, die auf die Ausfräsungen in der Fahrbahn appliziert wurde. Als ideale Lösung bot sich hier die auf Degaroute basierende Kaltplastik „Limoplast für Rüttelstreifen“ der Swarco Limburger Lackfabrik an. „Kaltplastikmarkierungen auf Basis des von Evonik Industries produzierten Reaktionsharzes Degaroute zeichnen sich durch ihre besonders hohe Formstabilität, Haltbarkeit und Umweltfreundlichkeit aus und leisten damit bereits seit über 50 Jahren einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit“, sagt Jochen Henkels, Business Director Road Marking amp; Flooring bei Evonik. So werden durch das harte und abriebfeste Material zugleich die Fahrbahn im Bereich der Rüttelstreifen als auch die durch das Einfräsen gebildeten Fahrbahnkanten vor einer zu schnellen Abnutzung geschützt.

Demnächst soll das neue Rüttelstreifensystem in einer zweiten Testreihe praxisreif gemacht werden. Für die praktische Umsetzung des Systems in den Autobahnalltag veranschlagt Entwickler und Gebrauchsmusterinhaber Berkovych dann drei bis vier Arbeitsstunden und rund 3.000 bis 3.500 Euro Fertigungskosten pro Anschlussstelle. Somit stellen die neuen einseitig wirkenden Rüttelstreifen nicht nur eine effektive, sondern auch eine kostengünstige Möglichkeit dar, vor Gefahrenstellen zu warnen und damit unter Umständen Menschenleben zu retten.

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Warnschwelle von Maibach

Jedes Jahr verursachen Verkehrsteilnehmer zahlreiche Unfälle mit Personenschäden, weil Baustellen – trotz Beschilderung – zu spät wahrgenommen werden. Um das Unfallrisiko zu minimieren und mehr Sicherheit für Straßenwärter und Bauarbeiter zu bieten, hat Maibach mit seiner Warnschwelle eine ebenso einfache wie wirksame Lösung in seinem Produktportfolio.

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Mini-Trenching Basis für schnelles Internet

Vor allem viele ländliche Bereiche sind immer noch stark unterversorgt mit „schnellem Internet“. Nicht zuletzt wegen der kosten- und zeitintensiven Verlegung der Kabel. Mini-Trenching könnte das ändern.

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Vielfältige Aufgaben präzise und schnell lösen

Konische und gerade Kanäle, schmale Nuten, tiefe Schlitze, Entwässerungsrinnen oder -mulden – all diese Profile lassen sich mit Kleinfräsen perfekt herstellen. Aber diese Maschinen können auch Fahrbahnen zu neuer Griffigkeit verhelfen, Markierungen entfernen und Beschichtungen präzise abtragen.

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Multitop Plus von Aco

Im Rahmen eines Pressetages hat die Aco Tiefbau Vertrieb GmbH, Büdelsdorf, ihre „Kerninnovation des Jahres 2015“ vorgestellt: Die Multitop Plus ist eine Schachtabdeckung, die neben den Anforderungen der Regelwerke insbesondere die höheren Qualitätsansprüche des Herstellers erfüllt. Das Unternehmen, gegründet 1996, wird seither von Rainer Mohr geführt, der dessen Entwicklung augenzwinkernd als „von der Rinnenbude zum weltweit führenden Anbieter von Systemlösungen“ charakterisiert. Ziel ist es dabei stets, so Mohr, „besser zu sein als das, was am Markt ist“. Dies scheint mit der neuen Schachtabdeckung gelungen zu sein, wie von Alfred Fuchs, anerkannter Spezialist auf diesem Gebiet, erläutert wurde.

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