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Foto: Shell
Die Raffinerie Rheinland bekommt eine neue Ausrichtung

Bitumen

Shell verändert seine Raffinerie-Landschaft

Der Ölkonzern Shell hat eine Schließung von 7 seiner 13 Raffinerien angekündigt. Auch die größte Raffinerie in Deutschland ist von den Umbaumaßnahmen betroffen.

Für den Standort Rheinland, zwischen Köln und Bonn bei Godorf, in dem auch Bitumen produziert wird, wurde auf einer virtuellen Pressekonferenz ein entsprechendes Zukunftskonzept vorgestellt.

Hintergrund für den Transformationsprozess ist, dass der Ölkonzern innerhalb eines Jahrzehnts einen Rückgang seiner Produktion von Benzin und Diesel um 55 % erwartet. Die weitreichenden Pläne verfolgen das Ziel, dass Shell ab dem Jahr 2050 unterm Strich für keine Emissionen klimaschädlicher Kohlenstoffverbindungen mehr verantwortlich ist. Dem gegenüber soll die Produktion von verflüssigtem Erdgas, Bioethanol und Wasserstoff gesteigert werden.

Neue Schwerpunkte

Von den 13 Raffinerien, die Shell weltweit betreibt, will der Konzern nun 7 schließen, die restlichen 6 sollen zu „Energy and Chemicals Parks“ um- und ausgebaut werden. So auch die Raffinerie Rheinland. Diese wird sukzessive umgebaut, um andere Produkte produzieren zu können.

Wie Raffineriedirektor Dr. Marco Richrath, gegenüber „Asphalt & Bitumen“ erklärte, wird am Standort dennoch weiterhin Bitumen produziert. „Bitumen wird weiterhin eine wichtige Rolle bei uns spielen“, versicherte er.

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Foto: Shell „Bitumen wird weiterhin eine wichtige Rolle bei uns spielen“, versicherte Dr. Marco Richrath, Direktor der Raffinerie Rheinland, gegenüber „Asphalt & Bitumen“

Der „Motor und das Herzstück“ der Shell-Aktivitäten in Deutschland wird zudem Produkte bereitstellen, die sich zusehends vom heutigen rohöldominierten Angebot unterscheiden. Dazu gehören regenerativen Lösungen wie synthetische und Biokraftstoffe sowie grüner Wasserstoff. So soll die Kapazität der PEM-Wasserstoff-Elektrolyse-Anlage, die Shell aktuell im Werkteil Wesseling zusammen mit Partnern fertigstellt, von derzeit 10 Megawatt auf 100 Megawatt verzehnfacht werden. Außerdem will das Unternehmen eine erste kommerzielle Bio-PTL (Power-to-Liquid)-Anlage errichten, mit der synthetisches Kerosin produziert werden soll. Der Baubeginn ist für 2023 vorgesehen, die Inbetriebnahme wird derzeit auf 2025 datiert. Für beide Projekte beantragt Shell mit seinen Partnern Fördergelder bei der EU und in Deutschland. Ein finaler Investitionsentscheid für beide Projekte steht noch aus. Und wie vom Mineralölunternehmen gewohnt: konkrete Zahlen gibt es keine.

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Foto: Shell Das zukünftige Produktportfolio: es wird weiterhin Bitumen produziert

Mit dem Worten „Wir werden die Mobilität in Zukunft nur erhalten können, wenn diese nachhaltiger gestaltet wird und die Verkehrsteilnehmer auf der Straße, zu Wasser und in der Luft Emissionen signifikant senken können“, unterstrich Dr. Fabian Ziegler, Vorsitzender der Geschäftsführung Shell Deutschland Oil, die Vorgehensweise, die das Unternehmen nicht alleine gehen will. Die Zusammenarbeit soll von Dienstleistungen über stoffliche und energetische Integration bis hin zu Joint-Venture-Anlagen reichen. In Wesseling soll zudem ein Energy Campus entstehen, auf dem Unternehmen, Start-ups, Forschungseinrichtungen und weitere Player aus dem Energiewende-Bereich gemeinsam mit Shell innovative Ideen vorantreiben.

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