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Foto: Foto: VESF
Mit 60 Teilnehmern aus sechs Nationen war die Frhjahrstagung des VESF wieder gut besucht.

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Sind Fräsen ein Gefahrgut?

Anfang April 2014 traf sich die europäische Straßenfräsbranche bei der Frühjahrstagung des VESF e.V., dem Verband Europäischer Straßenfräsunternehmungen. Diesmal unterstützte der Meißelhersteller Betek die Veranstaltung, weshalb sie in Titisee-Neustadt im Schwarzwald stattfand. Mit 60 Teilnehmern aus sechs Nationen war das Treffen wieder gut besucht. Dort wurde u.a. vermittelt, dass Fräsen keinen Gefahrguttransport darstellen, wenn sie zur Baustelle geliefert werden.

Der Vorsitzende Torsten Meyer, GMS Fahrbahnsanierungen, eröffnete die Tagung und begrüßte die Anwesenden auf deutsch. Sein Vorstandskollege Henk Vreeswijk, Freesmij, übernahm die Begrüßung auf holländisch – ein sympathisches Ritual, das von den Mitgliedern sehr geschätzt wird. Der Vorstand freute sich, auch bei dieser Sitzung wieder zwei neue europäische Fräsdienstleister als Mitglieder begrüßen zu können: Power Plane Ltd. aus Großbritannien und die schweizer Remora AG.

Als Gastgeber der Tagung hieß Dr. Frank Thiele, neuer Geschäftsführer der Betek GmbH amp; Co. KG, die Teilnehmer willkommen. Der Maschinenbau-Ingenieur gab einen Überblick über die gesamte Produktpalette seines Hauses.

Die Regelungen zum Transport der Maschinen sind immer wieder Anlass zu Diskussionen bei den Fräsdienstleistern in VESF. Brandaktuelles Thema war diesmal die neue Sondervorschrift SV 363 zum ADR 2013. Diese Regelung hätte bewirkt, dass Transporte von Baumaschinen mit mehr als 60 l Tankvolumen in vielen Fällen wie ein Gefahrguttransport hätten behandelt werden müssen – einschließlich Verwaltungs- und Unterweisungsaufwand. Dank des engagierten Einsatzes des VESF bei der UN/ECE konnte nun eine Freistellung der Maschinen-Transporte von der SV 363 erreicht werden.

Die neuen „Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A5.2“ waren ein weiteres wichtiges Thema. Die Mitglieder wurden informiert über den Stand der Dinge und die aktuelle Fassung, in der die Arbeitsräume beim Fräsen klar festgelegt sind. Insbesondere die Fräsdienstleister begrüßten die dort vorgesehene Verbesserung des Arbeitsraumes auf den Straßenbaustellen.

Als Gastreferent konnte der VESF diesmal einen Spezialisten aus der Schweiz gewinnen: David Zimmermann von Leica Geosystems erläuterte die Funktion der 3D-Systeme und berichtete anschließend über seine Erfahrungen, Möglichkeiten und Grenzen der 3D-Steuerung von Kaltfräsen. Kern seiner Ausführungen war die Botschaft, dass diese Vorgehensweise, die in der Schweiz schon sehr weit verbreitet ist, bei gründlicher Planung und Vorbereitung hervorragende, präzise und nachvollziehbare Ergebnisse liefert.

Die nächste Tagung des VESF e.V. findet statt am 7. November 2014 in Boppard und wird unterstützt von der Bomag GmbH.

www.vesf-ev.com

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