Foto: StMB

Ausbau der A 3

Spatenstich für größtes ÖPP-Infrastrukturprojekt in Deutschland

Heute fiel der Startschuss für den nächsten Ausbau-Abschnitt der A 3: Zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen wird in den nächsten 5 Jahren auf 76 km gebaut.

Inhaltsverzeichnis

Aufgrund der Corona-Verordnung griffen Ministerpräsident Dr. Markus Söder, Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer und Manfred Wendt (Projektgesellschaft „A 3 Nordbayern GmbH & Co. KG“) mit Maske und ausreichend Abstand zueinander dreimal zum Spaten.

Ziel des ÖPP-Projektes ist es, dass ab 2025 die bis zu 90.000 Fahrzeuge, die dort täglich unterwegs sind, auf 6 statt bisher 4 Fahrstreifen rollen sollen. Damit wird die wichtige Verbindung zwischen der Großstadt Würzburg und der Metropolregion Nürnberg gestärkt, häufige Staus und zähfließender Verkehr sollen dort bald der Vergangenheit angehören.

Ein wichtiges Autobahnprojekt für Franken

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur betonte während der per Live-Stream übertragenen Veranstaltung: „Die A 3 ist eine der wichtigsten Verkehrsachsen Mitteleuropas. Jetzt beseitigen wir einen weiteren Engpass und starten in Franken den 6streifigen Ausbau. Mit ÖPP bauen wir schnell, wirtschaftlich und mit hoher Qualität. Gleichzeitig denken wir auch an die Lkw-Fahrerinnen und -fahrer und schaffen drei neue Rastplätze mit Sanitäranlagen.“

Auch für Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer ist der Ausbau ein großer Gewinn für die Mobilität im Freistaat: „Unsere Autobahndirektion Nordbayern baut derzeit an nahezu allen Autobahnen im Großraum Nürnberg. So verbessern wir die Infrastruktur in der gesamten Region, sorgen für mehr Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer. Und auch die Anwohnerinnen und Anwohner werden profitieren: Lärmschutzwände und ein lärmarmer Fahrbahnbelag, der durchgängig zwischen der Anschlussstelle Höchstadt-Ost und dem Autobahnkreuz Fürth/Erlangen verwendet wird, werden den Lärmschutz deutlich verbessern.“

„Mit dem Bau und dem Betrieb der A 3 realisiert Bunte als Partner der Projektgesellschaft A 3 Nordbayern maßgeblich ein weiteres bedeutendes Infrastrukturprojekt für die Bundesrepublik Deutschland im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft und ermöglicht damit eine langfristig verbesserte Infrastruktur in der Region,“ betonte Manfred Wendt, geschäftsführender Gesellschafter der Johann Bunte Bauunternehmung und ergänzte „mit diesem Auftrag setzen wir – Bunte sowie unser Partner Eiffage, unsere langjährige Tradition in der Realisierung von Projekten dieser Größenordnung fort.“

Das Projekt

In den letzten Monaten hat die zuständige Autobahndirektion Nordbayern die Planungen mit Hochdruck vorangetrieben, das Planfeststellungsverfahren durchgeführt und Baurecht geschaffen. Die Bauarbeiten selbst werden vom Auftragnehmer „A 3 Nordbayern GmbH & Co. KG“ übernommen, der für einen Zeitraum von 30 Jahren auch den Betrieb und die Instandhaltung der Ausbau-Strecke übernehmen wird. Auch der Betrieb und die Erhaltung für den Abschnitt Fuchsberg bis Geiselwind, der bereits in den Jahren 2016 bis 2018 konventionell ausgebaut wurde, ist Bestandteil des ÖPP-Projekts.

Das Projekt umfasst zudem die Erweiterung der beidseitigen Tank- und Rastanlage Steigerwald sowie den Neubau von 3 unbewirtschafteten, beidseitigen Rastanlagen mit WC-Gebäuden.

Bis zum Ende des Jahres 2025 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. Die A 3 wird dann auf der gesamten Strecke zwischen der hessischen Landesgrenze und Nürnberg auf 6 Fahrstreifen befahrbar sein. Zwischen Aschaffenburg und Würzburg ist der Ausbau bereits nahezu fertiggestellt. Der letzte dort noch im Bau befindliche Abschnitt bei Würzburg soll 2021 für den Verkehr freigegeben werden.

Die Gesamtkosten für Ausbau, Betrieb und Instandhaltung des ÖPP-Abschnittes für 30 Jahre liegen bei 2,8 Mrd. Euro. Damit ist das Infrastrukturprojekt das deutschlandweit größte Ausbauvorhaben, das als öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP) durchgeführt wird.

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