Foto: © Rhätische Bahn / Andrea Badrutt

Rhätische Bahn

Standardisiertes Instandsetzungsverfahren

Mehr als die Hälfte der 115 Tunnels auf dem Streckennetz der Rhätischen Bahn RhB müssen aufgrund ihres Alters saniert werden.

Die RhB entwickelte dafür ein neues, standardisiertes Instandsetzungsverfahren: die «Normalbauweise Tunnel». Diese garantiert geregelte Bauabläufe, tiefere Kosten als bei bisherigen Verfahren und ermöglicht die Sanierung bei laufendem Betrieb.

Die meisten Tunnels der RhB wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts errichtet. Damit diese Tunnels weiterhin den Anforderungen des modernen Eisenbahnbetriebs gerecht werden, muss die RhB in den kommenden Jahrzehnten rund die Hälfte der gesamten Tunnelstrecke sanieren. Dank der neu entwickelten Normalbauweise sollen die Qualität und Wirtschaftlichkeit der Tunnelsanierungen verbessert, der Sicherheitsstandard erhöht und die Lebensdauer der Tunnels von heute durchschnittlich 30 bis 50 Jahre auf 70 bis 100 Jahre angehoben werden.

Bei dem neuen Bauverfahren werden die Wände der Tunnels komplett ersetzt und nicht mehr wie bisher «nur» wiederhergestellt. Dazu werden das Gleis abgesenkt, der Tunnelquerschnitt vergrössert, eine neue Entwässerung erstellt, Betonfertigelemente als Wände eingesetzt und die Portale neu erstellt. Die Sanierung der Tunnels kann so unter laufendem Betrieb erfolgen.

Erste Anwendung beim Glatscherastunnel

Zum ersten Mal zum Einsatz kam die Normalbauweise bei der Instandsetzung des rund 108 Jahre alten und 334 Meter langen Glatscherastunnel unterhalb von Bergün. Dabei wurde das Gleis um 52 cm abgesenkt. Anschliessend erfolgten die Vergrösserung des Tunnelquerschnitts mittels Sprengvortrieb und der Einbau der Betonfertigelemente ab Güterwagen. Die RhB nahm mit diesem Projekt eine Vorreiterrolle ein und hat das Interesse anderer Bahnunternehmen geweckt.

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Grundinstandsetzung des Kanaltunnels Rendsburg

Der 640 m lange Kanaltunnel Rendsburg wurde 1961 eingeweiht und wird von bis zu 50.000 Fahrzeugen täglich befahren. Auch wenn das Bauwerk seit Inbetriebnahme kontinuierlich gewartet wurde, entschied das Wasser- und Schifffahrtsamt Kiel-Holtenau seine Grundinstandsetzung.

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Neue Fahrbahnübergänge für die Mintarder Brücke

Der Landesbetrieb Straßen.NRW tauscht die Fahrbahnübergänge an der Ruhrtalbrücke bei Mintard im Zuge der A 52 aus. Dafür ist die Strecke in Fahrtrichtung Essen für drei Monate, vom 1. Juli bis zum 30. September, für den Verkehr gesperrt. Im Schutze der Sperrung werden außerdem 10 km Autobahn saniert. Die ersten Bautage zeigten: das Chaos blieb dank guter Vorbereitung auch diesmal wieder aus.

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Software für den Bau des Brenner Basistunnels

Seit dem Spätherbst 2018 laufen die Bauarbeiten am etwa 18 km langen Baulos ‚Pfons-Brenner‘, dem grössten österreichischen Teilabschnitt des Brenner Basistunnels – der künftig längsten unterirdischen Eisenbahnverbindung der Welt.

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Grundinstandsetzung der Köhlbrandbrücke

Seit 2007 läuft das Grundinstandsetzungsprogramm der Köhlbrandbrücke. Nun befinden sich die von der Hamburg Port Authority (HPA) eingeleiteten und beaufsichtigten Arbeiten auf der Zielgeraden. Denn mit der Erneuerung des Fahrbahnbelages an den beiden Rampen und dem Einbau neuer Brückenabläufe (2. Bauabschnitt) werden die Arbeiten voraussichtlich im Herbst 2016 abgeschlossen sein. Für eine sichere und schnelle Entwässerung der Stahlbrückenkonstruktion sorgen dann in beiden Fahrtrichtungen rund 120 spezielle Brückenabläufe der Aco Tiefbau Vertrieb GmbH.