Image
strassenverkehrszaehlung-kasten.jpeg
Foto: RTB GmbH
Automatische Erfassung per Zählkasten

Statistik

Start der bundesweiten Straßenverkehrszählung

Die im letzten Jahr aufgrund der Corona-Pandemie verschobene Straßenverkehrszählung ist angelaufen.

Im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) findet die Verkehrszählung regelmäßig alle 5 Jahre statt, zuletzt 2015. Die 2020 geplante Straßenverkehrszählung wurde aufgrund der Corona-Pandemie und des damit verbundenen Lockdowns ab Mitte März 2020 auf das Folgejahr verschoben.

Auf eine weitere Verschiebung bzw. ersatzlose Aussetzung der Straßenverkehrszählung wurde seitens des BMVI verzichtet, zumal sich bei entsprechenden Auswertungen der BASt gezeigt hat, dass sich die Verkehrsstärken auf den Bundesfernstraßen nach einem pandemie- bzw. lockdown-bedingten Einbruch im Frühjahr 2020 wieder dem durchschnittlichen Verkehr angenähert hatten. Darüber hinaus wird im Jahr 2025 die turnusmäßig nächste Straßenverkehrszählung stattfinden.

Was erfasst wird

Im Zeitraum von April bis Oktober 2021 wird der Straßenverkehr in der gesamten Republik erfasst. Die gesammelten Daten werden an die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) übermittelt und geprüft. 6 verschiedene Fahrzeugarten – Busse, zwei Lkw-Klassen, Motorräder, Pkw und Fahrräder – werden bei der jetzt anlaufenden Zählung getrennt erfasst. Systematisch gezählt werden die Fahrzeuge auf den Autobahnen und Bundesstraßen.

Um einen belastbaren Durchschnittswert für die Verkehrsmenge zu bekommen, wird zu unterschiedlichen Zeiten gezählt. So werden die Daten an zwei sogenannten „Normalwerktagen" – das sind Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag – jeweils morgens und nachmittags erfasst. 2 Freitage gehören zum Zählpaket, 2 Werktage in den Ferien und 2 Sonntage.

Neben den Zählstandorten an Autobahnen und Bundesstraßen werden in den meisten Bundesländern auch die Verkehrszahlen auf Landes- und Kreisstraßen erfasst. Im Bundesfernstraßennetz kommen unter anderem Dauerzählstellen zur Erfassung der Daten zum Einsatz.

Wer nun aber erwartet, dass in den kommenden Wochen und Monaten Menschen auf Klappstühlen auf den Autobahnbrücken sitzen, um Fahrzeug für Fahrzeug zu erfassen, wird enttäuscht. Gezählt wird an den Autobahnen in der Regel mit Videotechnik. Kameras erfassen dabei alle Spuren einer Richtung und die Auswertung kann anschließend am Bildschirm erfolgen. Vorteil: Bei dichtem Verkehr kann mit einer langsameren Abspielgeschwindigkeit zuverlässiger gezählt werden als es live auf der Brücke möglich wäre. Und sind nur wenige Fahrzeuge unterwegs, spart der Zählende Zeit, wenn das Video im Schnelldurchlauf gesichtet wird.

Nicht nur tagsüber wird gezählt, auch die Nachtwerte können mit den technischen Hilfsmitteln sicher erfasst werden. Zudem liegen die erfassten Daten dauerhaft vor und können zu Kontrollzwecken oder für weitere Auswertungen genutzt werden. Der Datenschutz bleibt dabei gewahrt: Wer die Straße nutzt, lässt sich nicht erkennen. Die Auflösung der Videos ist so gering, dass Kennzeichen oder Fahrer nicht zu sehen sind.

Wichtige Datengrundlage

Nach Beendigung des Erfassungszeitraumes werden Daten für jeden Zählabschnitt des Bundesfernstraßennetzes vorliegen, aus denen dann Jahreswerte und weitere Kenngrößen berechnet werden. Die Ergebnisse dienen schließlich als Basis für Aussagen über die Verkehrsentwicklung und ebenso als Grundlage für Lärm- und Emissionsberechnungen.

Diese bilden wichtige Basisdaten für die Verkehrsplanung. Zudem werden die Jahresfahrleistungen und die mittleren Verkehrsstärken für Autobahnen und Bundesstraßen ermittelt.

Von großem Nutzen sind die Daten zudem für Forschungsinstitutionen, Verbände und Bürgerinitiativen.

Foto: Abbildung: BMVI

Archiv

Verkehr in Zahlen

Das Standardwerk zur Verkehrsstatistik in Deutschland „Verkehr in Zahlen“, das seit mehr als vierzig Jahren erscheint, ist in der Ausgabe 2017/2018 erschienen.

Archiv

Bundesverkehrswegeplan im Bundesrat

In dieser Woche beginnen die Ausschüsse des Bundesrates mit den Beratungen zum Fernstraßenausbaugesetz und damit des Bundesverkehrswegeplans 2030. „Der Gesetzentwurf zur Änderung des Fernstraßenausbaugesetzes enthält viele für die Mobilität in Deutschland wichtige Aus- und Neubauvorhaben“, stellte Eduard Oswald, Präsident des Infrastrukturverbandes Pro Mobilität, dazu fest.

Foto: Abbildung: Verkehrsministerium Baden-Wrttemberg

Archiv

Priorisierung für den Bundesverkehrswegeplan

Baden-Württemberg hat im Bundesverkehrswegeplan den Zuschlag für 117 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 9,5 Mrd. Euro erhalten. Das Verkehrsministerium stellte eine Konzeption zur Umsetzung vor. Dabei sollen die 140 Planungsprojekte in eine Reihenfolge gebracht und sukzessive abgearbeitet werden.

Foto: Abbildung: Verkehrsministerium Rheinland-Pfalz

Archiv

Prioritätenliste zum Bundesverkehrswegeplan

46 Bauprojekte an Autobahnen und Bundesstraßen mit einem Volumen von 3,18 Milliarden Euro stehen auf der Prioritätenliste des Landes ganz oben. Das geht aus der vom Verkehrsministerium vorgelegten Prioritätenliste zum Bundesverkehrswegeplan 2030 hervor.

Wir haben noch mehr für Sie!

Aktuelle Entwicklungen in der Branche, neue Maschinen und Anlagen, Tipps zur Betriebsführung und Erfahrungsberichte gibt es alle 14 Tage aus unseren Fachredaktionen direkt ins Postfach: nützlich, übersichtlich und auf den Punkt.
Melden Sie sich jetzt für unsere Newsletter an - schnell und kostenlos!
Asphalt & Bitumen Newsletter
 
Straßen- und Tiefbau Newsletter
 
Steinbruch und Sandgrube Newsletter
 
DSB – Die Schweizer Baustoffindustrie Newsletter
 
Wir geben Ihre Daten nicht an Dritte weiter. Die Übermittlung erfolgt verschlüsselt. Zu statistischen Zwecken führen wir ein anonymisiertes Link-Tracking durch.