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Foto: Michael Schlutter
47 Auszubildende erhielten am 23. Juli ihre Abschlusszeugnisse.

Zeugnisübergabe

Start ins Berufsleben

47 Auszubildende der Baustoffindustrie erhielten am 23. Juli 2021 ihre Abschlusszeugnisse. Die feierliche Übergabe fand in der Aula des Erfurt Bildungszentrum Unternehmensverbundes (EBZ) statt.

Die dreijährige praktische Ausbildung erfolgt in länderübergreifenden Berufsschulklassen für Verfahrensmechaniker der Fachrichtungen Transportbeton, Baustoffe, vorgefertigte Betonerzeugnisse und Asphalttechnik sowie einer Klasse für Aufbereitungsmechaniker in den Fachrichtungen Naturstein sowie Sand und Kies. Bei dieser dualen Berufsausbildung wird die Fachtheorie in der staatlichen berufsbildenden Walter-Gropius-Schule vermittelt.

Auszeichnung für die Besten

Für Ihre guten Leistungen wurden die Besten der einzelnen Fachrichtungen vom Unternehmerverband Mineralische Baustoffe (UVMB) e.V. ausgezeichnet. Philip Alan Naylor und Maximilian Heydenreich von der Basalt AG Hartsteinwerke Bayern- Mitteldeutschland (Niederlassung Erfurt), Robert Prusina von der Cemex Zement GmbH aus Rüdersdorf, Nikolas Trapp von der Heidelberger Sand und Kies GmbH aus Neupotz und Campino Helmund von der Finger Beton GmbH & Co. KG aus Sonneborn werden eine Urkunde und eine Geldprämie erhalten. Leider konnte der UVMB in diesem Jahr aufgrund der Corona-Lage die Auszeichnungen nicht persönlich übergeben. Weiterhin werden alle Absolventen bis 25 Jahre, die 87 oder mehr Punkte erreicht haben, ein Weiterbildungsstipendium von der IHK Erfurt erhalten.

Zwischen dem Unternehmerverband und dem ebz besteht eine bereits langjährige Partnerschaft, welche bis 1990 zurück reicht und von dem damaligen Landesverband für Thüringen und Sachsen-Anhalt ins Leben gerufen wurde. Nach weiteren Fusionen mit Verbänden aus Sachsen sowie Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern entstand 2004 der heutige UVMB, welcher als Gesamtverband die Interessen von derzeit etwa 250 Mitgliedsunternehmen mit rund 5.000 Beschäftigten vertritt.

Schon als Kleinkind Baggerfan

Angelique Huth von der NAM Nordharz Asphalt-Mischwerke GmbH hat vorher schon eine Ausbildung als Industriemechanikerin gemacht und wollte aber eigentlich immer schon in die Baubranche, da ihr Vater bereits als Baumaschinist gearbeitet hat. „Ich habe mich bereits als Kleinkind für Bagger und Radlader interessiert und wollte etwas mit Mechanik zu tun haben. Also Fummeln und Tüfteln, Probleme lösen, Schweißen und sich selber helfen können – das hat mich schon immer fasziniert.“ Jetzt hat sie ihren Wunschberuf Verfahrens- und Aufbereitungsmechanikerin gefunden.

In der Ausbildung konnte sie dabei an modernster Technik arbeiten. Denn im Ausbildungscenter Mechatronik für die Steine- und Erdenindustrie wurde Anfang 2021 neueste Technik der Firmen Ammann und Miprotekt für Simulationen eingeführt. Sie ergänzen ua. die alten Anlagen wie ein Steuerpult für eine Betonmischanlage und eine Aufbereitungsanlage für Sand und Kies sowie Rechner für Asphaltmischanlagen. Hier konnte immer nur ein Azubis arbeiten und die zugehörige Soft-und Hardware war veraltet war und lief nicht mehr fehlerfrei. „Deshalb haben die beiden Firmen beschlossen, uns hier mit neuester Technik auszustatten“, erklärt Heiko Niebergall-Aßmann, welcher als Mechatronik-Ausbilder im Bereich im Ressortbereich Elektrotechnik für Ausbildung in der Steine- und Erdenindustrie zuständig ist. „Miprotek hat hier eine der modernsten Steuerungen geliefert, die auf Wunsch des ebz auch zusätzlich eine Betonanalage simulieren kann. Das Gleiche haben wir mit der Firma Ammann verhandelt und sie hat uns ein Steuerungsmodell als eine „virtuelle Maschine“ zur Verfügung gestellt.“ Damit sei es möglich, dass die Azubis direkt an den Anlagen aber auch über Rechner, Laptop und Netzwerk gleichzeitig an zehn eigenen Anlagen arbeiten können, weist Niebergall-Aßmann auf den wesentlichen Vorteil hin. Das gehe sowohl für Asphalt- aber auch für Beton- und Kiesanlagen. „So können wir sogar verschiedene Berufsgruppen gleichzeitig und insgesamt wesentlich effektiver ausbilden“, so der Ausbilder.

Parallel dazu gebe es vom UVMB eine Lernplattform „betonwissen.de“, wo sich Unternehmen anmelden können. „Das finden wir so gut, dass wir dieses Instrument zukünftig in unsere Ausbildung mit einbinden wollen und entsprechende Zugänge schon vom Unternehmerverband kostenlos bekommen haben“, freut sich Niebergall-Aßmann. Und diese Modernisierung soll weiter gehen. „Es gibt ähnliche Anlagen in der Zementherstellung, wo wir derzeit aber noch in den Verhandlungen sind“, blickt der Ausbilder ein wenig in die Zukunft. Und hofft, dass er auch hier bald mit der modernsten Technik arbeiten kann.

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Foto: Michael Schlutter Bereits ihr Vater Norbert Neumann arbeitete als Baumaschinist. Durch ihn hat Angelique Huth das Interesse für Bagger und Radlader gefunden.

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