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Bei den Oldies ist immer noch nicht der Lack ab, zumindest bei diesen Exemplaren.
Foto: Ute Schroeter
Bei den Oldies ist immer noch nicht der Lack ab, zumindest bei diesen Exemplaren.

Weiach Historik 2022

Stell-Dich-ein der Baumaschinen-Oldies

Geschätzte 15.000 Personen fanden den Weg ins Zürcher Unterland zur Weiach Historik.

Die Maschinenshow fand bei besten Wetterverhältnissen in der Kiesgrube der Weiacher Kies AG statt. Rund 270 Baumaschinen und Lastwagen repräsentierten die Geschichte der Baugeräte aus den Anfängen der Mechanisierung bis hin zum modernsten Hydraulikbagger mit 3D-Steuerung. Wobei die ältesten, immer noch funktionstüchtigen Maschinen weit über 100 Jahre alt waren.

Historische Baustelle

Als Publikumsmagnet etablierte sich die historische Baustelle, welche den Straßenbau in der Zeitspanne zwischen etwa 1920 und 1960 veranschaulichte. Verschiedene Steinbrecher, angetrieben über Transmissionsriemen einer Dampfmaschine, zerkleinerten Bollensteine zu Straßenkies. «Mann» befüllte den Brecher von Hand und «Frau» schaufelte das gebrochene Kies in eine Karette. Für den Zwischentransport und die Planiearbeiten war ebenfalls Handarbeit angesagt. Die Verdichtung erfolgte mit Explosionsstampfern und einer Dampfwalze. Vor etwas mehr als 100 Jahren arbeiteten die ersten Bulldozer auf den Baustellen. Daraus entwickelten sich später die Raupenlader (auch Trax genannt), von denen in Weiach eine ganze Flotte am Arbeiten war. 

Historische Seilbagger

Mit gekonnten Bewegungen warfen die vier Seilbaggerfahrer ihre Schleppkübel durch die Luft. Diese landeten dann aber auch dort, wo sie mussten und ruckzuck waren wieder ein paar Kubikmeter Erdmaterial weg. Mit dem Aufkommen der ersten brauchbaren Hydraulikbagger in 50er- und 60er-Jahre verschwanden die kleinen Seilbagger allmählich von den Baustellen. Zwei von diesen frühen Hydraulikbaggern waren in Weiach zu sehen. Innerhalb von wenigen Metern arbeiteten 60 Jahre Hydraulikbaggergeschichte: ein Yumbo Y45 mit Jahrgang 1962 und ein aktueller Hyundai HX300A NL. So eine Kombination gab es wahrscheinlich nur in Weiach zu sehen.

Modernes zum Testen

In der eigentlichen Kiesgrube präsentierten zwölf namhafte Baumaschinenhersteller ihre neusten Produkte. Neben elektrisch angetriebenen Baggern und Radladern im Kompaktbereich waren auch die neusten Assistenzsysteme und die intelligenten Steuerungen zum Testen ausgestellt. Einmal einen richtigen Bagger ausprobieren, war das Größte für die kleinen und die großen Kinder. Geduldig standen sie in der Schlange, bevor sie unter kundiger Anleitung auf dem Fahrersitz Platz nehmen durften. Und vielleicht entwickelt sich ja aus diesem Erlebnis ein zukünftiger Kunde.

Definitiv nichts für Anfänger war die Caterpillar Operator Challenge. Die 86 Teilnehmenden massen sich in drei Disziplinen: Kompaktradlader, Minibagger und Großbagger. Am wenigsten Zeit benötigten am Samstag Andreas Juchler aus Rümlang, respektive Michael Herren aus Frauenkappelen am Sonntag. Sie werden die Schweiz an der europäischen Ausscheidung in Malaga, Spanien, vertreten. Wie bereits bei der Eröffnung des EbiMIK im September 2021 schweißten die Kinder auch in Weiach voller Begeisterung ihre Windlichter. Die Lernenden der Eberhard Unternehmungen präsentierten zusammen mit Ebi.Young einige Lernberufe und betreuten die Kinder beim Malen und «Sändelä». Und wenn sich einige Jugendliche vom Konzept Weiach Historik begeistern lassen und später einen Bauberuf wählen, dann erfüllt sich ein wichtiger Zweck von diesem Event. (Urs Peyer)

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Auch moderne Maschinen waren zu sehen, ausgestattet neuer digitaler Technik.
Foto: Ute Schroeter
Auch moderne Maschinen waren zu sehen, ausgestattet neuer digitaler Technik.

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