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Umsatz bei Baumaschinen bleibt auf Rekordniveau

Wie der Fachverband Baumaschinen und Baustoffanlagen im VDMA heute mitteilte, blieb auch 2019 der Absatz von deutschen Baumaschinen weltweit entgegen aller Erwartungen auf Rekordniveau. 2020 sehen die Mitglieder des Fachverbandes optimistisch, wenn auch in Geschäftsfeldern und Märkten differenziert.

Inhaltsverzeichnis

  • Auftragseingang der deutschen Baumaschinenhersteller 2019: - 9%
  • Umsatz 2019 mit -1 % praktisch unverändert (nominal + 1%)
  • Inlandsgeschäft über den Erwartungen
  • Deutlich weniger Aufträge bei Erd- und Straßenbaumaschinen bei besserem Umsatz

Damit blickt die Branche nach der Weltwirtschaftskrise 2007/2008 auf eine 10jährige Phase der Erholung zurück. Mit dem Rekordjahr 2018, so die Erwartungen, sollte das Ende des Wachstums eingeläutet werden. Dies ist auch eingetreten, jedoch milder als gedacht. So lag der Auftragseingang 2019 mit 9 % im einstelligen Minusbereich. Die Ertragslage verbesserte sich, ist doch ein Umsatzrückgang von lediglich -1 % praktisch unverändert geblieben.

Unterschiedliche Entwicklung in den Geschäftsfeldern

Im größten Geschäftsfeld deutscher Baumaschinenhersteller, bei Erdbaumaschinen, gingen die Aufträge um 8 % zurück. Allerdings ist gleichzeitig ein Umsatzplus von 4 % zu verzeichnen. Der Auftragseingang bei Straßenbaumaschinen – das Geschäftsfeld, das sich am schnellsten von der Konjunkturkrise erholte – verzeichnete einen Rückgang bei den Aufträgen um 21 %, der von einem Umsatzrückgang von 11 % abgefedert wurde. Das Geschäftsfeld Straßenbaumaschinen drückt somit die Gesamtbilanz.

Dass die Umsatzzahlen über den für 2019 geäußerten Erwartungen blieben, ist dem Inlandsgeschäft geschuldet. So geht es der Bauindustrie in Deutschland weiterhin gut und sind die Anreize zu weiteren Investitionen gegeben wie beispielsweise die Konjunkturausschichten als auch niedrige Zinsen. Insbesondere bei Erdbaumaschinen, wo erstmals 40.000 Einheiten verkauft wurden, ist diese positive Erwartungshaltung nachzuvollziehen. Hier machen sich die verstärkten Investitionen in der Steine- und Erden-Industrie, also bei der Gewinnung von Baustoffen, bemerkbar. Zu den positiven Ergebnissen haben auch schnellere Auslieferungen beigetragen, da Lieferschwierigkeiten bei den Komponenten zurückgingen.

2020 leichte Rückgänge erwartet

Der weltweite Absatz von Baumaschinen stieg auf Rekordniveau: 2019 um 5 % zum Vorjahr. Insbesondere der chinesische Markt mit einem Wachstum von 8 % hat dazu beigetragen. Jedoch drängen auch immer mehr chinesische Hersteller auf den Weltmarkt. Nordamerika verzeichnete ein einstelliges Wachstum, da Infrastrukturprogramme nicht wie angekündigt umgesetzt werden. Der Hoffnungsmarkt Indien zeigte temporäre Schwächen und auch Lateinamerika stagnierte. Der britische Markt hat sich vom Brexit nicht beeindrucken lassen. Mittel- und Südeuropa befinden sich in einer Erholungspause bei einem so geringen Volumen, dass diese die Entwicklungen in Nord- und Westeuropa nicht kompensiert.

Trotz aller weltwirtschaftlichen Unsicherheiten gehen der VDMA und auch der Verband der Baumaschinenhersteller in Europa (CECE) davon aus, dass sich das Rekordvolumen von 2019 in diesem Jahr nicht halten lässt, die Nachfrage aufgrund der stabilen Bauindustrie in den meisten Volumenmärkten jedoch intakt bleibt.

Prognostiziert wird ein Rückgang beim Absatz von Baumaschinen in Europa zwischen 0 und 5 %, in Deutschland um die 5 % und weltweit zwischen 5 und 10 %. Dabei geht der Fachverband Baumaschinen und Baustoffanlagen im VDMA davon aus, dass der Branchenumsatz deutscher Hersteller unter einem 5prozentigen Rückgang liegen wird.

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