Investitionen

Verkehrsinvestitionsbericht 2017 vorgelegt

Mit dem Verkehrsinvestitionsbericht für das Berichtsjahr 2017 trägt das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur seiner Aufgabe Rechnung, den Deutschen Bundestag als Haushaltsgesetzgeber über die getätigten Investitionen zu informieren.

Inhaltsverzeichnis

Angesichts der Investitionen in Milliardenhöhe ist diese Transparenz ein wichtiges Anliegen. Zugleich bietet der Bericht für die interessierte Öffentlichkeit ebenso umfassende wie anschauliche Informationen zum Baugeschehen auf den Bundesverkehrswegen sowie zu noch anstehenden Vorhaben.Der Bericht beinhaltet sämtliche Investitionen des Bundes in die Schienenwege, die Fernstraße und die Wasserwege. Für alle Projekte werden zahlreiche Details aufgeführt.

Danach wurden 2017 für Bundesschienenwege Gesamtinvestitionen in Höhe von 5,06 Mrd. Euro getätigt. Für Bundesfernstraßen ergaben sich Ausgaben in Höhe von 8,1 Mrd. Euro, davon etwa 6,8 Mrd. Euro an Investitionen. Die Ausgaben für die Bundeswasserstraßen umfassten 1,02 Mrd. Euro.

Details zu den Bundesfernstraßen

2017 wurden 9,8 km Autobahnen neu gebaut und 31,6 km auf sechs oder mehr Fahrstreifen erweitert. 47,4 km Bundesstraßen wurden aus- oder neugebaut. 4 Ortsumgehungen mit einer Länge von 22,6 km wurden vollständig fertiggestellt. 70 Ortsumgehungen mit einer Gesamtlänge von 346,4 km befanden sich Ende 2017 im Bau.

Zur Erhaltung der Bundesfernstraßen – ohne die Erhaltungsanteile im Zusammenhang mit Um- und Ausbau – wurden insgesamt 4,13 Mrd. Euro ausgegeben. Davon entfielen 2,76 Mrd. Euro auf die Bundesautobahnen und 1,36 Mrd. Euro auf die Bundesfernstraßen.

Der Anteil der Erhaltungsausgaben für Ingenieurbauwerke an Bundesfernstraßen lag bei 25 % der Gesamterhaltungsausgaben mit steigender Tendenz. Mit 2,7 Mrd. Euro entfielen 68 % auf die Fahrbahnbefestigungen. Bei den Erhaltungsmaßnahmen an Fahrbahnbefestigungen wurden 0,4 Mrd. Euro (15 %) in oberflächennahe Deckschichtmaßnahmen bis 4 cm Tiefe und 2,3 Mrd. Euro (85 %) in grundhafte Erhaltungsmaßnahmen über 4 cm des Fahrbahnaufbaus investiert.

Für den Radwegebau an Bundesstraßen (einschließlich der Erhaltung von Radwegen) wurden im Berichtsjahr 69,3Mio.Euro ausgegeben. Es sind 153 km Radwege an Bundesstraßen fertiggestellt worden.

Für den Lärmschutz beim Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen (Lärmvorsorge) wurden 95 Mio. Euro und für den Lärmschutz an bestehenden Bundesfernstraßen (Lärmsanierung) weitere 56 Mio. Euro ausgegeben.

Die Verkehrsstärken auf den Bundesfernstraßen stiegen im Berichtsjahr2017 leicht an. Es wurde auf Bundesautobahnen eine durchschnittliche tägliche Verkehrsstärke (DTV) von rund 51.900 Kfz/24h mit einem Schwerverkehrsanteil (SV) von 15 % (7.850 Kfz/24h) und auf Bundesstraßen außerorts durchschnittlich ein DTV von 9.650 Kfz/24h mit einem SV-Anteil von 8,2 % (790 Kfz/24h) festgestellt. Die Jahresfahrleistung im gesamten Straßennetz der Bundesrepublik Deutschland (Inländerfahrleistung) betrug im Berichtsjahr 755,9Mrd. Kfz/km, davon auf Bundesautobahnen 246,1Mrd. Kfz/km (Anteil an der Gesamtfahrleistung: 32,6 %) und auf Bundesstraßen außerorts 108,4Mrd. Kfz/km (Anteil an der Gesamtfahrleistung:14,3 %).

Den umfangreichen Bericht (78 MB) kann man hier downloaden:

VIFG

74 Prozent der Mauteinnahmen flossen 2018 in den Straßenbau

Über das Finanzmanagementsystem der Verkehrsinfrastrukturfinanzierungsgesellschaft (VIFG) wurden im Jahr 2018 Haushaltsmittel für den Bau, Erhalt und Betrieb der Bundesfernstraßen in Höhe von 9,2 Mrd. Euro verausgabt.

Mit rund 30 Mrd. Euro soll der Etat des BMVI im kommenden Jahr ausgestattet werden.

29,83 Mrd. Euro für die Bundesverkehrswege

Verkehrsetat 2020 steigt leicht auf Rekordniveau

Mit knapp 30 Mrd. Euro soll sich laut Regierungsentwurf der Verkehrsetat 2020 auf Rekordniveau bewegen. Dies teilt der ZDB in einem aktuellen Rundschreiben an seine Mitglieder mit.

Archiv

Investitionsbericht Verkehr 2013

„Wir haben 2013 über 400 Mio. Euro für Verkehrsinvestitionen ausgegeben, um gleichwertige Lebensverhältnisse und Investitionschancen in allen Landesteilen zu sichern. Unser Investitionsbericht zeigt auf, wie sich Thüringen seit 1990 zur ‚Schnellen Mitte Deutschlands‘ entwickeln konnte“, sagte der Minister für Bau, Landesentwicklung und Verkehr, Christian Carius, bei der Vorstellung des ‚Investitionsbericht Verkehr 2013‘.

Archiv

Erheblich mehr Straßenbaumittel

2014 sind die Mittel für das Bundesfernstraßennetz in Nordrhein-Westfalen deutlich gestiegen. „Mit 962 Mio. Euro haben wir erheblich mehr Bundesmittel für die Autobahnen und Bundesstraßen abrufen können als in den vergangenen Jahren“, sagte Verkehrsminister Michael Groschek.