Sowohl stadtbildkonform als auch vor Überflutung und Vandalismus sicher: Der für autorisierte Personen jederzeit zugängliche Unterflurverteiler EK 880 sorgt für die Stromversorgung einer E-Ladesäule.
Foto: Langmatz

Systemlösungen von Langmatz

Versenkbarer Verteiler für die E-Mobilität

Der Ausbau der E-Ladeinfrastruktur wird vom Bund mit 2,5 Mrd. Euro gefördert. So erfährt das Thema E-Mobility derzeit eine neue Dynamik. Langmatz hat dafür versenkbare Verteiler für die Ladesäulen entwickelt.

Inhaltsverzeichnis

Im dritten Quartal 2020 hat sich im Vorjahresvergleich die Gesamtzahl von E-Ladesäulen bundesweit um 28% auf mittlerweile rund 19.700 erhöht – ein absoluter Rekordwert (Quelle: Statista). „Die extreme Zunahme von Ladeinfrastruktur-Projekten stellt Netzbetreiber, Kommunen und Planer vor echte Herausforderungen. Dazu zählen zunehmend eingeschränkte Platzverhältnisse, das Ziel einer stadtbildkonformen Architektur sowie Sicherheitsbedenken bei der Aufstellung von Anschlussschränken“, beschreibt Dieter Klasmeier, Marketing-Leiter bei der in Garmisch-Partenkirchen ansässigen Langmatz GmbH, die aktuelle Situation. Vor diesem Hintergrund haben Langmatz und die Bayernwerk Netz GmbH, Bayerns größter Energienetzbetreiber, gemeinsam eine technische Lösung entwickelt, bei dem der Netzanschluss für die E-Ladesäule in einem Unterflurverteiler im Boden versenkbar ist und damit einen oberirdischen Schaltschrank komplett ersetzt.

Gut für E-Mobility und Smart City

Vor rund einem Jahr hatten die beiden Projektpartner in der Gemeinde Oberammergau begonnen, den neuartigen Ansatz im Rahmen eines Pilotprojekts zu testen. Auf Grund der positiven Erfahrungen hinsichtlich der technischen und wirtschaftlichen Machbarkeit gilt das Projekt nun als Blaupause für künftige Unternehmungen. „Nach unseren Erfahrungen ist die Idee, eine Ladesäule mit einem versenkbaren und zugleich zugänglichen Schacht zu kombinieren, eine perfekte Lösung in Zeiten von Smart City“, so Stefan Drexl, kommunaler Betreuer der Bayernwerk Netz GmbH. Seiner Meinung nach hat sich in dem einjährigen Testlauf bestätigt, dass die Unterflurlösung einen zukunftsweisenden Weg bietet, nicht nur für den Bereich E-Mobility, sondern für sämtliche kommunale Einrichtungen, auch für Glasfaser, W-Lan oder sonstige kritische Infrastruktur.

Ludwig Fischer, Bereichsleiter Technik bei Langmatz, sagt ergänzend: „Wir wollten in der Zusammenarbeit mit unserem langjährigen Partner Bayernwerk zeigen, dass es ein echter Vorteil für Kommunen, Ladesäulen- und Netzbetreiber ist, an sensiblen Ortslagen nicht darauf angewiesen zu sein, einen oberirdischen Schaltschrank aufstellen zu müssen.“ Die unterirdischen Schränke sind platzsparend, müssen nicht in ein historisches Stadtbild integriert werden und können auch an denkmalgeschützten Orten installiert werden.

Stadtbildkonform und zukunftssicher

Der in Oberammergau eingesetzte Unterflurverteiler EK 880 ist ein vollwertiger Hausanschluss auf Basis der bekannten Kunststoffkabelschächte und ersetzt damit den typischen grauen, oberirdischen Schaltschrank. Der für autorisierte Personen jederzeit zugängliche Verteiler kann mittels Gasdruckdämpfer leicht geöffnet und bedient werden, hat Bauraum für einen Hausanschlusskasten, einen Zählerplatz zur Direktmessung und verfügt über die notwendigen elektrischen Schutzeinrichtungen. Überdies ist er durch eine Tauchhaube vor Überflutungen geschützt sowie vor Vandalismus und unberechtigtem Zugriff sicher.

„Das Pilotprojekt hat eindrucksvoll bewiesen, dass unser Unterflur-Netzanschluss eine stadtbildkonforme und zukunftssichere Stromversorgung sicherstellt. Auf Basis dieser Lösung können künftig alle Ladeinfrastrukturprojekte, unabhängig von der Bebauung, von Sicherheitsbedenken und Platzverhältnissen realisiert werden“, so das Resümee von Fischer.

Solarpark Kersch kurz vor der Fertigstellung.
Foto: WI Energy

Solaranlagen in Ex-Abbauflächen

Mit Photovoltaik Sonne ernten im Steinbruch

Fast alle ehemaligen Abbauflächen eignen sich für Photovoltaik-Anlagen. WI Energy klärt über Voraussetzungen, Gutachten und Genehmigungen auf.

Foto: Foto: www.eventfotograf.in/JRF e.V.

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Für BIM sensibilisieren

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen, fokussiert seine Arbeit rund um den Kanal. Die Bandbreite reicht vom Bau über den Betrieb bis zur Sanierung. Mit Blick auf die Netzbetreiber möchte das Institut in diesem Zusammenhang für das Thema BIM sensibilisieren. Dazu gibt es am 21. November eine Veranstaltung in Bochum. Wir nahmen dies zum Anlass, mit Roland W. Waniek, Geschäftsführer des IKT, über BIM zu sprechen.

Foto: Foto: Dirk Heckmann

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Expertentreffen in Berlin

Am 22. September fand in Berlin der „Tag der kommunalen Infrastruktur“ statt. Auf der mit rund 300 Teilnehmern sehr gut besuchten Veranstaltung, zu der der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. (HDB), der Bundesverband Baustoffe Steine und Erden e.V. (BBS) sowie der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) ins Hotel Pullman Schweizerhof eingeladen hatten, diskutierten Vertreter von Kommunen, Städten und Gemeinden sowie von Bauunternehmen mit Fachleuten aus Forschung und von Infrastrukturdienstleistern Möglichkeiten zum Erhalt und nachhaltigen Ausbau der Infrastruktur.

Foto: Foto: IKT

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The Oscar goes to Almere

Das IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur in Gelsenkirchen verleiht seit dem Jahr 2002 den goldenen Kanaldeckel. Die Gewinner in diesem Jahr sind Mitarbeiter von Stadtentwässerungen in den Niederlanden, in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Bei dem Preis, der auch als Oscar der Branche bezeichnet wird, machte ein Niederländer den 1. Platz.

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