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Wacker Neuson verzeichnet positiven Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2012

Der Münchener Baugeräte- und Kompaktmaschinen-hersteller Wacker Neuson verzeichnete ein gutes erstes Halbjahr 2012. Für das Gesamtjahr geht der Konzern weiterhin von einem zweistelligen Umsatzwachstum aus, auch wenn sich für das zweite Halbjahr eine Abschwächung der Nachfrage in Europa andeutet.

Umsatz in Amerikas steigt im zweiten Quartal 2012 überproportional

Nachdem Wacker Neuson insbesondere in seinen Kernmärkten (Europa und Nordamerika) bereits ein starkes erstes Quartal 2012 verzeichnen konnte (Q1 2012: +29 Prozent gegenüber Vorjahr auf 274,0 Mio. Euro), wuchs auch im zweiten Quartal der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 7 Prozent auf 284,2 Mio. Euro (Q2 2011: 266,9 Mio. Euro). „Während wir in der europäischen Bau- und Landwirtschaft im zweiten Quartal eine Eintrübung beobachteten und sich das entsprechend in einem verlangsamten Umsatzwachstum niederschlägt, lag der Absatz von Baugeräten und Kompaktmaschinen in der Region Amerikas mit einem Umsatzplus von 23 Prozent zum Vorjahrsquartal deutlich über unseren Erwartungen. Diese Entwicklung ist ein Beleg dafür, dass wir konjunkturelle Schwankungen über eine breitere Internationalisierung besser ausgleichen können“, erläutert Cem Peksaglam, Vorstandsvorsitzender der Wacker Neuson SE. Im zweiten Quartal wirkte sich vor allem ein Sondereffekt auf die Geschäftsentwicklung des Segments Europa aus: Im Mai 2012 wurde die Produktion für Kompaktmaschinen bis 14 Tonnen am neuen Entwicklungs- und Fertigungsstandort im oberösterreichischen Hörsching aufgenommen. Durch den Umzug und wesentliche Änderungen in der Fertigung kam es zu Verzögerungen in der Auslieferung kompakter Maschinen sowie zu erhöhten Prozess- und Logistikkosten, die die Umsatz- und Ergebniszahlen im zweiten Quartal dämpften. Seit Juli normalisieren sich die Abläufe wieder, so dass der dadurch erhöhte Auftragsbestand zügig abgearbeitet werden kann.

Deutliches Umsatzplus im ersten Halbjahr 2012

In den ersten sechs Monaten in 2012 steigerte der Konzern seinen Umsatz um 17 Prozent auf 558,1 Mio. Euro (H1 2011: 478,7 Mio. Euro). Bei den Baugeräten wie Stampfern, Platten, Walzen, Beleuchtungsanlagen und Generatoren wuchs der Umsatz im Halbjahr um 14 Prozent zum Vorjahr. Mit einem Plus von 23 Prozent zum Vorjahr stieg der Umsatz mit Baggern, Radladern, Dumpern und Kompaktladern an, hierin enthalten sind die Landwirtschafts-Maschinen, die um 28 Prozent zulegten und bereits 17 Prozent am Gesamtumsatz des Konzerns ausmachen. Der Dienstleistungsumsatz, der unter anderem die Ersatzteilversorgung sowie Wartung, Reparaturen und das Gebrauchtmaschinengeschäft umfasst, legte um 8 Prozent zu.

Die rückläufige Nachfrage in Europa sowie die Folgen der Produktionsverlagerung in das neue Werk nach Hörsching schlugen sich in den Ergebniszahlen nieder: Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) stieg im ersten Halbjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr um 6,3 Prozent auf 76,1 Mio. Euro (H1 2011: 71,6 Mio. Euro). Dies entspricht einer EBITDA-Marge von 13,6 Prozent (H1 2011: 15,0 Prozent). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 49,2 Mio. Euro (H1 2011: 48,6 Mio. Euro), was einer EBIT-Marge von 8,8 Prozent (H1 2011: 10,2 Prozent) entspricht. Das Periodenergebnis nach Steuern und Minderheitsanteilen belief sich im ersten Halbjahr auf 30,9 Mio. Euro (H1 2011: 31,5 Mio. Euro). Damit erzielte Wacker Neuson mit 0,44 Euro pro Aktie im Halbjahr in etwa das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr (H1 2011 0,45 Euro).

Veränderung im Vorstand

Die Wacker Neuson SE beabsichtigt die Zusammenführung der beiden Produktbereiche Baugeräte (Light Equipment) und Kompaktmaschinen (Compact Equipment) unter einheitlicher Leitung, um die Synergien insbesondere im Zuge einer zunehmenden Internationalisierung stärker zu nutzen und damit den Markterfolg weiter auszubauen. Vor dem Hintergrund der damit einhergehenden neuen Zuordnung von Führungsaufgaben im Vorstand wird Herr Richard Mayer, bislang zuständig für das Ressort Baugeräte (Light Equipment), sein Amt als Mitglied des Vorstandes der Wacker Neuson SE zum 30. September 2012 niederlegen. Die damit verbundene Entscheidung über das vorzeitige Ausscheiden aus dem Unternehmen haben Herr Mayer und der Aufsichtsrat im besten gegenseitigen Einvernehmen getroffen.

Das Vorstandsressort Baugeräte (Light Equipment) wird Herr Martin Lehner übernehmen, bislang schon zuständig für das Ressort Kompaktmaschinen (Compact Equipment), zudem Stellvertreter des Vorstandsvorsitzenden Cem Peksaglam und seit 1987 im Unternehmen.

 Die Segmentberichterstattung der Wacker Neuson SE bleibt von der Zusammenführung der Produktbereiche unter einem Vorstandsressort unberührt. Die Umsatzerlöse werden weiterhin nach den Geschäftsbereichen Light Equipment, Compact Equipment und Dienstleistungen abgebildet.

 Ausblick und Prognose für Gesamtjahr 2012

Durch die Ausweitung des Produkt- und Dienstleistungsangebots von Wacker Neuson auf weitere Branchen und Industriesparten sowie durch stärkere Internationalisierung der Absatzmärkte soll eine mögliche Abschwächung in der Nachfrage einzelner Länder bzw. Regionen zunehmend abgefedert werden. „Dass sich Wacker Neuson hier auf dem richtigen Weg befindet, zeigen mir die Erfolge des aktiven, Cross Sellings‘ unserer Bereiche, das immer stärker greift. Wir halten an unserem Ziel, in diesem Jahr die Umsatzmilliarde zu übertreffen, weiter fest,“ so Peksaglam.

Für 2012 bestätigt der Konzern die bisherige Umsatzprognose von rund 1,1 Mrd. Euro. Wegen der Unsicherheiten über die Entwicklung der europäischen Märkte und die durch die Produktionsverlagerung bedingten negativen Ergebnisauswirkungen wird nun eine EBITDA-Marge von 13 bis 15 Prozent erwartet, während man zu Jahresbeginn noch von mindestens 15 Prozent ausging. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte Wacker Neuson einen Umsatz von 991,6 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von 16,4 Prozent.

Tabelle: Umsatz- und Ertragslage Kennzahlen in Mio. € Q2/12 Q2/11 Veränderung H1/12 H1/11 Veränderung Umsatz 284,2 266,9 +6,5% 558,1 478,7 +16,6% Bruttomarge in % 29,5 32,6 -3,1PP 30,3 32,6 -2,3PP EBITDA 37,3 45,7 -18,4% 76,1 71,6 +6,3% EBITDA-Marge in % 13,1 17,1 -4,0PP 13,6 15,0 -1,4PP EBIT 22,8 33,7 -32,3% 49,2 48,6 +1,2% EBIT-Marge in % 8,0 12,6 -4,6PP 8,8 10,2 -1,4PP EBT 20,8 32,8 -36,6% 45,6 46,7 -2,4% Periodenergebnis 13,8 22,5 -38,7% 30,9 31,5 -1,9% Ergebnis je Aktie 0,20 0,32 -37,5% 0,44 0,45 -2,2%

Der Wacker Neuson Konzern ist einer der führenden Hersteller von Baugeräten und Kompaktmaschinen – mit mehr als 40 Tochterunternehmen und über 140 Vertriebs- und Servicestationen weltweit. Die Geschichte des Wacker Neuson Konzerns reicht bis in das Jahr 1848 zurück. Die Produkte des Unternehmens tragen den Markennamen Wacker Neuson. Zudem werden Kompaktmaschinen in Europa unter der Marke Kramer Allrad und unter der Marke Weidemann (Landwirtschaft) vertrieben. Mit seinem Leistungsangebot orientiert sich das Unternehmen an den „Profi-Anwendern“ unter anderem aus dem Bauhauptgewerbe, dem Garten- und Landschaftsbau, der Landwirtschaft, den Kommunen sowie Unternehmen aus der Industrie, wie beispielsweise der Recycling- und Energiebranche. Diesen bietet das Unternehmen mehr als 300 Produktgruppen sowie eine weltweite Ersatzteilversorgung.

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Erneutes Umsatzwachstum

Der internationale Baugeräte- und Kompaktmaschinenhersteller Wacker Neuson mit Hauptsitz in München konnte im Geschäftsjahr 2015 seinen Umsatz – in einem schwierigen Marktumfeld – erneut steigern. Allerdings hat die Profitabilität des Unternehmens durch Krisen in wichtigen Branchen und Regionen gelitten.

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Wacker Neuson wächst weiter

Im ersten Halbjahr 2015 konnte die Wacker Neuson Group, München, erneut Umsatz- und Ergebnisrekorde erzielen, dies unter regional schwierigen Marktbedingungen. An der Prognose für das Gesamtjahr 2015 hält das Unternehmen fest. Der Umsatz des ersten Halbjahres 2015 stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14% (währungsbereinigt +8%) auf 706,4 Mio. Euro und damit auf eine neue Rekordmarke (H1/14: 620,0 Mio. Euro).

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Wacker Neuson optimistisch für 2017

Der Baugeräte- und Kompaktmaschinen-Hersteller Wacker Neuson SE, München, hat im Geschäftsjahr 2016 sein Umsatzniveau gehalten. Und dies in einem schwierigen Marktumfeld. Allerdings wurde die Profitabilität durch Krisen in wichtigen Branchen und Regionen beeinträchtigt. Für 2017 gibt das Unternehmen einen positiven Ausblick und rechnet wieder mit Umsatz- und Ergebniswachstum.

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Wacker Neuson im Aufwind

Der Wacker Neuson-Konzern, München, konnte nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 seine Umsatz- und Ergebniszahlen gegenüber dem Vorjahr steigern. Die für 2013 gesteckten Ziele wurden erreichen. Auch für 2014 bleibt der Konzern optimistisch.