Foto: Gipo AG/Thomas Einberger, argum

Gipo

„Was für ein toller Brecher!“

Mit dem raupenmobilen Prallbrecher Giporec R 131 PB-RR GIGA DA reagieren die Nikolaus Müller Kalkwerk-Natursteinwerke GmbH & Co. KG auf steigende Kundenanforderungen und den zunehmenden Bedarf an weiteren Kalk- und Dolomitprodukten.

Mit dem raupenmobilen Prallbrecher Giporec R 131 PB-RR GIGA DA reagieren die Nikolaus Müller Kalkwerk-Natursteinwerke GmbH & Co. KG auf steigende Kundenanforderungen und den zunehmenden Bedarf an weiteren Kalk- und Dolomitprodukten.

Vielfältiges Gestein

„Die Abbauflächen für unsere gebrannten und ungebrannten Kalke sowie die ungebrannten Dolomitprodukte befinden sich alle mitten in der Hillesheimer Kalkmulde. Diese Kalkmulde liegt zusammen mit anderen Kalkmulden in einer Absenkungszone, die als Kalkeifel bezeichnet wird. Das Besondere dabei ist, dass sich hier aufgrund der tieferen Lage die jüngeren Gesteine des Mittel- und Oberdevon noch erhalten konnten, während sie in den umgebenden, höher liegenden Teilen der Eifel längst abgetragen wurden. Die zwischen 20 und 100 m mächtigen Kalk- und Mergelsteinablagerungen stammen von riffbildenden Korallen und verschiedenen kalkhaltigen Meerespflanzen“, berichtet Sebastian Kneppel über die Rohstoff und den Unternehmens-Standort.

Kalk- und Dolomitsteine gehören zu den Karbonatgesteinen, die überwiegend aus den Mineralen Kalzit oder Dolomit bestehen. Der Calciumkarbonatgehalt ist unterschiedlich und variiert in den einzelnen Steinbrüchen. Hinzu kommt, dass praktisch alle Kalksteine unterschiedlich hohe Verunreinigungen durch Ton, Quarz, Dolomit und andere Bestandteile aufweisen, was eine entsprechende Aufbereitung notwendig macht. Tiefer wollen wir gar nicht einsteigen, aber was ist denn eigentlich Kalk? „Kalk kommt aus dem lateinischen calx. Die Verwendung ist im deutschen Sprachgebrauch nicht immer eindeutig, unter Kalk verstehen wir eher die veredelten Produkte wie Branntkalk oder gelöschter Kalk“, weiß Sebastian Kneppel.

Kalk begleitet unser Leben in vielfältigster Art und Weise, was vielen gar nicht bewusst ist: ob in der Zahnpaste, in Farben, Glas, Lebensmitteln oder auch in der Papierherstellung, überall kommt Kalk zum Einsatz, ohne dass wir es wahrnehmen. Bekannter sind da schon andere Anwendungsbereiche wie zum Beispiel die Düngung in der Landwirtschaft, die Rauchgasentschwefelung oder natürlich die Bauwirtschaft und Zementindustrie. Äußerst vielfältig also, dieser Rohstoff Kalk!

Flexibilität ist angesagt

Auch bei Müllerkalk ist die Produktspanne entsprechend groß – sie umfasst gebrannte und ungebrannte Produkte, Futter- und Düngekalk sowie Splitte und Schotter wie auch Bruchsteine für den Garten- und Landschaftsbau. Eine solch große Produktbreite benötigt eine entsprechend ausgefeilte Aufbereitung – die reicht von der Gewinnung in den Steinbrüchen über das Brechen der Rohstoffe in einem stationären Brecher, das Klassieren der ungebrannten Produkte und die Weiterverarbeitung als Stückkalk über den Mehrkammerschachtofen bis hin zum erneuten Brechen, Mahlen oder Sichten des Stückkalks. Ganz schön aufwendig, und in gewisser Weise auch „vorgegeben“, wie Sebastian Kneppel es formuliert. Und genau an dieser Stelle kommt Gipo AG, Hersteller von Aufbereitungssystemen aus der Schweiz, ins Spiel: „Im gleichen Maße, wie die Ansprüche unserer Kunden an unsere Produkte zugenommen haben, sind auch unsere Ansprüche gestiegen - an unsere Produktion wie auch an die Produktvielfalt. Kurz, es war uns klar, dass wir noch flexibler und zielgerichteter agieren müssen, um noch besser auf die Kundenwünsche eingehen zu können. Dies konnte im bestehenden Aufbereitungsprozess nur über eine mobile Anlage erfolgen, die uns neben dem stationären Brecher parallel noch mehr Produktionsmöglichkeiten verschafft.“

Für Sebastian Kneppel war die Zielsetzung klar: Ein mobiler Brecher musste her, der im Sinne eines Vorbrechers direkt vor Ort den zum Teil mit bindigen Beimengungen versetzten Kalkstein so aufbereitet, dass er entweder im weiteren Verarbeitungsprozess oder auch separat als hochwertiges Schotterprodukt genutzt werden kann. „Es ist also eine komplette Neuanschaffung, um die es hier ging, und daher haben wir uns bewusst Zeit gelassen, sind aber bei unserer Recherche schnell auf Gipo gestoßen, und das war ein wirklicher Glücksfall!“

Zusammen mit Eugen-Jesse Gasser, bei Gipo für den Aussendienst in Süddeutschland zuständig, wurde ein Konzept entwickelt, wie die Maschine ausgerüstet sein sollte, um die gestellten Anforderungen wirklich erfüllen zu können - für Sebastian Kneppel „eine tolle Erfahrung, auch mit der sehr offenen Kommunikation und einer intensiven Beratung, die uns zum Beispiel davon abgehalten hat, eine kleinere und damit wahrscheinlich auch schnell überforderte Anlage anzuschaffen.“ Der fachliche Austausch war ein sehr wichtiges Element in einem Entscheidungsprozess, der rund zwei Jahre benötigte, um mit der Giporec R 131 PB-RR GIGA DA die genau passende Maschine auszuwählen.

Individuelle Lösungen sind gefragt

Schauen wir uns die Giporec R 131 PB-RR GIGA DA doch mal genauer an: Das „Ferrari-Rot macht schon was her“, wie Eugen-Jesse Gasser schmunzelnd anmerkt, aber es unterstreicht in seinem Sinne auch die Wertigkeit des Brechers.

Wesentliche Ausstattungsmerkmale der Maschine sind die bewährte und leistungsstarke Gipo-Prallmühle P 131 mit einem Prallmühlen-Einlauf von 1.270 auf 920 mm und einem Rotordurchmesser von 1.200 mm, die robuste Stahlplattenband-Aufgabe, die Rollenrost-Vorabsiebung, der Brecheraustrag mit der bewährten Austragsrinne, das 1.400 mm breite Brecheraustragsband, die 2-Deck Siebmaschine mit einer Siebfläche von 1.500 auf 5.000 mm, die integrierte Überkornrückführung sowie der neue und innovative Brecher-Direktantrieb.

Die Materialaufgabe geschieht bewusst über ein robustes Stahlplattenband, das mit dem harten Material keine Probleme hat. Mit der speziell für diesen Fall integrierten Rollenrost-Vorabsiebung wird die optimale Abscheidung des feuchten, klebrigen und verunreinigten Kalksteins erreicht. Die besondere Form der Rollen erzeugt eine Wellenbewegung des Materials, die das Abscheiden erleichtert und keine Verstopfungen verursacht. Während des Klassierungsvorgangs ergibt sich zusätzlich eine optimale Materialführung, was auch die Übergabe zur Prallmühle hin wesentlich erleichtert. Das breite Brecheraustragsband von 1.400 mm verhindert lästige Materialstauungen unter dem Rotor und an den Übergabestellen.

Das gebrochene Material wird von der 2-Deck Siebmaschine abgesiebt. Das Überkorn kann wahlweise seitlich ausgetragen oder in den Rollenrost zurückgeführt werden. Das Förderband zur Überkornrückführung ist als Haldenband auf einer stabilen Drehkonsole 180 Grad hydraulisch schwenkbar und kann damit auch zur Haldenaufschüttung genutzt werden. Mit dem angeflanschtem Revox-Getriebe wird der Brecher direkt und verlustarm angetrieben. Der neue Antrieb überzeugt durch einen sehr niedrigen Kraftstoffverbrauch, was wiederum der Wirtschaftlichkeit zu Gute kommt. Die neue Hydrauliklösung sorgt ebenfalls für einen verbrauchsoptimierten Antrieb von Rinnen, Sieben und Förderbändern.

Kein Hebegerät vonnöten

Das einfache An- und Abkuppeln der Siebeinheit an die Brechanlage erfolgt mit Hilfe eines Hydraulikzylinders ohne fremdes Hebegerät. Dank der guten Zugänglichkeit ist ein einfaches und schnelles Wechseln der Siebbeläge möglich. Das bekannte Gipo-Materialflusskonzept vermeidet eine Verengung des Materialstroms, die Systembreiten der Förderelemente „öffnen“ sich dazu in der Materialflussrichtung.

Motorseitig ist ein moderner Caterpillar-Dieselmotor Typ C13 Acert mit 354 kW bzw. 475 PS mit Partikelfiltersystem entsprechend den neusten Abgasnormen eingebaut.

Sebastian Kneppel ist wie alle Kollegen von der neuen Gipo mehr als begeistert: „Sie hat alle Erwartungen übertroffen. Bei einem Einsatzgewicht von rund 90 t hat sie eine Aufgabeleistung von bis zu 400 t in der Stunde, und das macht sie total souverän. Jetzt kümmern wir uns noch um das passende Aufgabegerät und die Fortbildung unseres Personals, und dann ist das Ganze absolut perfekt. Was für ein toller Brecher!“

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Ein Schweizer in Süddeutschland

Um für den zunehmenden Materialanfall gewappnet zu sein, hat die Firmengruppe Harsch-EBRD in Bretten zwischen Stuttgart und Karlsruhe eine ältere stationäre Recyclinganlage durch eine neue Brechanlage GIPOREC R131 FDR Giga spezial ersetzt. Dabei fiel die Wahl auf einen größeren als ursprünglich vorgesehenen Anlagentyp, von dem der Schweizer Hersteller GIPO in Seedorf im Kanton Uri, bereits ein Dutzend Maschinen ausgeliefert hat.

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Zwei neue Stützen fürs Baustoff-Recycling

Die Schweizer Firma Hagedorn AG setzt schon seit langem auf Baustoffrecycling. Zwei neue Brechern sollen künftig für noch bessere Ergebnisse sorgen.

Bei der Giporec R 130 FDR Giga DA handelt es sich um eine raupenmobile Anlage, die jederzeit sehr schnell mit einer 1- bis 3-Deck Siebeinheit erweitert werden kann.

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Gipo zeigt Prallbrecher mit getrennter Siebeinheit

Gipo zeigt auf der bauma die neue Giporec R 130 FDR GIGA DA, einen raupenmobilen Prallbrecher mit separater Siebeinheit.

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Gipo präsentiert Diesel-Direktantrieb

Der Schweizer Anlagenhersteller Gipo ist mit drei Anlagen vertreten. Er zeigt die im Einsatz bewährten Prallbrecher Gipokombi RC 130 und Giporec R 150 spezial und die neue Mobile Siebanlage Giposcreen S 1860 mit integriertem Windsichtersystem. Als Highlight präsentiert der Brech- und Siebanlagenhersteller aus der Schweiz das neue Diesel-Direktantriebssystem.