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Zufriedene Gesichter inmitten des geplanten Wohngebiets Köln-Rondorf: Alexander Hirsch (links) von der LeFa Finanz nimmt gemeinsam mit ECOSOIL Ost Geschäftsführer Axel Bretfeld das neue Spezialtiefbaugerät in Augenschein.
Foto: LeFa Finanz - Alexander Hirsch
Zufriedene Gesichter inmitten des geplanten Wohngebiets Köln-Rondorf: Alexander Hirsch (links) von der LeFa Finanz nimmt gemeinsam mit ECOSOIL Ost Geschäftsführer Axel Bretfeld das neue Spezialtiefbaugerät in Augenschein.

Erdarbeiten

Weichenstellung für die Tiefenverdichtung

Das Großprojekt „Rondorf Nord-West“ hat die ökologische Aufwertung des im Stadtteil Hochkirchen gelegenen Galgenbergsees zum Ziel.

Der stetig wachsende Bedarf an Wohnraum erfordert eine kontinuierliche Nutzbarmachung von brachliegendem Baugrund. Der Erdbau- und Sanierungsbetrieb ECOSOIL Ost GmbH aus Senftenberg arbeitet mit seinen Kernkompetenzen am Puls der Zeit: Seit mehr als 20 Jahren macht das Unternehmen erfolgreich „Boden gut“ und hat sich im Rahmen der Baugrundverbesserung auf einen Geschäftsbereich spezialisiert die Tiefenverdichtung. Zum Repertoire der 130 Mann starken ECOSOIL Ost, die bereits zahlreiche Projekte erfolgreich begleitet hat, zählen unter anderem alle gängigen Tiefenverdichtungstechnologien sowie weitere Spezialleistungen in der Entwässerung und im Wasserbau, teils auch unter Einsatz von Amphibientechnik.

Von der Kiesgrube zum Wohngebiet

Aktuelles Einsatzgebiet für die vielfältige Expertise des Verdichtungsspezialisten ist die im Kölner Stadtbezirk Rodenkirchen gelegene Stadt Rondorf. Ziel des „Rondorf Nord-West“ getauften Großprojektes ist neben weitreichenden Maßnahmen zur Verbesserung der lokalen Infrastruktur und der Teilverlagerung und ökologischen Aufwertung des im Stadtteil Hochkirchen gelegenen Galgenbergsees die Schaffung eines neuen Wohngebiets, in dem etwa 1.300 Wohneinheiten für bis zu 3.500 Menschen entstehen sollen. „Bereits Anfang August wurde mit der Teilverlegung der ehemaligen Kiesgrubenfläche Galgenbergsee begonnen, um zusätzliche Flächen im Nordosten des geplanten Wohnquartiers zu gewinnen“ erklärt Axel Bretfeld, Geschäftsführer der ECOSOIL Ost GmbH. „Neben der Gewährleistung von aktivem Schallschutz angesichts des Verkehrslärms der angrenzenden Bundesautobahn A4 liegt das Augenmerk des Bauherrn nun auf der Verfüllung der ehemaligen Kiesgrube, da dort einmal Wohnraum für viele Rondorfer Familien entstehen wird. Nicht zuletzt auch dank günstiger Witterungsbedingungen in den vergangenen Monaten liegt das Projekt auch mit Blick auf unsere Zielvorgabe für die Verdichtungsleistungen im Frühjahr 2022 damit gut in der Zeit.“

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Während die Verdichtung des Untergrundes im Gange ist, wird in weiten Teilen der Großbaustelle Rondorf Nord-West noch mit schwerem Gerät an der Teilverlegung des Galgenbergsees gearbeitet.
Foto: LeFa Finanz - Alexander Hirsch
Während die Verdichtung des Untergrundes im Gange ist, wird in weiten Teilen der Großbaustelle Rondorf Nord-West noch mit schwerem Gerät an der Teilverlegung des Galgenbergsees gearbeitet.

Um eine sichere Bebauung zu ermöglichen, ist eine professionelle Verdichtung des aufgefüllten Bodens notwendig. Im Zuge dessen hat die ausführende Bauunternehmung AMAND aus Ratingen ECOSOIL Ost mit der fachgerechten Vorbereitung der Fläche von 53.000 m² beauftragt. „Statt einer schrittweisen Verdichtung arbeiten wir hier mit einem Hochfrequenz-Tiefenverdichtungsrüttler“, erläutert Bretfeld. „Einfach dargestellt führen die damit hervorgerufenen, in den Tiefen des Bodens eingetragenen Initiale zu Kornumlagerungen und damit Rissen im Untergrund. Im Ergebnis kommt es zu einer Setzung des Bodens, die dann wiederum permanent mit dem Radlader nachgefüllt werden muss – zumindest so lange, bis wir einen soliden Untergrund für die Bebauung des späteren Wohngebiets geschaffen haben. Dieses Verfahren ist schneller und wirtschaftlicher als die lagenweise Verdichtung, wobei diese im Rahmen der restlichen Verfüllung ohnehin noch ansteht.“

Großprojekt erfordert Großgerät

Das Verfahren, das bei ECOSOIL zum Einsatz kommt, bezeichnet man als Rütteldruckverdichtung mit Massenzugabe. Hierbei wird eine Lanze von einem Mäkler ins Erdreich eingebracht, an dessen Ende sich ein Hydraulik-Rüttler befindet. Da die Kornstruktur durch das bloße Auffüllen des Untergrundes zunächst viele Unregelmäßigkeiten, Hohlräume und Lufteinschlüsse aufweist, treibt man den mit Luft verpressten Rüttler unter hochfrequenten Vibrationen in die Erde. Die über Rüttelamplituden erzielten Frequenzen führen tief im Erdreich zusammen mit der Verdrängungsluft zur erforderlichen Verdichtung.

„Eine Bebauung wie dieses zu errichtende Wohngebiet erfordert mindestens eine mitteldichte Lagerung für das Gründungspolster der künftigen Fundamente“, erklärt Axel Bretfeld von ECOSOIL Ost. „Unsere Verdichtungsleistung wird fortlaufend im Rahmen der Qualitätssicherung überprüft, um sicherzustellen, dass wir diese Vorgabe auch einhalten. Um alle Bereiche mit sämtlichen Zwischenräumen vollständig zu erfassen, wurde zu diesem Zweck die gesamte Fläche in ein Dreiecksraster aufgeteilt. Die hohe Beanspruchung unserer Ausrüstung und die strengen Vorgaben für unsere Arbeit sind letztlich entscheidende Faktoren dafür, dass wir bei der Wahl unseres Großgerätes für die Rüttel-Stopf-Verdichtung keine Kompromisse eingehen.“ Für die Verdichtungsarbeiten im Rahmen des Projektes Rondorf Nord-West, mit deren Durchführung die ECOLSOIL Ost am 16. November 2021 begann, stellte sich bereits im Vorfeld die Anschaffung eines zusätzlichen Spezialtiefbaugerätes als notwendig heraus: die Entscheidung fiel dabei auf das Drehbohrgerät LB 20.1 von Liebherr.

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Am Ende der Lanze befindet sich der Hydraulik-Rüttler, der durch Vibrationen im Untergrund die gewünschte Verdichtung herbeiführt.
Foto: LeFa Finanz - Alexander Hirsch
Am Ende der Lanze befindet sich der Hydraulik-Rüttler, der durch Vibrationen im Untergrund die gewünschte Verdichtung herbeiführt.

„Da wir seit längerem geplant hatten, unseren zukünftigen Schwerpunkt auch auf die Rütteldruck- und Stopfverdichtung zu legen, stand die Überlegung für die Investition bereits länger fest. Mit Liebherr hatten wir schon seit Mitte der 90er Jahre durchweg positive Erfahrungen gesammelt, was auch den guten Service des Vertriebspartners in unmittelbarer Nähe unseres Firmensitzes miteinschließt. Die Notwendigkeit regelmäßiger Wartungen und die zuverlässige Versorgung mit Ersatzteilen erfordern einen zuverlässigen Vorort-Service. Nachdem wir mit dem LB 20.1 und seinem 20 Meter hohen Mäkler (entspricht einer möglichen Bohrtiefe von ca. 20 Metern) die für unsere Belange beste Wahl getroffen hatten, mussten wir uns hierzu noch für eine geeignete Finanzierung entscheiden. Glücklicherweise hatten wir mit der Leasing- & Finanzierungsagentur LeFa FINANZ aus Ratingen bereits im Vorfeld sehr gute Erfahrungen gemacht. Die Agentur verfügt insbesondere bei großen Investitionsvorhaben über eine hohe Expertise und kann sich auf alle herausfordernden Themenschwerpunkte perfekt einstellen.“

Finanzierung auf den Weg gebracht

Die von Alexander Hirsch geführte Finanzierungsagentur LeFa FINANZ begleitet seit Jahren Unternehmen aus dem Bausektor bei der Finanzierung. Dabei berücksichtigt er neben der Auswahl geeigneter Fremdkapitalgeber immer auch die besonderen Umstände der Antragsteller: „Bei Anschaffungen wie einem Spezialgerät für den Tiefbau dreht es sich häufig um hohe Investitionssummen, denen oftmals ein vergleichsweise mäßiger Wiederverkaufswert gegenübersteht – ein Umstand, der manch potentiellen Geldgeber erst einmal abschreckt. Glücklicherweise können wir als unabhängiger Finanzierungsmakler mit mehrjähriger Branchenerfahrung auf ein breites Anbieterportfolio zurückgreifen und unseren Kunden auch bei schwierigeren Rahmenbedingungen attraktive Angebote unterbreiten – so auch im Falle der ECOSOIL Ost.“

Bereits seit sechs Jahren arbeitet der Ratinger Finanzierungsspezialist mit der ECOSOIL-Gruppe zusammen; in dieser Zeit wurden gemeinsam zahlreiche Investitionen erfolgreich auf den Weg gebracht. „Herr Hirsch hatte als Investitionspartner von Beginn an ein gutes Verständnis für unser Geschäft und konnte sich auch in die Eigenheiten der Tiefenverdichtung und der hierfür benötigten Spezialtiefbaugeräte schnell einarbeiten. Seine Finanzierungsangebote versprachen interessante Gesamtkonditionen, die auch unseren Tilgungsvorstellungen entsprachen. Positiv aufgefallen ist uns auch die unkomplizierte Bonitätsfeststellung sowie die schnelle und reibungslose Abwicklung sämtlicher Formalitäten: wir fühlten uns in guten Händen und konnten ungestört unserem Tagesgeschäft nachgehen.“ „Die Finanzierung stand bereits im Mai, ein präferiertes Finanzierungsmodell (Mietkauf) kristallisierte sich schnell heraus“, rekapituliert Alexander Hirsch. „ECOSOIL benötigte eine dreimonatige Testphase für das Drehbohrgerät, die Finanzierungszusage blieb auch so lange gültig – keine Selbstverständlichkeit im Finanzierungs- und Leasingsektor. Das gegenseitige Vertrauen in dieser Angelegenheit trägt bereits Früchte: der Leasinggeber hat kürzlich die Bereitschaft zu einer optionalen Ausweitung der Kreditlinie signalisiert.“

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Die ECOSOIL Ost hatte bereits in der Vergangenheit Neuinvestitionen gemeinsam mit der LeFa FINANZ auf ein solides Fundament gestellt.
Foto: LeFa Finanz - Alexander Hirsch
Die ECOSOIL Ost hatte bereits in der Vergangenheit Neuinvestitionen gemeinsam mit der LeFa FINANZ auf ein solides Fundament gestellt.

Mitte Dezember 2021 war der Untergrund im zukünftigen Wohnquartier von Rondorf Nord-West an mehr als 1.000 von 5.900 vorgesehenen Punkten bereits mit dem neuen Drehbohrgerät verdichtet worden. Axel Bretfeld äußert sich zuversichtlich, die Erdarbeiten an der ehemaligen Kiesgrube bis zur Zielvorgabe im Februar 2022 vollständig abschließen zu können. Auch für die anschließenden Monate zeichnet sich eine positive Auftragslage ab, mit einer guten Anlagenauslastung von 70-80% ist weiterhin zu rechnen. Derweil befindet sich bereits eine weitere Drehbohranlage zu Testzwecken auf dem Gelände in Rondorf. Da auch bei diesem Großgerät vorbehaltlich einer zufriedenstellenden Testphase eine Übernahme mit Finanzierung ins Auge gefasst wird, ist eine weitere Zusammenarbeit der Geschäftspartner nicht ausgeschlossen.

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