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Die A 61 nahe Gymnich wurde durch das Unwetter zerstört
Foto: Autobahn GmbH
Die A 61 nahe Gymnich wurde durch das Unwetter zerstört

Straßenbau

Wiederaufbau im Ahrtal: Freigabe der A 61

Fünf Monate nach den verheerenden Unwettern im südlichen Rheinland und nördlichen Rheinland-Pfalz ist die A 61 zwischen den Autobahnkreuzen Meckenheim und Kerpen in Fahrtrichtung Venlo wieder freigegeben.

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese wichtige Nord-Süd-Verbindung rund 2 Wochen vor dem Zeitplan und damit noch vor Weihnachten wieder unter Verkehr nehmen können. Nicht nur für viele Verkehrsteilnehmer, sondern auch für die Anwohner aus den an die A 61 angrenzenden Ortschaften, die monatelang den Mehrverkehr vor ihrer Haustür erdulden mussten, ist das eine große Erleichterung,“ erklärt Thomas Ganz, Direktor der Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH.

Die Niederlassung Rheinland der Autobahn GmbH, insbesondere in der Außenstelle Köln, bewies von Anfang an großen Teamgeist und Zusammenhalt. Gemeinsam mit vielen Firmen aus der Region wurde und wird in vergleichbar sehr kurzer Zeit die wichtige Infrastruktur wieder zur Verfügung gestellt.

Die Freigabe der A 61 in Fahrtrichtung Venlo und der aktuell noch gesperrten Zuläufe erfolgte koordiniert in mehreren Schritten. Aufgrund der andauernden Arbeiten im Autobahndreieck Erfttal, wo Stütz- und Lärmschutzwände sowie die Fahrbahn neugebaut werden, stehen auf dem Abschnitt zwischen dem Kreuz Bliesheim und dem Dreieck Erfttal zunächst nur 2 der sonst 3 Fahrspuren und verkürzte Ein- und Ausfahrtspuren zur Verfügung. Im Dreieck Erfttal wird der Verkehr zudem über eine provisorische 2spurige Rampe an der Baustelle vorbei auf die A 61 geführt.

Die Schäden und deren Beseitigung

Die verheerenden Unwetter im Juli zerstörten die Infrastruktur im südlichen Rheinland und nördlichen Rheinland-Pfalz massiv: weggespülte Brücken, auf kompletter Breite durchpflügte Autobahnen, über Kilometer abgerutschte Böschungen sowie eingestürzte Lärmschutzwände. Allein an den Autobahnen im Rheinland entstanden Schäden bis zu 100 Mio. Euro. In der Spitze waren während und nach den Unwettern mehr als 130 km Autobahn (in einfache Richtung) zwischen Wuppertal und Sinzig teil- oder vollgesperrt.

Mitte September wurde mit der Freigabe der A 61 in Richtung Koblenz der erste große Meilenstein erreicht. Nun ist auch die A 61 von der Anschlussstelle Rheinbach bis zum Kreuz Meckenheim in Fahrtrichtung Köln durchgängig befahrbar. Auch die direkte Verbindung von der A 553 aus Brühl kommend auf die A1/A61 sowie die Ausfahrt in der Anschlussstelle Erftstadt wurde freigegeben wie auch die beiden Verbindungen von der A 565 aus Bonn bzw. Gelsdorf kommend auf die A 61 in Richtung Venlo. Damit steht die A 61 für den Fern- und Durchgangsverkehr wieder komplett zur Verfügung. Die Umfahrungen über andere Strecken werden damit hinfällig.

Noch gebaut wird an der A 1. Weiterhin gesperrt sind die direkte Verbindung im Kreuz Bliesheim von der A 1 aus Trier auf die A 1/A 61 in Richtung Venlo sowie die Auffahrt in der Anschlussstelle Erftstadt in Fahrtrichtung Venlo.

Die Arbeiten zum Neubau der im Sommer durch den Liblarer Mühlengraben komplett zerstörten Brücken im Verlauf der A 1 zwischen Hürth und dem Dreieck Erfttal liegen im Zeitplan. Die Autobahn GmbH Rheinland rechnet mit einer Freigabe der A 1 in Fahrtrichtung Trier bis Mitte Januar und hofft auf gutes Wetter. In Fahrtrichtung Dortmund stehen bereits die Widerlager, so dass hier noch die Betonage der Fahrbahnplatte und die Sanierung der Fahrbahn ausstehen. Auch hierbei entscheidet die Witterung, ob der Zeitplan eingehalten werden kann. Dieser sieht vor, dass die A 1 im Frühjahr wieder in beide Richtungen durchgängig befahrbar ist.

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Weggespülter Untergrund an einer Lärmschutzwand der A 61 bei Kerpen
Foto: Autobahn GmbH Weggespülter Untergrund an einer Lärmschutzwand der A 61 bei Kerpen

Im Dreieck Erfttal schreiten die Aufbauarbeiten zur Wiederherstellung des weggespülten Hangs sowie der Stütz- und Lärmschutzwände und Fahrbahnen gut voran. Der Abschluss aller Arbeiten, inklusive Neubau der Lärmschutzwände und Erneuerung der Fahrbahn, ist für das erste Quartal 2022 anvisiert. Ebenso sollen die Arbeiten entlang der A 1 zwischen Köln-Lövenich und -Bocklemünd im ersten Quartal abgeschlossen werden. Hier war die Böschung entlang der Autobahn auf einer Länge von 1,5 km abgerutscht und wird aktuell aufgebaut und gesichert. Der Verkehr fließt in 3 eingeengten Fahrspuren an der Baustelle vorbei.

Im gesamten südlichen Rheinland werden im Verlauf von 2022 an vielen weiteren Stellen Schäden an Hängen, Böschungen und dem Entwässerungssystem der Autobahnen behoben werden. Dazu wird es immer wieder kleinere Einschränkungen und kurzzeitige Sperrungen geben. Aber im Frühjahr 2022 werden alle großen Baustellen, die für die Beseitigung der Unwetterschäden nötig geworden waren, verschwunden sein.

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