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Foto: Volker Müller
Ralf Maywald.

Interview mit Ralf Maywald, TWF Tiefbautechnik.

Wir wollen in die erste Liga!

Interview mit Ralf Maywald, TWF Tiefbautechnik.

Strahlend blauer Himmel zur Eröffnung der Nordbau in Neumünster. Aussteller und Besucher nutzen die erste relevante Baumesse nach der Pandemie für einen regen Austausch. Auch auf dem Stand der TWF Tiefbautechnik im Freigelände ist viel los. Mitten drin Ralf Maywald, Geschäftsführer des Unternehmens.

Herr Maywald, welche Eindrücke haben Sie von der Nordbau, und wie ist sie für TWF gelaufen?

Maywald: Die Nordbau ist für uns eine wichtige Messe, weil wir seit ein, zwei Jahren ein Materiallager und kompetente Fachberater in Norddeutschland implementiert haben. Darum nutzen wir hier die Chance, unsere Kunden zu treffen und darüber hinaus Kontakte zu Tiefbauern aufzubauen, die uns vielleicht noch gar nicht kennen. Wir zeigen eine Auswahl unser Produkte für den Tief- und Spezialtiefbau und erläutern sie, insbesondere unter den Aspekten der Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.

Wie war die Resonanz der Fachbesucher im Verlauf der Messe?

Maywald: Zum regnerischen Wochenende war sie eher bescheiden, doch an den Tagen davor schien die Sonne, und es war sehr viel los bei uns. Unterm Strich hat sich unser Auftritt gelohnt, und wir werden die Nordbau wahrscheinlich nicht im kommenden Bauma-Jahr, aber danach wieder nutzen.

Was verbirgt sich hinter den Buchstaben TWF?

Maywald: T wie Tinhof, W wie Wolfgang und Walter sowie F wie Fritz. Das sind die beiden Gesellschafter, die 2004 in Wien ihre eigene Firma unter diesem Namen gegründet haben. Die Anfänge der Unternehmensgeschichte liegen also in Österreich, doch schon bald war TWF auch in Deutschland und mittlerweile weltweit aktiv.

Wie lange ist das Unternehmen schon am deutschen Markt, und wie ist es heute aufgestellt?

Maywald: Zu Beginn wurde der deutsche Markt von Österreich aus bearbeitet. Ende 2012 haben wir eine eigene Produktion in Deutschland aufgebaut. Seither sind wir mit unserer Mannschaft hier unterwegs. Die ist zwischenzeitlich auf 50 Mitarbeiter angewachsen. Parallel wurde 2019 die Produktion in Heinsberg an einem deutlich größeren Standort ausgebaut.

Die 50 Mitarbeiter arbeiten allein in Deutschland?

Maywald: Richtig. Darüber hinaus ist TWF international unterwegs, entweder mit eigenen

Gesellschaften oder mit Beteiligungen.

Der Produktionsstandort für Grabenverbausysteme befindet sich jedoch in Heinsberg. „Made in Germany“ ist uns und unseren Kunden wichtig!

Welchen Umsatz machen Sie?

Maywald: Unser Umsatz in Deutschland wird in diesem Jahr die 20-Millionen-Marke deutlich überschreiten.

Wie sieht Ihre Unternehmensphilosophie aus?

Maywald: Die Philosophie der TFW Tiefbautechnik fokussiert sich auf die Nähe zum Kunden. Wir haben das richtige Produkt zur richtigen Zeit an Ort und Stelle. Und das in der geforderten Qualität. Dazu sind wir Komplettanbieter, ganz nach dem Motto: „One-Stop-Shopping“.

Zur Kundennähe gehört auch, dass wir vier Standorte in Deutschland mit Lagern betreiben, an denen jeweils qualifizierte Fachberater stationiert sind. Dort bekommt der Tiefbauer neben einer ausführlichen Beratung die für seine Baustelle geforderte Maschinentechnik, Rammtechnik, Grabenverbausysteme, mobile Baustraßen und Sicherheitssysteme aus einer Hand.

Wie unterscheiden Sie sich da vom Wettbewerb?

Maywald: Insbesondere in der Vermietung können die meisten Wettbewerber nicht das breite  Produktportfolio anbieten wie wir. Hinzu sind wir als mittelständisches Unternehmen schnell und flexibel für den Kunden auf Augenhöhe unterwegs.

Im Tiefbau kooperieren Sie mit zahlreichen Herstellerspezialisten. Wer gehört dazu?

Maywald: Bei der Maschinentechnik sind wir z.B. exklusiver Vermietungspartner der Drehboranlagen von Bauer. In der Rammtechnik arbeiten wir mit der Firma Abi zusammen, aber auch mit der Dieseko-Gruppe, einem niederländischen Hersteller.

Der deutsche Firmensitz ist in Heinsberg, eine Region, in der namhafte Tiefbauspezialisten ansässig sind. Zufall?

Maywald: Nein. Hier ist die Geburtsstätte des Grabenverbaus. Das ist einer der Gründe, warum wir uns hier angesiedelt haben.

Thyssenkrupp hat seine Tiefbausparte gerade an einen Investor in Bremen verkauft. Bringt das eine neue Dynamik in den Markt?

Maywald: Wir dynamisieren uns selber. Selbstverständlich beobachten wir die aktuellen Entwicklungen sehr genau. Aber wir müssen schauen, wie wir unsere Kunden bedienen können und wie wir uns weiterentwickeln. Wir verfügen über genügend Eigendynamik, die wir nutzen.

Wo würden Sie sich im Ranking der Grabenverbauhersteller in Deutschland einordnen?

Maywald: Da wir erst relativ kurze Zeit diese Systeme vertreiben und herstellen, sehen wir uns als Nummer drei an. Aber wir wollen selbstverständlich von der „zweiten Bundesliga“ im kommenden Jahr in die erste Liga aufsteigen, in der die beiden anderen großen Verbauhersteller „spielen“.

Gibt es nach Ihrer Einschätzung noch Entwicklungspotenzial beim Grabenverbau?

Maywald: Es gibt immer Entwicklungspotenzial, auch im Grabenverbau! Darum haben wir Augen und Ohren beim Kunden. Denn mit ihm als Partner möchten wir gern seine besonderen Anforderungen auf der Baustelle lösen. Und dabei stehen Sicherheit und Wirtschaftlichkeit absolut im Vordergrund.

Der Kunde erwartet von uns zu Recht eine kompetente Fachberatung für seine spezifischen Probleme und dazu die entsprechenden Dienstleistungen, wie Statiken oder Zeichnungen.

Können Sie denn auch individuelle Lösungen anbieten?

Maywald: Als Hersteller können wir das sicherlich und machen das auch baustellenspezifisch, beispielsweise bei einem sehr anspruchsvollen Projekt in den Niederlanden. Doch das Ziel muss sein, dass wir zu Standardprodukten greifen, um das Angebot in einem wirtschaftlich überschaubaren Rahmen zu halten.

www.twf-tiefbautechnik.de

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Foto: Volker Müller Auf der Nordbau präsentierte TWF Tiefbautechnik einen Ausschnitt seines umfassenden Produktportfolios.
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Foto: Volker Müller Im Angebot ist u.a. der Alu-Leichtverbau von Ischebeck.

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