Vor allem für den Wohnungsbau fordert der ZDB Wachstumsimpulse.
Foto: Volker Müller

Differenziertes Stimmungsbild am Bau

ZDB fordert konjunkturelle Perspektive

Das Corona-Virus hat Einfluss auf die Stimmung am Bau. Logisch. Doch ergibt sich offensichtlich ein differenziertes Bild für den Straßen- und Tiefbau gegenüber dem restlichen Baugeschehen.

Inhaltsverzeichnis

Stichprobenartige Nachfragen bei Maschinen- und anderen Systemherstellern für den Straßen- und Tiefbau zeichnen nach wie vor ein positives Bild. Die Baustellen laufen weiterhin nahezu reibungslos.

Corona und die Baubranche: Umfrage auf baunetzwerk.biz

Differenzierter ist das Ergebnis unserer Umfrage auf baunetzwerk.biz. Dort fragen wir: „Wie wirkt sich Corona auf die Branche aus?“ Rund 50% der Teilnehmer meinen: „Es hat und wird sich nichts verändern“. Gut 20% sagen, dass es nach augenblicklich weniger Arbeit hoffentlich bald wieder mehr zu tun gibt. Etwa gleich viele Akteure sind skeptisch. Sie glauben, dass die geringe Auslastung die Branche noch eine Weile beschäftigen wird. Schließlich sagen rund 10%: „Nach Mehrarbeit wird es nun weniger“.

ZDB fordert Impulse zur Stützung der Konjunktur

Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe (ZDB), fordert darum „gezielte Impulse zur Stützung der Konjunktur“. Zwar gelänge es den Bauunternehmen größtenteils, den Baustellenbetrieb unter großen Anstrengungen aufrechtzuerhalten, so Pakleppa, doch zeichne sich „bereits ein massiver Nachfragerückgang ab“.

Umsatzrückgang bei 30% der Betriebe

Pakleppa stützt seine Einschätzung auf die Ergebnisse einer ZDB-internen Befragung. Dort gaben 40% der Bauunternehmen an, bereits von Auftragsstornierungen betroffen zu sein. 30% der Betriebe verzeichnen einen Umsatzrückgang. Zudem wird die Geschäftserwartung für das zweite Halbjahr negativ bewertet. Zwar wird derzeit noch unter großem Aufwand versucht, den Baustellenbetrieb aufrechtzuerhalten, allerdings sehen 80% der Befragten Störungen in den Abläufen. Fast die Hälfte der Unternehmen berichtet von Lieferengpässen (43%), ebenso führen Einschränkungen auf der Auftraggeberseite bei einer steigenden Zahl von Betrieben zu erheblichen Einschränkungen (43%). Befragt wurden 2.600 Unternehmen aus allen Sparten, von denen knapp 75% weniger als 20 Beschäftigte haben.

Um die Auftragslage stabil zu halten, fordert der ZDB ein Konjunkturpaket für die Kommunen sowie Wachstumsimpulse für den Wohnungsbau.

Was meinen Sie? Stimmen Sie ab!

Ihre Meinung ist gefragt: Wie schätzen Sie die Perspektiven am Bau ein? Stimmen Sie ab! Hier geht es zur Umfrage auf baunetzwerk.biz.

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