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Zehn Tipps, um mit dem Anhänger richtig zu bremsen

Es muss nicht immer der schwere Tieflader sein: Kompakte Baumaschinen wie Minibagger, Walzen, Stromaggregate oder Rüttelplatten werden gern auf dem Pkw-Anhänger zur Baustelle transportiert. Das darf nahezu jeder, das ist praktisch, flexibel undgeht schnell. Doch gibt es dabei wesentliche Sicherheitsaspekte zu beachten. Die Al-Ko Fahrzeugtechnik GmbH aus dem bayerisch-schwäbischen Kötz gibt aktuell zehn Ratschläge rund um Anhängerbremsen.

1. Erstinspektion

Nach den ersten gefahrenen 1‘500 km oder nach sechs Monaten muss die Bremsanlage geprüft und die Bremse gegebenenfalls nachgestellt werden. Bei Radbremsen mit automatischer Nachstellung (AAA) entfällt dieser Service.

2. Folgeintervalle

Alle 10.000 Fahrkilometer oder alle zwölf Monate Bremsanlage auf den Belagverschleiß prüfen und gegebenenfalls nachstellen lassen. Bei ständigen Bergfahrten unterliegt die Bremse einem höheren Verschleiß und muss eventuell früher geprüft werden. Auflaufeinrichtung jährlich an den Schmiernippeln abschmieren.

3. Radbremse öffnen

Alle zwei Jahre Radbremse öffnen, Innenteile auf Funktion und Beweglichkeit prüfen, reinigen und mit hitzebeständigem Fett schmieren lassen. Defekte Innenteile werden ausgetauscht.

4. Wie kann ich meine Radbremse nachstellen?

Nur eine perfekt eingestellte Radbremse kann einen möglichst kurzen Bremsweg garantieren. Jede Al-Ko-Bremse kann über eine Öffnung im Bremsschild nachgestellt werden. Eine Kontrollöffnung zeigt an, wie viel Belag noch auf den Backen ist. Hierbei sollte eine Reststärke von 2 mm nicht unterschritten werden (siehe auch Punkt 6). Die automatische Nachstellung AAA übernimmt dieses Nachstellen und sorgt immer für eine perfekt eingestellte Bremse. Nicht nur Vielfahrern wird deshalb empfohlen, die AAA-Bremse nachzurüsten.

5. Bremse nicht am Gestänge nachstellen

Jede Radbremse ist nachstellbar. Die Nachstellung erfolgt direkt an der Radbremse über die Nachstellmutter. Am Bremsgestänge darf nicht nachgestellt werden! Dieses sollte spielfrei eingestellt werden, so dass es nicht durchhängt und bei leichtem Zug bremst. Bei besonders langem Gestänge ist ein Gestängehalter zu empfehlen.

6. Bremsbacken spätestens nach sechs Jahren tauschen

Bremsbeläge können durch Alterung verspröden oder verglasen und dadurch die Bremsleistung erheblich beeinträchtigen. Untersuchungen haben ergeben, dass der Einsatz von Nachbau-Bremsbacken lebensgefährlich sein kann. Die nachgebauten Beläge weisen einen erheblichen Metallanteil auf. Durch Rostbildung lässt die Bremswirkung nach, und Bremsbeläge können an der Trommel festrosten, wodurch es zu einer blockierten Bremse kommen kann. Darüber hinaus zeigen Dauertests, dass Nachbau-Bremsbacken einem deutlich höheren Verschleiß unterliegen und zum Teil kleinere Belagsflächen aufweisen, die sich negativ auf die Bremskraft und Lebensdauert auswirken.

7. Defekten Auflaufdämpfer rechtzeitig tauschen

Der Dämpfer in der Auflaufeinrichtung reduziert den Auflaufstoß sowie auch das Anfahren nach der Bremsbetätigung und sorgt dadurch für ein ruckfreies, komfortables Fahren. Gleichzeitig werden Zugfahrzeug, Anhänger und Ladung hierdurch geschont. Eine schlecht eingestellte Bremse kann den Dämpfer frühzeitig beschädigen. In diesem Falle müssen der Auflaufdämpfer in einer Fachwerkstatt ausgetauscht und die Bremseinstellung überprüft werden.

8. Richtige Drehmomente/auf Radfestsitz achten

Es ist zu beachten, dass am Anhänger – genauso wie am Pkw –, dass die Radschrauben immer mit dem richtigen Drehmoment angezogen werden. Hier gilt, nach dem Winter: Radschrauben kontrollieren, gegebenenfalls nachziehen und Reifendruck prüfen. Das richtige Drehmoment erfährt der Halter bei seinem Anhänger- bzw. Felgenhersteller.

9. Bremsen nicht überhitzen

Bei Bergabfahrten/Passfahrten muss darauf geachtet werden, die Bremsen nicht zu überhitzen. Es empfiehlt sich, nach starken langen Bremsungen und Passfahren die Bremsen bei regelmäßigen Pausen abkühlen zu lassen.

10. Verwendung von Bowdenzug-Haltern

Die Bremsen am Anhänger müssen ihren Dienst bei Wind und Wetter unter allen Einsatzbedingungen zuverlässig verrichten. Eindringende Feuchtigkeit in den Bowdenzügen kann zu Korrosion und Festfrieren im Winter führen. Durch Verwendung von speziellen Haltern für Achsbowdenzüge und die Verwendung von Longlife-Bowdenzügen kann die Feuchtigkeit entweichen, und die Funktion der Bremsanlage wird dauerhaft erhalten.

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