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Weitere Präventionsmaßnahme: Die BG Bau wird künftig FFP2-Masken auf Baustellen zur Verfügung stellen.

Corona

BG will 1 Million FFP2-Masken für den Bau bestellen

Bislang ist die Bauwirtschaft den Tarifpartnern zufolge gut durch die Krise gekommen. Damit das so bleibt, soll es unter anderem FFP2-Masken und mehr Corona-Tests geben.

von Anna-Maja Leupold

Auf einen Blick:

  • Mit Hilfe von FFP2-Masken und vermehrten Corona-Tests wollen die Tarifvertragsparteien die Beschäftigten in der Baubranche noch besser schützen.
  • An die Politik hat die Baubranche aber auch Forderungen, so sollen BG und Betriebsärzte in die Impfkampagne eingebunden werden.
  •  Vor dem Bund-Länder-Gipfel wurde die Ausweitung des Lockdowns auf weitere Wirtschaftsbereiche diskutiert. Vertreter fordern, dass der Bau weiterarbeiten kann und verweisen auf die Präventionsmaßnahmen.

Um die Beschäftigten in der Corona-Krise noch besser zu schützen, haben die Tarifvertragsparteien im Baugewerbe weitere Präventionsmaßnahmen vereinbart. Das teilen der Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG Bau) mit. 

Welche Maßnahmen soll es in der Baubranche geben?

FFP2-Masken: Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) werde 1 Million FFP2-Masken bestellen, die sie künftig im Rahmen der Präventionsarbeit auf den Baustellen zur Verfügung stellen wird, heißt es. „Aufgrund der verschlechterten Pandemiesituation halten wir es für erforderlich, dass unsere Beschäftigte FFP2-Masken in ausreichendem Umfang zur Verfügung haben“, so der IG Bau-Vorsitzende Robert Feiger. Denn die vermehrte Arbeit in Innenräumen im Winter, aber auch die Gefahr bei der Arbeit im Freien durch die Kälte und die verschiedenen Virus-Mutationen führen seiner Einschätzung nach zu einem erhöhten Ansteckungsrisiko.

Corona-Tests: Die Tarifvertragsparteien haben sich zudem darauf verständigt, dass der Arbeitsmedizinische Dienst der BG Bau und die Betriebsärzte in der Baubranche verstärkt regelmäßige Corona-Tests durchführen sollen.

Impfkampagne: Das fordern die Tarifvertragsparteien

Darüber hinaus fordern Baugewerbe, Industrie und Gewerkschaft die Politik auf, den Medizinischen Dienst der BG Bau sowie die Betriebsärzte in die gestartete Impfkampagne  einzubeziehen.

Die BG Bau sollte zudem ihre Informationskampagne um den Aspekt des verstärkten Testens wie auch um eine Werbung für das Impfen ergänzen“, so die Tarifvertragsparteien.  „Unser Ziel ist es, dass die BG BAU ihr Beratungsangebot ausweitet“, sagt HDB-Präsident Peter Hübner. „Darüber hinaus soll sie aber auch die Einhaltung der Corona-Regeln flächendeckend kontrollieren.“

Bund-Länder-Gipfel: Wie geht es in der Baubranche weiter?

Ob die FFP2-Masken auf dem Bau zum Einsatz kommen, ist ungewiss. Denn Bund und Länder berateten am 19. Januar 2021 über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise. Im vorfeld wurden auch weitere Betriebsschließungen in Betracht gezogen. Nach Angaben des Baugewerbe-Verbandes Sachsen-Anhalt standen dabei auch „die bis dato systemisch eingestuften Branchen, die bisher weiterarbeiten durften“, auf dem Prüfstand. Dazu erklärt Hauptgeschäftsführer Giso Töpfer: „Wir haben bereits beim ersten Lockdown im Frühjahr gezeigt, dass wir alles dransetzen, weiterarbeiten zu können und haben dafür zu den staatlichen Auflagen zum Winter hin unsere eigenen Maßnahmen noch weiter verschärft.“ Er verwies in diesem Zusammenhang auf die von ZDB, HDB und IG Bau jetzt vereinbarten erweiterten Präventionsmaßnahmen. 

Gegen das derzeit diskutierte komplette Herunterfahren aller Wirtschaftszweige sprach sich auch Dirk Bollwerk, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH), aus: „Im Bereich der Bauwirtschaft gibt es keine erhöhte Infektionsgefahr, das haben die aktuellen Zahlen der Berufsgenossenschaft gerade nochmal bestätigt.“ Seiner Einschätzung nach ist das Risiko einer Ansteckung auf den Baustellen sehr gering, wenn alle Regeln eingehalten werden. Zusammen mit Carsten Burckhardt von der IG Bau appelliert Bollwerk an die Verantwortung der Beschäftigten – sowohl im beruflichen als auch im privaten Bereich. Die Einlassungen der Bauverbände hat dazu beigetragen, dass Baustellen von verschärften Corona-Maßnahmen verschont werden.

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