Foto: BPW Bergische Achsen KG

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Thermomulden um Messsensorik von BPW erweitern

BPW, die BPW Bergische Achsen KG, stellt zur bauma eine intelligente Sensorik für Thermomulden vor, die die heute eingesetzte, aber fehleranfällige Temperaturerfassung mit Messlanzen ersetzt und die korrekte Auslieferung gesetzeskonform dokumentiert.

Inhaltsverzeichnis

Viele Straßenschäden gehen auf mangelhafte Asphaltqualität zurück. Was der Laie nicht ahnt: die Ursache sind oft Transportschäden, denn Asphalt ist im rund 180 Grad heißen, noch zählflüssigen Zustand ein ziemlich empfindliches Gemisch. Der Gesetzgeber schreibt deshalb seit 2017 eine Abdeckung und Thermoisolierung während des Transports und die Dokumentation der Asphalttemperatur bei Auslieferung vor. Die bisher gängige Methode der Messung durch Einstechen eines Thermofühlers in abgeladenen Asphalt ist aufwändig und fehlerträchtig. Vor allem aber kann so erst nach dem Abladen festgestellt werden, ob der Asphalt im vorgeschriebenen Temperaturbereich ist und eingebaut werden darf.

Der ThermoMonitor

„Hot or not“ – diese Frage klärt und dokumentiert BPW jetzt mit einer innovativen Methode noch vor dem Abladen: Der neue BPW ThermoMonitor bezieht die Temperaturdaten von vier Messpunkten an der Außenwand der Mulde und errechnet daraus die mittlere Temperatur des geladenen Asphalts. Diese Kombination aus Sensorik und Mathematik erwies sich in umfassenden Feldversuchen nicht nur erheblich rationaler, sondern sogar zuverlässiger als herkömmliche Messverfahren. Das System kann drahtlos per Bluetooth mit einem optionalen Drucker verbunden werden, sodass der Fahrer noch vor Ort dem Lieferschein eine Dokumentation der Asphalttemperatur anheften kann.

Der Algorythmus

„Die Messung an der Außenwand der Mulde allein führt noch zu keinem aussagekräftigen Ergebnis“ erklärt Dr. Markus Kliffken, Leiter Innovationsmanagement und Mitglied der Geschäftsleitung bei BPW. „Unser Rechenmodell berücksichtigt die physikalischen Eigenschaften der mit Asphalt beladenen Thermomulde und das Temperaturgefälle zwischen Muldenwand und Kerntemperatur. Seine Zuverlässigkeit konnten wir in Messfahrten und an Autobahnbaustellen in der Praxis umfassend nachweisen.“

Aus- und Nachrüsten

Das BPW ThermoMonitor-Messsystem wird von führenden Fahrzeugherstellern ab Werk angeboten und kann auch jederzeit nachgerüstet werden. Es besteht aus einer Steuer- und Anzeigeeinheit, vier Temperatursensoren und den dazugehörigen Verbindungskabeln. Ein Bluetooth-Adapter sowie ein kabelloser Protokolldrucker sind optional erhältlich.

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Steigerung der Asphalteinbauqualität

Der konstruktive Straßenbau beinhaltet die Dimensionierung, die Herstellung und die Erhaltung des Verkehrswegenetzes für Kraftfahrzeuge, Radfahrer und Fußgänger. Die Herstellung der Verkehrswege kann auf verschiedene Arten mit unterschiedlichen Baustoffen erfolgen. In Europa sind 80% aller Straßen mit Asphalt befestigt. Diesem Baustoff kommt daher hier eine besondere Bedeutung zu.

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Thermomulde mit Temperaturüberwachung

Die Einsatzkriterien für den Bau von Bundesfernstraßen schreiben ab 1. Januar 2015 thermoisolierte Fahrzeuge für den Transport von Asphaltmischgut vor. Die neuen Thermomulden von Schwarzmüller sind komplett mit einer hochwertigen und feuchtigkeitsinaktiven Isolierung ausgestattet, die eine Wärmebeständigkeit bis zu 200 °C ausweisen.

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Die technische Umsetzung

Für die Umsetzung gibt es ein klares Anforderungspaket was die Ausstattung bezüglich Isolierung sowie Aufzeichnung und Messung der Temperatur betrifft. Während die Isolierung schon klar geregelt ist, gibt es bezüglich der Temperaturermittlung zwar Vorgaben, ob diese allerdings von Bestand sein werden, ist aufgrund der derzeitigen Praxiserfahrungen noch ungewiss. Diese ergaben zu große Temperaturdifferenzen zwischen von den vorhandenen Systemen gemessenen Werten und jene mit Handthermometern ermittelten.

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Schwarzmüller

Der österreichische Spezialist für Auflieger und Anhänger Schwarzmüller bietet einen Kippsattelanhänger in der Leichtbauversion ab 4.700 kg und ermöglicht damit, je nach Zugmaschine, eine Nutzlast von mehr als 28 t. Die Thermomulde ist bereits auf zukünftige Anforderungen ausgerichtet.