Foto: BASt

Forschung

Mit Asphalt E-Autos aufladen

Das Forschungsprojekt „InductInfra – Induktive dynamische Energieversorgung von Fahrzeugen über die Straßeninfrastruktur“ wird durch das Innovationsprogramm Straße der BASt mit 1,9 Mio. Euro gefördert.

Inhaltsverzeichnis

Am 21. November 2020 wurde der Förderbescheid durch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer an die Forschungsnehmer übergeben. Das Projekt wird in Zusammenarbeit vom Institut für Straßenwesen der RWTH Aachen und den Konsortialpartner Berger Bau SE sowie ESW-EnergieSüdwest umgesetzt.

Das Projektziel

Zentrale Herausforderung der E-Mobilität ist Batteriegröße, das Batteriegewicht und die verfügbare Ladeinfrastruktur. Alles Punkte, die auf die Reichweite einzahlen. Ein alternativer Lösungsansatz besteht in der induktiven Energieübertragung zwischen der Fahrbahn und den Fahrzeugen während der Fahrt. Im Forschungsprojekt sollen neue bautechnische Konzepte und Werkstoffsysteme für die dynamische induktive Energieübertragung und deren Integration in die Infrastruktur erforscht werden.

Sowohl straßenbauliche Aspekte der Integration induktiver Ladesysteme als auch die energietechnische Anbindung mit erneuerbarer Energie sollen auf dem Demonstrations- und Referenzareal der BASt praktisch erprobt werden. Eine weitere Erprobung im Autobahnnetz ist geplant.

Bundesminister Andreas Scheuer schätzte anlässlich der Übergabe des Förderbescheides ein: „Das Projekt zeigt noch einmal mehr als deutlich, warum unser Ansatz technologieoffen sein muss: Das dynamische induktive Laden hat das Potenzial, viele Herausforderungen der E-Mobilität auf einmal zu lösen. Ob Batteriegröße, Gewicht oder die Verfügbarkeit von Ladesäulen – mit induktivem Laden wäre das Reichweitenproblem gelöst.“

Die Beteiligten

Die am Projekt Beteiligten bringen unterschiedliche Facetten in das Projekt ein.

So erläutert BASt-Präsident Stefan Strick, dass „die technischen Komponenten weitestgehend vorhanden sind. Mit dem Innovationsprogramms Straße der BASt werden nun die Systemintegration und Konzepte zum kooperativen, wirtschaftlichen Betrieb der Systeme entwickelt. Durch die Forschungsförderung sollen notwendige Innovationsprozesse angestoßen und neue Technologie entwickelt werden.“

Der RWTH-Dekan der Fakultät Bauingenieurwesen Markus Oeser wies darauf hin, dass „dynamische induktive Energieübertragung für den Straßengüter- und Personenverkehr bedeutet, dass Fahrzeuge während der Fahrt die zum Betrieb oder zur Schnellladung erforderliche Energie aus einem Induktionsfeld beziehen. Das Induktionsfeld wird durch Spulen erzeugt, die in die Fahrbahn integriert sind.“

Hermann Bock, Vorstand der Berger Bau SE fügte hinzu: „Wir sind stolz, als mittelständisches Bauunternehmen unser über Jahrzehnte gewachsenes Know-how im Fahrbahndeckenbau bei diesem Gemeinschaftsprojekt von Staat, Wissenschaft und Wirtschaft einbringen zu können.“

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