Foto: Volvo CE

Volvo CE

Starke Maschinen für schweres Material

Die Afredo Polti SA gewinnt im Schweizer Kanton Graubünden einen besonderen Naturschatz, den Calanca-Gneis. Im Fuhrpark des Familienbetriebs finden sich Großmaschinen von Volvo CE.

Weit hinein in das Calanca Tal, einem Seitental an der Grenze zum Tessin, reicht eine kurvige Straße. Sie schlängelt sich hinauf bis zu einer alpinen Höhe von etwa 3.000 Metern. An ihrem Ende, entlang kantiger Felsen. wirkt alles fast unberührt, natürlich schön. Hier, in Arvigo, baut die Afredo Polti SA, einer der wenigen Arbeitgeber in der Region, seit 1950 den Calanca-Gneis ab. Das Gestein mit lagenartiger Struktur hat sich über Jahrmillionen in Schichten gebildet. Helle und dunkle Lagen lassen sich deutlich erkennen und ergeben zum Teil ausdrucksstarke Maserungen. Das Gefüge ist linien- oder flächenhaft-schiefrig und ermöglicht eine einfache und perfekte Trennung an den Schieferungsflächen.

Umrahmt von Gneis mit unterschiedlichen Maserungen als Bodenplatten und als Wandschmuck werden Besucher im Eingang der Polti SA empfangen. Kleine wahre Kunstwerke aus Gneis befinden sich in einer Vitrine beim Empfang: Taschenmesser, Vasen oder Schlüsselanhänger präsentieren regionale Unikate. Den großen Steinbruch oberhalb des Werksgeländes bewirtschaftet das Familienunternehmen unter strengen Vorgaben und verpflichtet sich mit dem Abbau des Calanca Gneis einer kontinuierlichen Rekultivierung. Nur mit der Pflege der Umwelt kann die natürliche Schönheit dieses Schweizer Tals erhalten bleiben.

Geübte Fahrer

Sowohl im Steinbruch als auch auf dem Werksgelände blitzen zwischen rohen grauen Felsblöcken, geschichteten Steinplatten oder gebundenen Verladepaletten immer wieder gelbe Maschinen von Volvo CE hervor, etwa ein Kettenbagger EC460B, der im Gesteinsgeröll für Ordnung sorgt. Sprengungen sind nötig, um das Gestein grob zu lösen. Danach muss dieses Meer von Steinen sortiert und gleichzeitig ein befahrbarer Weg in den Steinbruch freigelegt werden. Auf diesem unbefestigten Untergrund sind viel Übung und Erfahrung des Fahrers erforderlich.

Geschulte Mitarbeiter sind das A und O für die Sicherheit im Steinbruch der Firma Polti. Viele Mitarbeiter sind dort schon seit 20 Jahren tätig. So auch Livio, der Fahrer des kräftigen Volvo Radladers L350H. Er kennt den Steinbruch wie seine Westentasche und ist Meister des Block-Umschlags. Oben beim Abbau muss er bereits entscheiden, welche Felsblöcke brauchbar sind und welche nicht. Die Schieferung des Gneis muss durchgängig sein, sie darf keine Verknöcherungen enthalten, da diese sie für die Verarbeitung unbrauchbar machen.

Die nutzbaren Gesteinsblöcke werden von Livio zunächst in ein Zwischenlager auf halber Höhe des Geländes gebracht. Dies dient zum einen der regelmäßigen Belieferung der Werkstatt am Fuß des Steinbruchs, zum anderen als Reservevorrat, sollte der Abtransport aus höheren Lagen nicht möglich sein.

Livio ist sehr zufrieden mit dem neu angeschafften L350H, der seine bisherige Maschine den L350F nach stattlichen 15.400 Betriebsstunden ersetzt. Geschäftsführer Giovanni Polti hat sich ganz bewusst für diesen Radlader entschieden: „Der Volvo L350H verfügt über die modernste Motorentechnologie Stage V und entspricht der neuesten Abgasnorm. Es ist eine sehr saubere Maschine, die zu unserem Bestreben für eine saubere Zukunft passt“. Das Unternehmen bewege im Blockumschlag etwa 60.000 t Material pro Jahr. Hohe Effizienz der Maschinen sei daher ein wichtiges Kaufkriterium. „Um das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, haben wir den L350H zusätzlich mit einem Service Vertrag Gold ausgestattet“, schließt Polti an. Er ist seit 40 Jahren Kunde der Robert Aebi AG und erneuert seine Volvo Maschinenflotte regelmäßig. Demnächst kommt noch ein weiteres Schwergewicht hinzu, der Volvo-Kettenbagger EC480E, der tatkräftig am Berg wirken wird.

Die Steine „lesen“

Naturgespalten oder Diamant gesägt, poliert, geschliffen oder gebürstet, jeder Block, den Livio nach unten in die Werkstatt bringt, erhält eine besondere Bearbeitung. Je nach Produktionsschritt liefern die Volvo-Radlader L150E, L90H, L90F oder der L35B die Blöcke in die jeweilige Werkstatt. Sehr viel Handarbeit, Geschick und Erfahrung zeichnen die Mitarbeiter in der Verarbeitung aus. Sie müssen ihre Steine quasi „lesen“ können, Linien erkennen, und Nägel in den Block richtig und präzise setzen. Nach einigen kräftigen Hammerschlägen, spaltet sich der Block in kleinere Teile, oder er zerfällt bei bereits kleineren Blöcken in einzelne Platten. Schwere Arbeit erscheint plötzlich ganz leicht.

Platten, die eine glatte Oberfläche bekommen sollen, werden in einer Werkshalle mit einer überdimensioniert wirkenden Kreissäge bearbeitet. Diese schneidet aus den massiven Blöcken Platten in unterschiedlichen Größen - die Wünsche der Kunden sind vielfältig. Jede Platte kann für ihre individuelle Maserung bewundert werden, sie alle sprechen eine Sprache, erzählen die Geschichte von Jahrtausenden, so wie das Calanca Tal, das aus jeder Perspektive anders erscheint und für sein Naturschönheit Bewunderung verdient.

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Foto: Ute Schroeter

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