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Justus, Oliver und Noel (v.l.) durften Westkalk besuchen und für einen Tag die Arbeit im Steinbruch miterleben.
Foto: Westkalk
Justus, Oliver und Noel (v.l.) durften Westkalk besuchen und für einen Tag die Arbeit im Steinbruch miterleben.

Boys Day

Abenteuer im Steinbruch

Westkalk lud zum Boys´ Day ein.

Noel Wachowiak aus Belecke, Justus Schlüter aus Niederbergheim und Oliver Grouss aus Büren haben im Rahmen des Boys‘ Day Ende April einen Schnuppertag bei Westkalk erlebt. Der Boys‘ Day (auch Jungen-Zukunftstag) ist ein bundesweiter Aktionstag zur Berufsorientierung und Lebensplanung für Jungen und wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. Für Mädchen findet an diesem Tag gleichzeitig der Girls´ Day mit gleicher Zielsetzung statt. Noel Wachowiak und Justus Schlüter beobachteten die Arbeitsprozesse im Betrieb in Warstein. Oliver Grouss durfte im Steinbruch Kallenhardt den Fachleuten über die Schulter schauen.

Fertig machen zum Schnuppern

Bei Westkalk startete der Schnuppertag für die Jungen um 7.30 Uhr mit Anmeldung und Einweisung in die Sicherheitsvorschriften und den Steinbruch-Betrieb. Auch die Teilnahme an einer Sprengung stand auf dem Programm. Bei Westkalk werden jährlich 1, 5 Mio. Tonnen Kalkstein in den Steinbrüchen in Warstein und Kallenhardt gebrochen und als Zementrohstoff, als Zusatz für Hühnerfutter, als Rohstoff für den Straßenbau, als Betonbestandteil oder als Filterelement in Rauchgasentschwefelungsanlagen eingesetzt. Gleichzeitig achtet die Firma als „Familienunternehmen mit Verantwortung“ darauf, dass die Steinbrüche renaturiert werden.

Nach Sicherheitsunterweisung und Ausstattung mit Arbeitsschuhen, Helm und Warnweste durften Noel und Justus in Warstein und Oliver in Kallenhardt dann am Vormittag zuschauen, wie Kalkstein aufbereitet wird; die Fachleute sprechen von Zerkleinern und Klassieren. Dabei wird der Stein maschinell gebrochen, auf verschiedene Korngrößen gemahlen und nach Korngrößen sortiert (=klassiert). Beeindruckend für die Schüler war die Bedienung der Vorbrecheranlage über Computer-Bildschirme und Kameras. Hier durften sie mit in den Leitstände. Auch eine spannende Fahrt als Beifahrer auf mit dem Muldenkipper durch den Steinbruch gehörte zur Tour. Auf dem Tagesplan der drei Schüler stand auch, eine so genannten Gewinnungssprengung im Steinbruch Hillenberg zu beobachten. Dabei wird präzise mit minimalem Sprengmitteleinsatz genau die Menge Gestein aus der Gebirgswand gesprengt, die als Nächstes zerkleinert und verarbeitet werden soll. Die drei Jungs staunten vor allem über die Größenverhältnisse. Sowohl Bagger wie auch Muldenkipper sind um ein Vielfaches größer als vergleichbare Fahrzeuge auf den üblichen Baustellen im Straßenverkehr oder beim Hausbau. Große Muldenkipper für Steinbrüche haben unter anderem wegen ihrer Abmessungen keine Straßenzulassung. (US/RED)

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