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Kredite

Finanzierung: Nicht auf die Bank schieben

Bei der Finanzierung von Baumaschinen lässt man Deutschlands wichtigste Firmen oft im Stich. Statt Banken sind die Maschinenhersteller selbst zur Stütze der Finanzierung geworden.

Inhaltsverzeichnis

Robert Ruthenberg

"Kredite sind das Herz der Wirtschaft", "der deutsche Mittelstand gilt als Vorbild und Garant für Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand", "Triebfeder einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland ist der Mittelstand", diese und andere Sprüche lassen sich auf einschlägigen Veranstaltungen ständig hören, doch hofiert und gepudert werden in Deutschland nach wie vor die ganz großen Unternehmen und Konzerne. Dabei weiß doch inzwischen selbst der jüngste und/oder unerfahrendste Politiker, dass die KMU mit großem Abstand die meisten Arbeitsplätze in Deutschland stellt (über 30 Millionen von insgesamt rund 44 Millionen Erwerbstätige) und deshalb die meisten sozialversicherungspflichtigen Tätigkeiten bietet (über 60 %) und nicht zuletzt die meisten Auszubildenden (83 %) vorweisen kann. Doch nach den Sonntagsreden mit Unterstreichung dieser Zahlen ist allerdings in der Regel Schluss mit lustig. Vor allem bei der Finanzierung von Maschinen und Anlagen der KMU steht so manches KMU im Alltag im Regen. Noch schlimmer haben es unsere Existenzgründer.

Die Europäische Zentralbank (EZB) mit ihrem weltbekannten Präsidenten Mario Draghi schmeißt zwar seit ein paar Jahren die Milliarden Euro nur so aus dem Fenster heraus (bekanntes Stichwort: Bazooka), doch das Geld kommt bei den Unternehmen nicht an. Vor allem die Banken, die eigentlich für die Kredite der Wirtschaft zuständig wären, zocken damit lieber an der Börse und blähen die Immobilienblase auf. Erst im Juni 2017 haben die Ober-Notenbanker, die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel / Schweiz (englisch: Bank for International Settlements (BIS)), erneut vor den verheerenden Folgen der heutigen Geldpolitik gewarnt. Und wie in der Vergangenheit gehen auch diesmal die Adressaten des Warnrufs, die verantwortlichen Notenbanker und Politiker, nach der Methode vor: "Gelesen, gelacht und gelocht."

Die Ober-Notenbanker warnen

Seit der ganz großen Banken- und Wirtschaftskrise Ende 2008 sind (merkwürdige) Kreditvergaberegeln nach Basel I, dann II und aktuell III das Maß der Dinge (ja Basel, weil es der Sitz der BIZ ist). Alles soll noch besser reglementiert und geordnet werden. Banken werden Stresstests unterzogen und vieles andere mehr. Doch das wichtigste: Die Kredite für die Unternehmen und speziell die für die KMU gehen immer mehr den Bach herunter. Schon seit Jahren ist daher der Trend zu verzeichnen, dass der Mittelstand gar keine Kredite von den Banken (und Sparkassen) mehr will; häufig bekommt er sie ja eh nicht mehr. Da die Wirtschaft im allgemeinen und die der Maschinenhersteller im speziellen aber trotzdem laufen muss, hat sich quasi eine andere Art des "Schattenbankensystems" etabliert.

Sehr große Maschinenhersteller gründen nicht nur Leasinggesellschaften und Finanzinstitute, sondern sogar komplette Vollbanken, also Universalbanken. So geschehen in 2014 als der schwäbische Anlagenbauer Trumpf in Ditzingen eine eigene Universalbank gegründet hatte. "Es geht darum, Käufern von Maschinen maßgeschneiderte Finanzdienstleistungen anbieten zu können", unterstreicht Nicola Leibinger-Kammüller, die Vorsitzende der Geschäftsführung des Familienunternehmens auf Nachfrage. Der Werkzeugmaschinenhersteller Trumpf will darüber selbstverständlich seinen Absatz ankurbeln und zwar mit Produkten aus der Industrie für die Industrie. Trumpf ist seiner Zeit oft voraus nicht nur technologisch, denn bereits Ende 2001 hatten sie eine eigene Leasinggesellschaft gegründet gehabt. Übrigens, Trumpf finanziert über seine Bank selbst Maschinen der Konkurrenz.

Über 90 % aller KMU sind bei Investitionen oder zur Sicherung des laufenden Geschäftes auf eine Fremdfinanzierung angewiesen. Dank der Richtlinien (Basel I bis III) mussten die Banken (und Sparkassen), ungeachtet der Bonität des Schuldners, ihre vergebenen Kredite pauschal mit höherem Eigenkapital als bisher unterlegen. Dies hatte zur Folge, dass die Kreditvergabe verstärkt restriktiv gehandhabt wurde und teils bei vielen KMU komplett zum Erliegen kam.

Zocken statt Kredite für die Unternehmen

Bereits nach Basel II erfolgt die Eigenkapitalunterlegung für Kredite an den Unternehmenssektor anhand von Ratingfaktoren. Weltweit bekannt sind beispielsweise die Faktoren der etablierten Ratingagenturen "Fitch", "Moody´s" oder "Standard & Poor". Diese bewerten sehr gute, stabile Unternehmen mit AAA (Triple A) und extrem risikobehaftete Unternehmen mit CCC (Triple C). Für bonitätsstarke Unternehmen nach AAA bis AA+ müssen Banken geringere Eigenkapitalunterlegungen vornehmen als für solche nach B- bis CCC. Da die Eigenkapitalunterlegung von den Banken, die intern selbst Ratings vornehmen, nochmals reduziert wird, werden selbst KMU, die von externen Ratingagenturen schon bewertet wurden, nochmals intern durch die Bank (oder die Sparkasse) selbst bewertet. Im Gegensatz zu den renommierten Ratingagenturen gibt es beim bankeninternen Rating allerdings keine einheitlichen Standards.

Obwohl laut § 18 des Kreditwesengesetzes ein Rating lediglich ab einer Kreditsumme von 250.000 Euro aufwärts vorgeschrieben wird, sind nahezu alle Banken und Sparkassen dazu übergegangen, dieses Rating bei jeglicher Kreditvergabe durchzuführen; selbst bei Kleinkrediten. Beim Rating (engl. „to rate“ = bewerten) von Unternehmen beurteilen Analysten die Fähigkeit eines Kreditnehmers, finanzielle Verpflichtungen vollständig und termingerecht zu erfüllen. Ratings sind quasi Zeugnisse, in denen die Kreditwürdigkeit von Schuldnern benotet wird. Es soll auch dazu dienen, die Zinshöhe für einen Kreditnehmer zu bestimmen. Ist das Rating und damit die Kreditwürdigkeit gut, dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass es bei der Rückzahlung der Verbindlichkeit zu Schwierigkeiten kommt und der Zins sollte niedrig sein. Schuldner mit einer schlechten Bonität müssen dagegen einen höheren Zins zahlen und erhalten (wenn überhaupt) einen Kredit nur mit einem Risikoaufschlag, also einem erhöhten Zins.

Das Rating ist positiv

Grundsätzlich ist das Rating positiv zu sehen, zwingt es selbst Eigner von kleineren Unternehmen dazu, ihr Unternehmen besser zu strukturieren, für mehr Transparenz zu sorgen und für die Zukunft besser auszurichten. Die Faktoren, die im Rating einfließen, sind sowohl quantitativer als auch qualitativer Natur. Man spricht auch von den harten Faktoren (neudeutsch: hard facts) für die Unternehmenskennzahlen wie Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen etc. und von weichen Faktoren (soft facts) für die personellen und organisatorischen Faktoren wie Qualifikation des Managements, das Organisationssystem, die Wettbewerbs- und Marktsituation, die Kundenorientierung und anderes mehr.

Die Rating-Bewertung erfolgt anhand einer Skala bzw. eines Klassifikationssystems, und muss mindestens 9 Stufen umfassen. Beliebt sind Stufen von 1 bis 18, wobei ein Rating von Null, der Schulnote 1 entspricht, also für bonitätsstarke Unternehmen steht und ein Rating von 18 der Schulnote ungenügend entspricht. Zudem sind die Ratingskalen oftmals nicht linear! Rating 13 entspricht Schulnote 4 und Neukunden müssen mindestens ein Rating von 8 (= befriedigend) haben, wenn Sie einen Kredit erhalten wollen.

Das Rating erfordert die Bereitstellung vieler Unternehmensdaten und -informationen. Wichtigste Voraussetzung für jedes Rating ist daher absolute Transparenz, denn ohne Transparenz gibt es kein Rating und damit keinen Kredit. Wobei der transparente Weg leider oft nur in einer Richtung verläuft, nämlich vom Kreditnehmer zum -geber. Viele Banken und Sparkassen geben ihre Ratingbewertungen dem Kreditnehmer nicht preis, sie informieren sogar ihre Kreditnehmer gar nicht, dass sie geratet werden. Das führt leider dazu, dass mancher Kreditnehmer erst dann mit seinem Rating konfrontiert wird, wenn er in Unkenntnis dessen negative Ratingbewertungen verursacht hat.

Der Griff in die fremde Kasse

So verfügte ein mittelständisches Unternehmen mit einem Umsatz von immerhin 7 Millionen Euro über einen Kontokorrentkredit von 300.000 Euro. Die Buchhalterin überzog eines Tages diesen Kontokorrentkredit ohne Kenntnis des Geschäftsführers und, was noch schlimmer war, ohne die Bank darüber vorab zu informieren für 14 Tage um 30.000 Euro. Dieser Vorgang, die Banken betrachten das als "unerlaubter Griff in die eigene Kasse" ist ein nahezu irreparabler Schaden, der kaum wieder gut zu machen ist. Allein eine Überziehung um 3 Tage vermag das Rating bereits um einen Punkt zu verschlechtern. Im Extremfall kann sich die Bank / Sparkasse dazu veranlasst fühlen, den gesamten Kontokorrentkredit kurzfristig zu kündigen und das an sich gesunde Unternehmen dadurch in den Ruin treiben.

Mangelndes Einfühlungsvermögen und die Arroganz der Banker gegenüber den KMU gehen sogar so weit, dass sich eine Sparkasse vorbildlich und verständig gegenüber den KMU erweist, während 5 km weiter in einer anderen Stadt, die dortige Sparkasse Schindluder mit den KMU betreibt. Da nützt es einem Kreditnehmer manchmal rein gar nichts, wenn er bereits seit Jahrzehnten diese Sparkasse als einzige Hausbank und all deren Anforderungen stets erfüllt hat. Gibt er nämlich ein einziges Mal seine Bilanzen ein paar Tage zu spät ab, ist sein Kontokorrentkredit in Nullkommanix gekündigt mit allen unangenehmen Folgen. Nicht nur aus diesem Grund sollte jedes Unternehmen mehr als eine einzige Hausbank vorweisen können.

Die strenge Handhabung der Banken und Sparkassen führte dazu, dass sich KMU bei der Kreditvergabe verstärkt anders orientieren, zum Beispiel durch Factoring, Leasing, Private Equity, Venture Capital, Mezzanine-Finanzierung, Mitarbeiterkapitalbeteiligung, Unternehmensanleihen (corporate bonds) oder anderem mehr. So vermag eine Factoring-Gesellschaft die Außenstände (Geldforderungen gegen einen Drittschuldner aus Warenlieferungen oder Dienstleistungen) inklusive dem gesamten Debitoren-Management zu übernehmen. Vorteil fürs Unternehmen: sofortige Liquidität und geringerer betrieblicher Aufwand und Ausfallrisiko. Diese Dienstleistung muss jedoch extra bezahlt werden. Zudem gehen die Factoring-Gesellschaften rigoros gegen alle Forderungen vor und gute Kunden könnten dadurch auch leicht verprellt werden.

Beim Leasing geht es um die Vermietung oder Verpachtung von beweglichen oder unbeweglichen Gütern durch Finanzierungsinstitute (Leasinggesellschaften) oder durch die Hersteller der Güter selbst. Die geleasten Wirtschaftsgüter sind juristisch betrachtet nach wie vor das Eigentum des Vermietenden oder Verpachtenden, werden jedoch dem Mieter oder Pächter (Leasingnehmer) gegen Zahlung einer meist monatlichen Leasinggebühr zur wirtschaftlichen Nutzung überlassen. Das Leasing ist sicherlich am bekanntesten, um seine eigene Liquidität zu erhalten.

Die Finanzierung läuft an den Banken vorbei

Vor allem das Leasing seitens der Hersteller der Güter wird immer populärer und wächst mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten, während das Leasinggeschäft der Finanzierungsinstitute, meist der Banken selbst, nur sehr moderat zunimmt. Die Kiesel GmbH in Baienfurt - nahe des Bodensees - ist als Anbieter für neue und gebrauchte Baumaschinen, Umschlagmaschinen sowie Anbaugeräten vielen Unternehmen der Rohstoffindustrie sicherlich gut bekannt. Als Großhändler vertreiben die Süddeutschen, teils exklusiv, Marken wie Bell Equipment, Hitachi, Fuchs, Tobroco-Giant, und andere mehr in Deutschland und je nach Hersteller auch in europäischen Ländern (Österreich, Schweiz, Skandinavien, Tschechien und Polen). Über 950 Mitarbeiter arbeiten europaweit für die Baienfurter, davon 850 in Deutschland. 1958 gegründet, betrug der Umsatz des familiengeführten Unternehmens in 2016 bereits 400 Millionen Euro.

Über die Tochtergesellschaft Kiesel Finance GmbH & Co. KG werden Finanzierungen für die Kunden durchgeführt. Der klassische Kauf auf Rechnung mit Einmalzahlung stellt in Anbetracht von Bonität und Rating für viele Unternehmen keine Option mehr dar, da das Geld sofort weg ist und es per Finanzamt erst über einen langen Abschreibungszeitraum wieder zurückkommt. Währenddessen leidet die Liquidität.

Die Kundenberater dieses Finanzinstituts (herstellereigene Leasinggesellschaften werden auch als Captive bezeichnet) unterstützen selbst ungewöhnliche Finanzierungslösungen. So lässt sich zum Beispiel die Höhe der Tilgungsraten an die Geschäftszyklen des Unternehmens anpassen. Werden im Frühjahr höhere Umsätze gefahren, so kann das Unternehmen leichter auch höhere Tilgungsraten verkraften, während in der umsatzschwachen Zeit im Winter die Raten stark sinken und damit die Liquidität des Unternehmens nicht unangemessen belastet wird.

Die Kiesel Finance bietet ihren Kunden verschiedenste Finanzierungsprogramme und Leasingvarianten bis hin zu Mietkauf und Saisonmiete an. Selbst passende Versicherungen können dem Kunden zusätzlich angeboten werden. "Raten, Anzahlung, Laufzeit, Restwert, das sind alles Variablen einer Gleichung, mit denen wir zum Wohle unserer Kunden individuell rechnen können", fasst Firmenkundenbetreuer Stefan Weidisch zusammen. "Wie auch immer sich die Situation für unsere Kunden abzeichnet, wir sind der Partner, mit dem er offen darüber sprechen kann", verspricht er zudem.

Geschäftsführer Oliver Diebold lieferte baunetzwerk.biz exklusiv ein paar konkrete Zahlen. So bewegt sich das Leasingvolumen zwischen 20.000 und sogar 10 Millionen Euro, wobei der Durchschnitt der Verträge bei etwa 85.000 Euro und das durchschnittliche Volumen pro Kunde bei rund 200.000 Euro liegt. Oliver Diebold betont, "dass selbst Kunden mit schwieriger Bonität ebenso willkommen sind." Ganz im Gegensatz zu Banken und Sparkassen, die oftmals selbst nur B- geratete Kunden (also nicht erst ab C- Rating) komplett ablehnen. Zusammen mit solchen Kunden sucht Oliver Diebold sowie seine Firmenkundenbetreuer wie Stefan Weidisch nach Möglichkeiten der Gestaltung und Besicherung und teilweise haftet der Händler auch mit.

Die Risikokosten bei herkömmlichen Leasinggesellschaften liegen je nach Bonität bei 0,4 bis 3 %. Die Kiesel Finance kalkuliert im Regelfall mit 0,4 %, liegt also am unteren Ende. Laut Geschäftsführer Oliver Diebold trifft die Kiesel Finance mit ihren Angeboten bei den Kunden voll ins Schwarze. In 2016 wurden bereits 1.100 Neuverträge mit einem Gesamtfinanzierungsvolumen von rund 105 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Wachstumsraten, von denen Banken träumen

Caterpillar als einer der weltgrößten Baumaschinen- und Motorenhersteller finanziert über ihre deutsche Tochtergesellschaft, Cat Financial, mit Sitz in Ismaning bei München, bereits über 50 % aller der in Deutschland verkauften Maschinen. Selbstverständlich betrifft dies auch die rund 150 Maschinenmodelle, welche in Deutschland von der Zeppelin Baumaschinen GmbH vertrieben werden. Darüber hinaus betreuen die Münchner noch Caterpillar Kunden in der Schweiz und Österreich. Insgesamt werden 4.339 Kunden betreut, die rund 13.800 aktive Verträge haben. Der Gesamtwert dieser Maschinen liegt bei ca. 800 Millionen Euro.

Das durchschnittliche Finanzierungs- respektive Leasingvolumen pro Kunde liegt bei etwa 200.000 Euro, wobei mehr als die Hälfte aller verkauften Caterpillar Maschinen, unter einem Durchschnittspreis von lediglich 80.000 liegen. Das trägt zu einer großen Streuung von Finanzierungs- und Leasingnehmern bei. Wie jede Finanzierungsgesellschaft führt auch Cat Financial für jedes Geschäft eine Bonitätsbeurteilung durch. Franz Kniewasser, Vertriebs- und Marketing-Manager der Cat Financial, unterstreicht, dass wir jede Kundenanfrage prüfen, egal ob es sich um einen Kunden mit B- oder gar C-Rating handelt oder einen Existenzgründer. Jede Kreditprüfung richtet sich schlussendlich nach den individuellen Gegebenheiten des Kunden.

Bei der Wiedervermarktung arbeitet man sehr eng mit den Caterpillar Händlern zusammen; in Deutschland also mit der Zeppelin Baumaschinen GmbH. Diese Zusammenarbeit ermöglicht die bestmögliche Restwertgestaltung, die insgesamt auch unter Risikogesichtspunkten eine sehr gute branchenspezifische Bewertung der von Cat Financial finanzierten oder verleasten Maschinen zulässt.

Banken sowie herkömmliche Leasinggesellschaften bewerten diese Bagger, Radlader oder Dumper zur eigenen Vermarktung mit immerhin 40 bis 50 % Abschlag vom Neuwert und das schon im 1. Jahr. Der Abschlag bei den Captives dagegen ist im 1. Jahr meist geringer und reduziert sich dann bis zum 3. Jahr auf etwa die Hälfte. Cat Financial betrachtet die Abwertung entsprechend der AfA (Absetzung für Abnutzung) bei normalem Einsatz. Das sind etwa 10 bis 30 % je nach Modell und Einsatz im ersten Jahr. Dieser Wert spiegelt sozusagen das Anfangsrisiko im ersten Jahr wider. Sollte die Bonität schwach sein, so würde man zur Risikominimierung zum Beispiel eine Anzahlung verlangen. Regelmäßig werden jedoch Finanzierung ohne Anzahlung gemacht, dies gilt insbesondere für Kunden im Bereich des A- und B-Ratings. Über 95 % aller Cat Financial Kunden bewegen sich in diesem Bereich.

Finanzierungslösungen für alle Kunden

Cat Financial bietet für Kunden, die Caterpillar Maschinen kaufen wollen, ebenso ein Finanzierungsprodukt an wie für jene, die leasen oder mieten möchten. Bei den Miet- und Leasingverträgen gibt es solche mit und ohne Kaufoption im Angebot. Die übliche Laufzeit für Finanzierungen liegt zwischen 12 und 60 Monaten, wobei auch längere Laufzeiten bei Bedarf angeboten werden können. Leasing/Miete bietet Cat Financial für Laufzeiten von 12 bis 54 Monate an. Je nach Bedarf entscheiden sich die Kunden für eines der angebotenen Finanzprodukte. "Somit haben wir grundsätzlich für jeden Kunden eine Lösung parat", verspricht Franz Kniewasser. Er betont zudem, dass auch Existenzgründer sehr gerne zu ihrem Kundenkreis gezählt werden. Die angebotenen Finanzierungs- und Leasingprodukte ermöglichen nämlich maßgeschneiderte Lösungen für die Bedürfnisse von Existenzgründern. "Flexible Finanzmodelle, die zum Beispiel eine Anzahlung oder erhöhte Erstraten enthalten, eröffnen auch Existenzgründern den Zugang zu unserem in der Branche bekannten, ausgezeichneten Service", so Franz Kniewasser.

Laut eigenen Aussagen beurteilt die Cat Financial in Abhängigkeit des Finanzierungsobligos mehr oder weniger detailliert die Bonität der Kunden. Ein Rating, wie man es von Ratingagenturen her kennt, gibt es in aller Regel nicht. Das hat allerdings keinen Einfluss auf die individuelle Bonitätsbeurteilung, die allen aufsichtsrechtlichen Vorschriften folgt. Im Vordergrund bei der Cat Financial steht immer das Ziel, eine schnelle und verbindliche Entscheidung zu treffen, um den Kunden schellst möglich eine Lösung aus einer Hand anbieten zu können.

Anlagen der rohstofffördernden Industrie wie beispielsweise fest installierte Brecheranlagen, Siebanlagen, Silos und anderes mehr werden weder von der Cat Financial noch von der Kiesel Finance finanziert. In solchen Fällen sind (leider !?) wieder Banken und ihre Leasinggesellschaften gefragt. Zu diesen sei noch anzumerken, dass wir von der SUSA selbstverständlich auch dort angeklopft hatten und ihnen einen Fragenkatalog zuschickten. Danach erhielten wir von den drei angefragten Banken und ihren Leasinggesellschaften leider nur Absagen. Das Thema scheint dort wohl zu kritisch zu sein.

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