Forschung

Sonnenschutzmittel für den Asphalt durch Nanopartikel

Forschern an der TU Braunschweig ist es gelungen, die Alterung von Straßenbelägen zu verringern.

Große Risse, Schlaglöcher – Asphaltstraßen halten nicht ewig. Grund hierfür ist der Verschleiß des Bindemittels Bitumen. Vor allem Licht, Sauerstoff und Wärme setzen diesem zu. Wissenschaftler des Instituts für Straßenwesen der Technischen Universität Braunschweig haben jetzt herausgefunden, wie sie die UV-Alterungsbeständigkeit von Bitumen verbessern können. Ihre Ergebnisse haben sie in der Fachzeitschrift „Nature-Scientific Reports“ veröffentlicht.

Goshtasp Cheraghian und Professor Michael P. Wistuba vom Institut für Straßenwesen zeigen in ihrer Studie, dass ein Komposit von Nanopartikeln aus Ton und pyrogener Kieselsäure, die als Füllstoff in Kunststoffen verwendet wird, in Asphaltbelägen eingesetzt werden können, um diese effizient von UV-Strahlen abzuschirmen.

„Ton und pyrogene Kieselsäure sind kostengünstige Nanomaterialien, harmlos und ungiftig, und sie können als anorganische Abschirmung verwendet werden“, erläutert Goshtasp Cheraghian, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut. „Sie wirken also so ähnlich wie ein Sonnenschutzmittel.“

Die Kombination von beiden als Nanokomposit wurde jedoch bisher noch nicht in Asphaltmischungen eingesetzt. Die Nanomaterialien können die mechanischen und rheologischen Eigenschaften, also die Elastizität von Bitumen sowie seine Beständigkeit gegen Feuchtigkeitsschäden und Alterung potenziell verbessern.

„Die Modifizierung von Bitumen durch Ton- und pyrogene Kieselsäure-Nanopartikel kann als eine interessante, kostengünstige Technik im Asphaltstraßenbau neue Perspektiven bieten, um Asphaltmaterialien haltbarer zu machen“, schlussfolgert Goshtasp Cheraghian. „Unsere Erkenntnisse über die molekularen Wechselwirkungen zwischen Nanopartikeln und Bitumen können außerdem neue Wege für den Einsatz von Nanotechnologie im Asphalt öffnen."

Hier geht’s zum Artikel in der Fachzeitschrift „Nature-Scientific Reports“

Foto: Foto: baunetzwerk/Maike Sutor-Fiedler

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Peter Renken im Ruhestand

Am 1. April wurde Prof. Dr.-Ing. habil. Peter Renken feierlich am Institut für Straßenwesen der TU Braunschweig verabschiedet. Über vier Jahrzehnte, seit 1973, forschte und lehrte Peter Renken als Wissenschaftler am Institut und leistete damit einen wesentlichen Anteil an dessen Aufbau zu einem angesehenen und leistungsfähigen Kompetenzzentrum für die Konzeption von Befestigungen im Verkehrswegebau.

Foto: Foto: baunetzwerk/Sutor-Fiedler

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Braunschweiger Blickwinkel

Schon zum siebten Mal fand am Institut für Straßenwesen der TU Braunschweig die Veranstaltung „Straßenbau aktuell“ statt. In diesem Jahr stand sie am 19. Januar unter dem Schwerpunktthema Straßen-Management. Rund 70 Teilnehmer verfolgten die Ausführungen von Experten aus Verwaltung, Wissenschaft und Consulting.

Foto: TU Wien

Forschung

Neues Labor für Bitumen an der TU Wien

An der TU Wien wurde am Institut für Verkehrswissenschaften und am Institut für Materialchemie das neue „Christian-Doppler-Labor für Chemo-Mechanische Analyse von bituminösen Materialien“ eröffnet.

Foto: Foto: Jana Hoffmann/ISBS TU BS

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Bauindustriepreis für Prof. Michael P. Wistuba

Unter großer Beachtung von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Verwaltung hat der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen den Preis der Bauindustrie Niedersachsen-Bremen 2017 an Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Michael P. Wistuba, Universitätsprofessor für Verkehrswegebau an der Technischen Universität Braunschweig, verliehen.

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