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Mit B2Last hat BASF ein innovatives Bitumenadditiv entwickelt, das die Asphaltperformance mit der Nachhaltigkeit vereint
Foto: BASF SE
Mit B2Last hat BASF ein innovatives Bitumenadditiv entwickelt, das die Asphaltperformance mit der Nachhaltigkeit vereint

Inhaltsverzeichnis

Unternehmen

Asphalt-Additive stehen bei der BASF für „Chemie und Nachhaltigkeit“

Anlässlich der Forschungspressekonferenz präsentierte die BASF innovative Produkte und Technologien für unterschiedliche Branchen. Zu den 5 Beispielen gehörte auch das Asphalt-Additiv B2Last.

Die Innovationskraft der BASF, so das Unternehmen, zeigt sich in den über 1.000 Patentanmeldungen im zurückliegenden Jahr, womit der Chemie-Riese wieder zur Spitzengruppe der Branche gehört. 40 % dieser Patente entfielen auf Erfindungen mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeit und weitere 20 % auf Themen rund um die Digitalisierung. Zu diesen Erfolgen tragen weltweit 10.000 Mitarbeitende in der Forschung und Entwicklung bei.

Nachhaltigkeit ist nachvollziehbar

Um seine Kunden auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit zu unterstützen, hat das Unternehmen eine international anerkannte Methode mitentwickelt, mit der es sein Produktportfolio kontinuierlich überprüft: Sustainable Solution Steering, kurz TripleS.

Mit dieser Bewertungsmethode analysiert das Unternehmen den Nachhaltigkeitsbeitrag der Produkte und klassifiziert diese in 5 Kategorien: Pioneer, Contributor, Standard, Monitored und Challenged. Haben Produkte ein deutliches Defizit bei ihrer Nachhaltigkeit (Challenged), wird es spätestens nach 5 Jahren vom Markt genommen.

In diesem Jahr 2023 hat BASF eine überarbeitete TripleS-Methode zur nachhaltigen Steuerung ihres Produktportfolios eingeführt, um es in Zukunft noch stärker auf Klimaschutz, Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft auszurichten. Im BASF-Bericht 2023, der am 23. Februar 2024 veröffentlicht werden wird, werden die Umsatzanteile in den 5 Kategorien spezifiziert. Zum Anteil der Produkte am Umsatz, die in den beiden höchsten Kategorien (Pioneer und Contributor) eingestuft sind, wird ein neues Ziel gesetzt.

Was das Additiv bewirkt

Mit B2Last entwickelt das Unternehmen ein Bitumenadditiv, das die Haltbarkeit von Straßen verbessert und gleichzeitig den CO2-Fußabdruck beim Bau verringert. Das Additiv – ein Reaktivsystem auf Basis von Isocyanaten – vernetzt die einzelnen Bestandteile des Bitumens zu einem Polymernetzwerk. Dieses verbessert die elastischen Eigenschaften des Bitumens, was zu einer längeren Haltbarkeit und Rissbeständigkeit der Straße führt – bei hohen und auch niedrigen Temperaturen. Dies konnte BASF zusammen mit akademischen Partnern in umfangreichen Prüfungen belegen.

Tipp: Ein Erklärvideo über die Funktionsweise von Bi2Last von keinem geringerem als Dr. Dag Wiebelhaus, Head of Global Product Innovation Monomers, finden Sie hier.

Die Verwendung des neuen Additivs sorgt außerdem dafür, dass beim Straßenbau 65 % weniger Bitumenemissionen entstehen, denn das Asphaltmischgut kann bei niedrigeren Temperaturen verarbeitet werden. Das Additiv trägt zudem dazu bei, CO2-Emissionen zu verringern: Zum einen, weil seltener asphaltiert werden muss und zum anderen, weil weniger Energie bei Herstellung und Einbau des Asphaltes benötigt wird. Zusätzlich kann bei der Verwendung von B2Last ein hoher Anteil an Asphaltgranulat dem Mischgut zugegeben werden. Dadurch wird ein Teil der Energie und der Ressourcen eingespart. Zudem werden CO2-Emissionen vermieden, die bei der Herstellung von neuem Asphaltmischgut anfallen würden. (MAI/RED)

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