Foto: Deutsche Bauindustrie

Positionspapier der Bauindustrie

BIM im Straßenbau

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie hat ein Positionspapier zu „BIM im Straßenbau“ herausgegeben. Darin werden zentrale Punkte gefordert, die für Prozesssicherheit beim digitalisierten Bauen führen sollen.

Inhaltsverzeichnis

„Wir leisten hier einen konstruktiven Beitrag zur Digitalisierung einer der wichtigsten Bausparten Deutschlands“, betont der Vorsitzende des Lenkungsausschusses Digitalisierung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Klaus Pacher. „Wir freuen uns auf den weiteren Dialog mit unseren Partnern im Straßenbau.“

Bauvolumen von 13,7 Mrd. Euro

Straßenbau wird hierzulande fast ausschließlich für öffentliche Bauherren abgewickelt. Deshalb, aber auch und wegen des Volumens dieser Bausparte, ist die Veröffentlichung besonders wichtig: mit rund 13,7 Mrd. Euro entfiel 2018 fast die Hälfte aller öffentlichen Bauaufträge auf den Straßenbau – mit steigender Tendenz. Die Bundesregierung hat 2015 einen BIM-Stufenplan vorgelegt. Die Umsetzung des digitalisierten Bauens bis 2021 ist das Ziel.

BIM ist kein Allheilmittel

„Wir dürfen allerdings nicht dem Irrglauben verfallen, dass BIM oder Digitalisierung ein Allheilmittel sind, mit denen die vorgenannten Herausforderungen nun problemlos gelöst werden können!“, betont Dr. Walter Fleischer, Vorsitzender der Bundesfachabteilung Straßenbau des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. „BIM ist unbestritten ein weiteres Werkzeug, das sinnvoll genutzt sicher Verbesserungen und Vorteile für alle am Straßenbau Beteiligte bringt – von der Planung und Ausschreibung über die Angebotsbearbeitung, Bauausführung und Abrechnung, Verbesserung der Kommunikation unter den Beteiligten bis hin zu Betrieb, Instandhaltung, Instandsetzung sowie Grunderneuerung. Also eine größere Prozesssicherheit für unsere Verkehrswege vom Neubau bis zur Grunderneuerung am Ende der Lebensdauer („from cradle to grave“). Jedoch sind unverändert auch künftig Fachleute mit Ingenieurverstand sowie kaufmännischer und juristischer Erfahrung unverzichtbar“, so Fleischer weiter.

Wege zur durchgängigen Nutzung von Daten

Das jetzt vorgelegte Positionspapier „BIM im Straßenbau“ versteht sich als Beitrag der Straßenbauindustrie zur Einführung von BIM. Es zeigt auf, wie digitale Daten im Straßenbau schon jetzt zum Vorteil aller Seiten eingesetzt werden können und welche Voraussetzungen hierfür erfüllt sein müssen. Alle am Straßenbau Beteiligte – Bauausführende, Planer, Bauherren und Behörden – sind gefordert, ihren Beitrag zu leisten, sodass die Digitalisierung ihre Vorteile entfalten kann. In der jetzt vorliegenden Fassung beschreibt das Papier Wege zur durchgängigen Nutzung von Daten für alle im Straßenbau üblichen Vertragsformen.

Kostenloser Download

Das Positionspapier „BIM im Straßenbau“ wurde in den letzten Monaten durch ein Redaktionsteam von BIM-Experten der Straßenbauindustrie im Arbeitskreis Digitalisiertes Bauen (AKDB) des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie erstellt. Der AKDB vernetzt die Digitalisierungsexperten der Mitgliedsfirmen des Bauindustrieverbandes. Neben „BIM im Straßenbau“ liegen bereits „BIM im Hochbau“ sowie „BIM im Spezialtiefbau“ vor, die ebenso kostenlos unter www.bauindustrie.de/publikationen zum Download zur Verfügung stehen.

Positionspapier BIM im Strassenbau

© Hauptverband der Deutschen Bauindustrie

Archiv

Aufbruch ins gelobte Land?

„BIM heißt das Zauberwort, es verheißt eine goldene Zukunft.“ Mit diesen Worten hieß Dr.-Ing. Hans-Hartwig Loewenstein, Präsident des ZDB, die Teilnehmer einer Tagung Ende September in Berlin willkommen. Die Veranstaltung hatte das „Bauen im Zeitalter der Digitalisierung“ zum Thema und lockte rund 80 Teilnehmer zum Firmensitz von Microsoft in die Hauptstadt. Organisiert worden war sie von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem ZDB.

Straßenbau 4.0

VIA IMC verstärkt BIM-Kompetenzzentrum

VIA IMC, die Digitalsparte von Eurovia, tritt dem im Juni vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) gegründeten nationalen BIM-Kompetenzzentrum bei.

MTS entwickelt „Lösungen für die digitale Baustelle“, die modellbasiertes Bauen (BIM) auch für kleine und mittlere Bauunternehmen abbildbar machen.

Digitalisierung am Bau

BIM im Tiefbau – was ist das?

BIM ist in aller Munde. Doch was genau ist eigentlich BIM und warum ist die Umsetzung im Tief- und Straßenbau so schwer? Das Kürzel BIM steht für „Building Information Modeling“ und lässt sich am einfachsten mit „modellbasiertem Bauen“ übersetzen: Das Bauwerk wird also erst digital in 3D (dreidimensional, sprich in Lage und Höhe) geplant, dann virtuell im Maßstab 1:1 errichtet und erst dann real gebaut. So können verschiedene Varianten vorab ausprobiert und visualisiert werden.

Archiv

BIM im Tiefbau – was ist das?

BIM ist in aller Munde. Doch was genau ist eigentlich BIM und warum ist die Umsetzung im Tief- und Straßenbau so schwer? Das Kürzel BIM steht für „Building Information Modeling“ und lässt sich am einfachsten mit „modellbasiertem Bauen“ übersetzen: Das Bauwerk wird also erst digital in 3D (dreidimensional, sprich in Lage und Höhe) geplant, dann virtuell im Maßstab 1:1 errichtet und erst dann real gebaut. So können verschiedene Varianten vorab ausprobiert und visualisiert werden.