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Die grüne Batterie als Modell. Mittels erneuerbarer Energien wird grüner Wasserstoff hergestellt.
Foto: Ute Schroeter
Die grüne Batterie als Modell. Mittels erneuerbarer Energien wird grüner Wasserstoff hergestellt.

Nordbau 2022

Wasserstoff schlägt Taylor Swift

Die diesjährige Nordbau stand ganz im Zeichen des Wasserstoffs. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther präsentiert stolz seine grüne Steckdose.

Angeblich soll im deutschsprachigen Raum der Begriff „Wasserstoff“ häufiger gegoogelt worden sein, als „Taylor Swift“. Nachprüfen lässt sich das natürlich nicht, aber es ist ein hübscher Aufhänger für unseren Bericht von der Nordbau, die nach fünf vollgepackten Tagen mit Beratung, Information und Handel am 11. September 2022 mit 40.300 Besuchenden und 587 Ausstellenden aus 13 Ländern zu Ende gegangen ist.

Viel zu sehen: Baumaschinen, Geräte und Werkzeuge

Die Messe bot auf dem ausgebuchten Freigelände und in den Hallen Besuchenden die Bandbreite an Produkten für den Hoch- und Tiefbau – mit zahlreichen Neuheiten und Trends: Baumaschinen und Baugeräte, Kommunaltechnik und Werkzeug, E-Mobilität und Energietechnik. Fachbesucher und Bauherren kamen mit konkreten Kaufzielen und dem Wunsch nach persönlichem Austausch. Fragen zur Einsparung von Energie, Umrüstung des Energieträgers und Vorbereitungen für neue Heizsysteme standen im Fokus und wurden von den unabhängigen Fachleuten beantwortet. Gleich nebenan konnten sich Interessierte bei Herstellern von Heizungen über geeignete Produkte, Einsetzbarkeit und Lieferzeiten informieren. So konnte bei vielen die Unsicherheit rund um das seit Juli geltende neue Energiewende- und Klimaschutzgesetz Schleswig-Hol- stein ausgeräumt und erste Planungen begonnen werden.

H2 Wasserstoff – grüne Energie

Die Sonderschau in Halle 6 widmete sich dem Energieträger Wasserstoff. Unterschiedliche Partner wie Energieversorger, Hochschulen, Industrieunternehmen und Stadtwerke präsentierten Forschungen, aber auch die Bereiche, in denen bereits Wasserstofftechnologie eingesetzt wird sowie die Herausforderungen und die Wichtigkeit der flächendeckenden Energiewende. Zentral in der Halle konnten sich Interessierte an einem Wasserstoff-Modell über den Kreislauf der Herstellung informieren – Grundlagen für die Energie der Zukunft. Zudem gab ein anschaulicher Zeitstrahl erstmals einen Überblick über die zeitlichen Stationen, die bis ins Jahr 2045 zur geplanten Klimaneutralität in Deutschland nötig sein werden. Ein spezielles Seminar bot tiefgreifende Informationen in politische, wirtschaftliche und technische Aspekte rund um die grüne Energie der Zukunft.

Auch der geladene Ministerpräsident Schleswig-Holsteins Daniel Günther stellte den Ausbau erneuerbarer Energien in den Mittelpunkt seines Grußwortes. Stolz präsentierte er das Projekt Westküste100, das das Ziel verfolgt, erneuerbaren Strom zu nutzen, um Wasserstoff in industriellem Maßstab zu erzeugen und eine Dekarbonisierung von Wärme, Verkehr und Industrie von etwa einer Million Tonnen CO2 pro Jahr zu erzielen. „Eine grüne Batterie, auf die wir sehr stolz sind, und gerne Nachahmer finden soll“, betonte Günther.

Lehre, Forschung, Ausbildung – die Zukunft im Blick

Auf der zentralen Anlaufstelle der Architekten- und Ingenieurkammer SH, der TH Lübeck, der FH Kiel und des BKI (Baukosteninformationszentrums) in Halle 1 präsentierten sich zum ersten Mal gemeinsam die „Initiative Bauwesen“, das „Forum Kreislaufwirtschaft Bau – Wiederverwendung I Recycling“ und ein Forschungspavillon der Technischen Hochschule  Lübeck aus nachwachsenden Rohstoffen. Damit zeigten die Studierenden klar auf, dass Forschung ein wesentlicher Bestandteil der Bau- und somit auch der Energie- und Wohnungswirtschaft ist.

In Zeiten von Fachkräftemangel haben verschiedene Akteure der Baubranche ihre Präsenz auf der NordBau genutzt, sich als Ausbildungsbetrieb oder Studienort vorzustellen. Unter dem Motto „Faszination Bauberufe“ organisierte die nordjob-Bau wieder zahlreiche Treffen von Bauverbänden, Industrie und Handwerksbetrieben mit interessierten Schülerinnen und Schülern, die einen passenden Ausbildungsplatz suchen. Zudem machten festliche Freisprechungsfeiern der Dachdecker, Schornsteinfeger und Straßenwärter sowie ein Leistungswettbewerb der Maler- und Lackiererinnung Schleswig-Holsteins auf die beruflichen Möglichkeiten im Handwerk und Bauwesen aufmerksam.

Neues Holstenhallen Congress Center 

Die Kombination von Fortbildung oder Seminar und Messebesuch haben rund 4.300 Fachbesucher bei über 60 Veranstaltungen genutzt. Die neuen Räumlichkeiten des „Holstenhallen Congress Center Schleswig-Holstein“ (HCC-SH) boten optimale Möglichkeiten, sich fachlich auszutauschen und bei Ausstellern auf dem angrenzenden Messegelände zu informieren. Auch in diesem Jahr kamen neue Tagungen hinzu, die die NordBau nicht nur als Handels-, sondern gerade auch als Informations- und Austauschplattform für die gesamte Baubranche des Nordens weiter stärken. Das Motto „hier redet man miteinander“ wurde von Besucherinnen, Besuchern und Ausstellenden wieder einmal mit Leben gefüllt – als Grundlage von Geschäftsbeziehungen und fachlicher Beratung. Die 68. NordBau findet vom 6. bis 10. September 2023 auf dem Messegelände Holstenhallen Neumünster statt. Ute Schroeter

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Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist stolz auf seine grüne Batterie. Er wirbt für den Ausbau von Anlagen, die grünen Wasserstoff produzieren. 
Foto: Ute Schroeter
Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther ist stolz auf seine grüne Batterie. Er wirbt für den Ausbau von Anlagen, die grünen Wasserstoff produzieren. 

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